Hilfe für Reiner Kuhn
Von Dieter Albrecht
Vor etwa einer Woche erhielt ich einen Anruf von Reiner Kuhn aus dem Krankenhaus in Plauen. Zunächst war ich zuversichtlich und hoffte, dass sich sein Gesundheitszustand nach den anhaltenden Beschwerden gebessert habe.
Doch der Leiter der IG Schiedsrichter teilte mir mit, dass die Ärzte ihn umfassend untersucht und dabei eine niederschmetternde Diagnose gestellt hätten: einen bösartigen Tumor in der Lunge und in der Leber. Ob sich bereits Metastasen gebildet haben, stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Diese Nachricht traf mich wie ein Schock.
Ich war tief bewegt, musste zunächst innehalten und brauchte einige Zeit, um ihm antworten zu können. Seit drei Jahren arbeite ich bei der IG Schiedsrichter mit und habe mich mit rund 120 Artikeln sowie zahlreichen Kommentaren beteiligt. Dabei gab es selbstverständlich auch unterschiedliche Auffassungen, wie sie im Leben und in jeder Zusammenarbeit völlig normal sind.
Doch in einem solchen Moment wird einem bewusst, was wirklich zählt. Reiner ist erst 44 Jahre alt, uns trennen genau 40 Jahre. Wenn ein Mensch mit einer derart schweren Diagnose konfrontiert wird, stellt sich die Frage: Was bedeuten Diskussionen über Fußball im Vergleich zum Leben und zur Gesundheit eines Menschen? Alles, worüber zuvor leidenschaftlich gestritten wurde, rückt plötzlich vollkommen in den Hintergrund.
Reiner Kuhn hat seine Erkrankung inzwischen auf der Plattform der IG Schiedsrichter öffentlich gemacht. Er ist der Gründer dieses Formats und prägt dessen Arbeit seit mehr als einem Jahrzehnt maßgeblich. Seine Tätigkeit ist für ihn weit mehr als nur eine Aufgabe – sie ist zu einer echten Herzensangelegenheit und zu seinem Lebenswerk geworden.
Reiner hatte es in seinem Leben nicht immer leicht. Seit seiner Geburt leidet er an einer schweren Sprachstörung. Gespräche mit ihm erfordern daher Geduld, Verständnis und Einfühlungsvermögen. Gegenüber Menschen, die dafür kein Verständnis aufbringen, zieht er sich häufig zurück und hält Abstand.
Nun nimmt Reiner den Kampf gegen den Krebs auf. Auf ärztlichen Rat wird er zur bevorstehenden Chemotherapie und für weitere Behandlungen in das Klinikum Erfurt verlegt.
In dieser schwierigen Situation ist er dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Er befindet sich in einer großen persönlichen und wirtschaftlichen Notlage. Jeder Euro kann ihm helfen.
Durch seine Arbeitsunfähigkeit fällt ein erheblicher Teil seines bisherigen Einkommens weg. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Belastungen. Die Kosten der Behandlung werden nicht vollständig von der Krankenkasse übernommen. Hinzu kommen Zuzahlungen für Medikamente sowie hohe Fahrtkosten zu den Behandlungen. Die Entfernung von seinem Wohnort Plauen im Vogtland nach Erfurt beträgt etwa 120 Kilometer pro Strecke.
Gemeinsam mit meinem Freund und Kollegen Anton Dinslaken, der ebenfalls für die IG Schiedsrichter tätig ist, rufe ich alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter dazu auf, sich an der Spendenaktion zu beteiligen.
Eine weitere Möglichkeit wäre, einen kleinen Teil der Aufwandsentschädigung aus einer Spielleitung zu spenden. Dabei denken wir an einen überschaubaren Betrag von wenigen Euro bis maximal zehn Euro.
Wir appellieren an alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, Schiedsrichtervereinigungen, Verbände und Vorstände:
Bitte helft Reiner Kuhn in dieser schweren Zeit. Jeder Beitrag zählt.
Wir wünschen Reiner viel Kraft, Mut und eine baldige Genesung. Wir hoffen von Herzen, dass er den Kampf gegen diese schwere Erkrankung gewinnt und sein vor mehr als einem Jahrzehnt begonnenes Lebenswerk fortsetzen kann.
Ohne seinen unermüdlichen Einsatz und seine umfassende Arbeit wäre die Zukunft der IG Schiedsrichter ernsthaft gefährdet.
Weitere Informationen zum persönlichen Hilfeaufruf von Reiner Kuhn: https://ig-schiedsrichter.de/47840-2/
Direkt zur Spendenaktion: https://www.gofundme.com/f/gelbrot-fur-die-existenzangst-hilfe-im-kampf-gegen-krebs
Der Text eignet sich in dieser Form für eine Webseite, einen Vereinsnewsletter oder eine Veröffentlichung in sozialen Netzwerken.
