Du betrachtest gerade Collina weist Kritik an Schiedsrichter zurück

Collina weist Kritik an Schiedsrichter zurück

Die Fifa hat die Kritik von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps an Schiedsrichter Iván Barton aus El Salvador nach WM-Halbfinale zurückgewiesen.

Die Antwort des Weltverbandes auf die Bemerkung des französischen Trainers, der infrage gestellt hatte, ob Barton das Niveau für ein WM-Halbfinale besitzt, sei „eindeutig: Ja, selbstverständlich. Unsere Schiedsrichter sind weltklasse“, sagte Pierluigi Collina, Leiter der Fifa-Schiedsrichterkommission, auf AFP-Anfrage.

Nach dem verlorenen Halbfinale gegen Spanien (0:2) hatte sich Deschamps am Dienstag kritisch mit Blick auf den Referee geäußert. „Hat der Schiedsrichter das Niveau, um ein Halbfinale einer WM zu leiten? (…) Darauf werde ich nicht antworten. Es gab einige Situationen, die häufig auch zu unserem Nachteil ausgelegt wurden“, sagte er. Deschamps räumte zugleich ein, dass der Hauptgrund für die Niederlage in der Leistung seines eigenen Teams gelegen habe.

Die Schiedsrichterleistungen sind seit Beginn der WM 2026 in Nordamerika häufig diskutiert worden. Zuletzt hatte Ägypten den Ausschluss des französischen Schiedsrichters Francois Letexier gefordert und ihm „offensichtliche Fehler“ vorgeworfen, die nach Ansicht der Ägypter Argentinien im Achtelfinale (3:2) begünstigt hätten.

Dieser Beitrag hat 11 Kommentare

  1. Dieter Albrecht

    Ich verstehe, dass sich Collina hinter Ivan Barton stellt. Ihm sind keine spielentscheiden Fehler unterlaufen.
    England gegen Argentinien: Ein ungemein schweres Spiel für Ismail Elfath. Hat seine Aufgabe mit zweimal Gelb in der ersten Halbzeit gut gelöst. Maurizio Mariani als 4. Mann. Bedeutet das für ihn das WM-Ende?

    Spielende:
    Großes Kompliment an Ismail Elfath. Sehr starkes Management in der Spielleitung. Ist mit nur vier gelben Karten ausgekommen. War für ihn bestimmt die schwerste Aufgabe seiner Laufbahn.

  2. Abdullah

    Barton und Elfath haben im Halbfinale geliefert. Ägypten als schlechte Verlierer…die Tendenz, dass immer alles am Schiedsrichter liegt gehört unterbunden…

  3. Dieter Albrecht

    Richtig, aber wie? Für die Trainer der betreffenden Länder ist der Schiedsrichter immer das Ventil, von den eigenen Schwächen und gemachten Fehlern abzulenken. Beide haben im Halbfinale voll überzeugt, wobei Elfath das schwierigere Spiel leiten musste.

  4. Abdullah

    Ich hab keine Ahnung wie man das abstellen kann, nur das es eine Unsitte geworden ist mittlerweile und es mich auch einfach stört, wenn keinerlei Selbstkritik mehr geübt wird

  5. Ulli

    Da ich nun schon 33 Jahre als Schiri in unteren Klassen tätig bin,nehme ich mir das Recht auch meine Meinung mitzuteilen. Und ich bin immer allein auf dem Platz. Die Assistenten muss der Gastgeber stellen.
    Der Schiri aus El Salvador hate seine Spiele souverän geleitet!
    Die Leistung vom US-AMERIKANER war für mich inakzeptabel. Wenn es schon nach drei Minuten Rudelbildung gibt und er handelt nicht,da habe ich schon Fragen. Er hätte schon nach 9 Minuten die erste Karte zeigen müssen. Die Argentinier setzen in der 1.HZ auf Aggressivität. Taktische Fouls hat er hier nicht mit Gelb geahndet. Ständig war er von Spielern umringt,die auf ihn einreden Wo doch die Regel besteht, nur der Kapitän darf mit dem Schiri sprechen. Was soll ich da von so einem Schiri halten?

    1. Dieter Albrecht

      Dem muss ich deutlich widersprechen. Ismail Elfath hat das brisanteste Spiel gepfiffen, was ich jemals gesehen habe. Das hat er mit großem Geschick und starkem Management über die Bühne bekommen. Wenn er bereits die erste Rudelbildung mit Karten belastet hätte, wären mehrere Spieler im Laufe des Spiels mit Rot vom Platz gegangen oder es wäre durch häufige Eskalationen vorzeitig abgebrochen worden. Das war kein gewöhnliches Fußballspiel, wegen der politischen Vorgeschichte mit Falkland u.a. sondern ein Kleinkrieg, unwahrscheinlich schwer für jeden Schiedsrichter.

      Ich habe auch lange genug Spiele geleitet, darunter auch einige brisante Partien mit den entsprechenden Vorgeschichten aus der Vergangenheit. Auch damit muss sich ein Schiedsrichter bereits bei der Ansetzung beschäftigen. Ulli, das hier ist keine Kreisliga oder Verbandsliga. Hier wurde die zuvor total falsche Politik der betroffenen Länder auf dem Spielfeld fortgesetzt. Ein derartiges Spiel kann nicht nur nach festgelegten Bestimmungen mit dem Regelheft unter dem Arm geleitet werden. Dann hätte es mit einem gewaltigen Skandal nicht beendet werden können. Das ist absolut nicht korrekt, leider aber nicht anders möglich.

  6. Stefan

    Welche Spiele schaut ihr denn alle. Nach 15.Minute muss der Argentinier Simeone mit gelb/rot schon vom Platz sein. Schaut euch doch mal alle Spiele von Argentinien an. Messi hätte auch schon in der Vorrunde mit Rot gehen müssen. Jeder Schiedsrichter macht die Spielchen von den Argentinier doch mit.

  7. Dieter Albrecht

    Theoretisch ist das ja richtig. Die Folge: Die restlichen Spieler – ohne Rote Karte – gehen dann vom Platz .Das Spiel ist mangels vorhandenem Personal beendet. Es wird auch künftig immer Spiele geben, die von einem Schiedsrichter in Menschengestalt fast nicht mehr zu bewältigen sind. Vielleicht ist ja bald ganz Schluss, auch zur Freude vieler Trainer nach Niederlagen bei der WM. Dann pfeift nur noch die Künstliche Intelligenz (KI).

  8. Dieter Albrecht

    Das Spiel um Platz drei zwischen Frankreich und England wurde zu einem gewaltiges Spektakel. 4:6 in der normalen Spielzeit plus Nachschlag. Außerordentlich bemerkenswert ist, dass der Schiedsrichter Valenzuela aus Venezuela die Partie über die gesamte Spielzeit absolut souverän, ohne eine Karte geleitet hat. Die Kommunikation mit den Spielern war beispielhaft für viele andere, darunter auch Felix Zwayer mit zwölf Gelben in zwei Spielen.
    Valenzuela hat in seinen vier WM-Spielen nur dreimal Gelb gezogen. Das bedeutet einen Schnitt von 0,75. So etwas hat es zuvor noch nicht gegeben. Deshalb hat er auch völlig verdient, diese Ansetzung erhalten. Für das Finale hätte er als Südamerikaner, wegen der Teilnahme Argentiniens ohnehin nicht nominiert werden können.
    Bereits bei der WM 2022 leitete der Schiedsrichter zwei Spiele, zeigte auch hier nur dreimal Gelb. Also insgesamt nur sechs Karten in sechs Spielen.

  9. Abdullah

    Diese WM war von kuriosen und nicht nachvollziehbaren Ansetzungen geprägt.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.