In den sozialen Netzwerken ist eine Stellungnahme des Schiedsrichterausschusses Oberhavel zu den Vorkommnissen mit einem Schiedsrichter und dem Portal „fussballreisen“ zu lesen, welchen wir hier zusammengefasst haben.
1. Kern des Konflikts
Der Vorsitzende reagiert auf heftige Vorwürfe der Redaktion „fussballaufreisen“. Diese hatte dem Schiedsrichterausschuss – insbesondere dem neuen Vorsitzenden Jonas Marx – Einschüchterung und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Marx soll Reporter privat kontaktiert haben, um Druck auszuüben und eine Berichterstattung in seinem Sinne zu erzwingen.
Im konkreten Fall geht es um ein Sportgerichtsverfahren gegen einen Schiedsrichter.
Laut der Stellungnahme stellt sich die Situation anders dar: Bei einer Verhandlung im „Fall Spechthausen“ wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Der Berichterstatter von „fussballaufreisen“ musste den Raum verlassen. Der Schiedsrichter Leon Jahnke (der gleichzeitig für „fussballaufreisen“ tätig ist) durfte als Zuschauer bleiben. Jahnke soll daraufhin heimlich eine Telefonverbindung zu dem ausgeschlossenen Kollegen im Nebenraum hergestellt haben, damit dieser die Verhandlung mithören und den Artikel schreiben konnte.
Folgen und Sanktionen
Weil Jahnke danach eine schriftliche Entschuldigung einreichte, wurde von einer Strafanzeige abgesehen. Es gab jedoch sportrechtliche Sanktionen: eine Geldstrafe und eine befristete Sperre als Schiedsrichter. Die Redaktion stellte dies im Nachgang fälschlicherweise so dar, als sei er „wegen seiner journalistischen Arbeit“ gesperrt worden, was der Vorsitzende Michael Reichert als dreiste Tatsachenverdrehung bezeichnet.
Vorwurf einer Schmierenkampagne
Der Vorsitzende wirft den Redakteuren (namentlich Florian Schmidt und Leon Jahnke) eine aggressive Verleumdungswelle vor. Sie sollen seit Wochen versuchen, Schiedsrichter via WhatsApp zu Aussagen gegen die Funktionäre Marx und Gerstenberg zu drängen, um deren Karrieren zu zerstören.
Da das Thema inzwischen auch an die „Bildzeitung“ und den DFB herangetragen wurde, spricht der Vorsitzende von einer „mit Dreck und Schmutz behafteten Kampagne“.
Jonas Marx hat inzwischen Strafanzeige gegen die Redakteure Schmidt und Jahnke erstattet.
Als Konsequenz fordert der Fußballkreis Oberhavel/Barnim fordert das sofortige Ende der Kampagne und lehnt ab sofort jede Zusammenarbeit mit „fussballaufreisen“ ab. Anfragen des Mediums werden nicht mehr beantwortet.
