Auf der internationalen Bühne ist Bundesliga-Schiedsrichter Bastian Dankert aus Rostock der internationale Durchbruch nicht gelungen.
Ein Spiel in der Nations-League zwischen Spanien und der Schweiz (3:2) als Abschluss am 18. November 2024, dazu 17 Qualifikationsspiele in den drei europäischen Wettbewerben Champions League, Euro League und Conference League stehen in der Agenda des 46-Jährigen.
Dafür hat der gebürtige Schweriner anderweitig auf sich aufmerksam gemacht. Die Einführung des Video Assistant Referee (VAR), im Jahr 2017, kam für ihn passend zum richtigen Zeitpunkt. Dankert gehört zur absoluten Weltspitze, hat an drei Weltmeisterschaften der Jahre 2018, 2022 und 2026, den Europameisterschaften 2021 und 2024, jeweils bei den Männern sowie der Frauen-Weltmeisterschaft 2019 teilgenommen. Dazu mehrere Finaleinsätze in den europäischen Vereinswettbewerben.
Der Höhepunkt war die Nominierung für das Weltmeisterschaftsfinale 2026 Spanien gegen Argentinien, zur Unterstützung des Schiedsrichters Slavko Vincic aus Slowenien. Die Goldmedaille aus den Händen des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino war die verdiente Auszeichnung für seine Tätigkeit. Natürlich benötigte Dankert auch Glück, profitierte bei den Welt- und Europameisterschaften vom frühen Ausscheiden der deutschen Mannschaft. So stand also doch ein deutscher Schiedsrichter, wenn auch in anderer Funktion, im Finale der Weltmeisterschaft.
In der Bundesliga hat Bastian Dankert bisher 189 Spiele geleitet. Vermutlich wird in der kommenden Saison die Marke von 200 Einsätzen fallen.

Eines verstehe ich nicht. Ist die Arbeit des VAR mit dem Schlußpfiff beendet oder darf/muss er Tätlichkeiten nach dem Schlußpfiff auch wahrnehmen und ahnden lassen?