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Erst Deniz Aytekin, jetzt BVB: Kristijan Rajkovski will „letzte Chance“ auf den Profi-Fußball ergreifen

An diesem Wochenende startet Remscheids Top-Schiedsrichter in die neue Saison. In der möchte er den Sprung von der Regionalliga in die 3. Liga schaffen. Dabei setzt er alles auf eine Karte und hat diesen Sommer schon Gravierendes verändert.

Remscheid. 23.300 Zuschauer sorgten am vergangenen Samstag bei der Generalprobe Fortuna Düsseldorfs vor dem Start der Drittligasaison gegen den deutschen Vize-Meister Borussia Dortmund (2:1) nicht nur für eine klasse Atmosphäre, sondern bei einem Remscheider gefühlt auch für eine 90-minütige Gänsehaut. Kristijan Rajkovski durfte die Partie als Schiedsrichter-Assistent mit leiten und seinem schon recht reichen Erfahrungsschatz ein weiteres besonderes Erlebnis hinzufügen. „Das war schon cool, eine Wahnsinnskulisse und hat mega Bock gemacht“, konstatierte der 24-Jährige.

Auch Tage danach schwärmt er davon, BVB-Trainer Nico Kovac oder auch Spieler wie Serhou Guirassy oder Jobe Bellingham hautnah erlebt zu haben. „Mit solchen Persönlichkeiten auf dem Platz zu stehen, das war schon etwas Besonderes“, gibt Rajkovski zu. Gleichzeitig sagt er aber mit einem Strahlen in den Augen auch: „Daran könnte ich mich gewöhnen und hat mich für die kommende Saison zusätzlich motiviert.“

Vergangene Saison schon ganz nah dran am Aufstieg

Aus diesen Worten ist schon abzulesen: Die Spielzeit 2026/27 wird für den Remscheider Top-Schiedsrichter keine gewöhnliche sein. Als bisheriger Regionalliga-Referee und Drittliga-Assistent möchte Rajkovski alles auf eine Karte setzen und den Sprung in den Profi-Fußball schaffen. „Die nächste Saison wird vielleicht die letzte Chance, mir diesen Traum zu erfüllen“, sagt der 24-Jährige, der schon zuletzt nah dran war, den Sprung zu schaffen.

Als Teil des Perspektivkaders des Deutschen Fußball-Bundes bewegt er sich seit Jahren auf hohem Niveau. Die zurückliegende war seine dritte Regionalligasaison und die zweite, in der er auch als Assistent in Liga drei unterwegs war. Doch von allen Schiedsrichtern der Regionalligen steigt nur ein Bruchteil in die 3. Liga auf. In diesem Sommer waren es vier von 25.

Kräftezehrende Saison – körperlich, aber vor allem auch mental

„Ich hatte eine sehr gute Saison, aber am Ende hat es nicht ganz gereicht“, sagt Kristijan Rajkovski rückblickend über eine kräftezehrende Saison, die ihm nicht nur körperlich, sondern vor allem auch mental alles abverlangt hat. Dabei gab es aber auch immer wieder Erlebnisse, die ihm keiner mehr nehmen kann und gezeigt haben, wofür er den hohen Aufwand betreibt.

Wie das Spitzenspiel der 3. Liga im März zwischen Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock, wo er als Vierter Offizieller im Einsatz war und eine außergewöhnliche Flutlicht-Atmosphäre aufsaugen konnte. „Da habe ich gedacht: So ein Spiel möchte ich auch selbst mal leiten.“

Teil der Abschiedstour von Deniz Aytekin auf dem Aachener Tivoli

Unvergessen für (wahrscheinlich) immer wird auch der 21. Februar 2026 für den Remscheider bleiben. An diesem Tag bildete er mit Ex-FIFA-Referee Deniz Aytekin ein Team, der für viele, nicht zuletzt auch für Rajkovski selbst, absoluten Vorbild-Charakter verkörpert.

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