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Ausblick in die Zukunft

Ein Aus- und Überblick über die anstehenden Veränderungen bei den Bundesliga-Schiedsrichtern

Den alljährlichen Winterlehrgang, diesmal im spanischen La Manga-Club, haben die Schiedsrichter der 1. und 2. Bundesliga hinter sich gebracht. Neben dem sportlichen Teil, mit dem üblichen Regel- und Leistungstest, ist es dort auch um die Zukunft in der höchsten Spielklasse gegangen.

In den kommenden Jahren, bis 2030, stehen erhebliche personelle Veränderungen an. Neun der 24 Erstliga-Schiedsrichter, also mehr als ein Drittel, erreichen die unverbindliche Altersgrenze von 47 Jahren. Drei von ihnen, Deniz Aytekin (47), Tobias Welz (48) und Frank Willenborg (wird 47) haben verbindlich ihren Rücktritt zum Ende der laufenden Saison erklärt. Patrick Ittrich (47) hat sich noch nicht endgültig entschieden, dürfte wohl ein weiteres Jahr dranhängen, um sich bis 2027 den Traum von 100 Erstligaspielen, derzeit sind es 87 Einsätze, zu erfüllen.

Der nächste Schub steht dann bevor. Bastian Dankert und Christian Dingert (beide 45) sowie Robert Hartmann (46) werden spätestens 2028 ausscheiden. Verbleiben die beiden internationalen Schiedsrichter Tobias Stieler und Felix Zwayer (beide 44). Letzterer könnte als Deutschlands derzeitige Nummer eins noch bis zur Weltmeisterschaft 2030 dabei bleiben.

Der erhebliche Personalwandel ist nach langer Zeit ein enormer Anreiz für die nachrückende Generation aus der 2. und 3. Liga. Kandidaten gäbe es genug, ohne alle namentlich zu benennen. Vorzugsweise geht es um die beiden Ältesten, mit Dr. Max Burda (36) und Michael Bacher (34). Lars Erbst (31), Felix Prigan (26) oder Richard Hempel (28) gehören zu den Hoffnungsträgern aus der 2. Liga. Wichtig sind vor allem die Jüngeren, denen danach auch der langfristige Sprung auf die internationale Liste der FIFA und UEFA gelingt.

Der Ansporn gilt gleichermaßen für die Talente aus der 3. Liga. Vielleicht schafft es nach Bibiana Steinhaus-Webb mit Fabienne Michel (31) auch mal wieder eine Frau bis ganz nach oben zu kommen. Es liegt also an den Kandidaten*innen, weiter hart an sich zu arbeiten, um die große Chance wahrzunehmen.

Dieter Albrecht

42 Jahre freier Mitarbeiter beim Stader Tageblatt und Sport-Informations-Dienst, Köln, als Journalist. 20 Jahre aktiv als Schiedsrichter bis zur 5. Liga.

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