Zwei deutsche FIFA-Schiedsrichter stehen am Mittwochabend im Mittelpunkt der Champions League: Sven Jablonski übernimmt das hochkarätige Duell zwischen Manchester City und Paris Saint-Germain, während Tobias Stieler beim Aufeinandertreffen von LASK und dem FC Liverpool im Einsatz ist. Auch drei weitere deutsche Unparteiische sind auf internationaler Bühne vertreten.
Sven Jablonski: Topspiel zwischen Manchester City und Paris Saint-Germain
Für Sven Jablonski steht am Mittwoch eine besonders prestigeträchtige Aufgabe auf dem Programm. Der deutsche FIFA-Schiedsrichter leitet die Begegnung zwischen Manchester City und Paris Saint-Germain im Etihad Stadium.
Wenn zwei europäische Spitzenmannschaften aufeinandertreffen, sind nicht nur die sportlichen Erwartungen hoch. Auch an das Schiedsrichterteam werden besondere Anforderungen gestellt. Hohe Spielgeschwindigkeit, intensive Zweikämpfe und zahlreiche technisch herausragende Einzelspieler verlangen eine konsequente, aber zugleich angemessene Spielleitung.
Für Jablonski ist die Ansetzung eine weitere Gelegenheit, sich auf höchstem europäischen Niveau zu präsentieren. Gerade solche Begegnungen sind für die internationale Entwicklung eines Schiedsrichters von besonderer Bedeutung.
Unterstützt wird der Deutsche von Eduard Beitinger und Christian Dietz an den Seitenlinien. Tobias Reichel übernimmt die Aufgabe des Vierten Offiziellen. Als Videoassistent fungiert Bastian Dankert, während Sören Storks als dessen Assistent eingesetzt wird.
Die Ansetzung zeigt, dass Jablonski auch bei international hochkarätigen Begegnungen das Vertrauen der UEFA genießt.
Tobias Stieler: Erneutes Vertrauen der UEFA – Liverpool kein Neuland
Für Tobias Stieler ist die Ansetzung beim Gastspiel des FC Liverpool in Linz eine weitere interessante Aufgabe auf internationaler Bühne.
Dabei ist der englische Traditionsverein für den deutschen FIFA-Schiedsrichter keineswegs Neuland. Bereits im Dezember 2020 leitete Stieler Liverpools Champions-League-Begegnung gegen Ajax Amsterdam. Im November 2022 folgte das Duell mit der SSC Neapel, im Januar 2025 stand er bei der Partie zwischen PSV Eindhoven und Liverpool erneut auf dem Platz.
Die erneute Ansetzung bei einer Begegnung mit Liverpool unterstreicht damit vor allem Stielers internationale Erfahrung. Er kennt die Anforderungen solcher Spiele und weiß, wie wichtig eine klare Linie, eine gute Zweikampfbewertung und ein souveränes Auftreten sind.
Interessant bleibt dennoch die Frage, welche Rolle Stieler künftig in den Planungen der UEFA einnimmt. Während andere deutsche Unparteiische zuletzt auch besonders prestigeträchtige Begegnungen und entscheidende K.-o.-Spiele erhielten, bleibt für Stieler jede weitere Champions-League-Ansetzung eine Gelegenheit, sich für anspruchsvollere Aufgaben zu empfehlen.
Die Partie in Linz ist somit weniger ein internationaler Neubeginn als vielmehr eine weitere Chance, seine Position innerhalb des europäischen Schiedsrichterwesens zu festigen.
Drei weitere deutsche Einsätze in der Champions League
Neben Jablonski und Stieler sind auch Urs Schnyder, Ivan Kružliak und Irfan Peljto mit deutschen Beteiligungen in ihren Schiedsrichterteams angesetzt.
| Begegnung | Schiedsrichter | Deutscher Einsatz |
|---|---|---|
| Bodø/Glimt – Borussia Dortmund | Urs Schnyder (SUI) | – |
| Aston Villa – Fenerbahçe | Ivan Kružliak (SVK) | Robert Schröder (AVAR) |
| Slovan Bratislava – VfB Stuttgart | Irfan Peljto (BIH) |
Bei Bodø/Glimt gegen Borussia Dortmund leitet der Schweizer Urs Schnyder die Begegnung. Sein Team besteht aus Marco und Benjamin Zürcher, Sven Wolfensberger sowie den Videoassistenten Fedayi San und Bram Van Driessche.
In der Partie Aston Villa gegen Fenerbahçe ist Robert Schröder als Assistent des Videoassistenten eingesetzt. Er unterstützt den portugiesischen VAR Tiago Martins.
Das Auswärtsspiel des VfB Stuttgart bei Slovan Bratislava steht unter der Leitung des Bosniers Irfan Peljto. Daniele Chiffi und Michael Fabbri aus Italien bilden das Videoassistententeam.
Vier deutsche Schiedsrichter – ein starkes Signal der UEFA
Bemerkenswert ist auch die deutsche Präsenz an diesem Champions-League-Spieltag. Mit Felix Zwayer und Daniel Siebert sind bereits am Dienstag zwei deutsche FIFA-Schiedsrichter im Einsatz. Am Mittwoch folgen Sven Jablonski und Tobias Stieler.
Vier deutsche Hauptschiedsrichter innerhalb einer Spielrunde – das ist ein deutliches Zeichen für das Vertrauen der UEFA in die Qualität des deutschen Schiedsrichterwesens.
Besonders erfreulich ist dabei, dass sich die Verantwortung auf mehrere Unparteiische verteilt. Neben den international erfahrenen Zwayer, Siebert und Stieler erhält auch Jablonski mit dem Topspiel zwischen Manchester City und Paris Saint-Germain eine hochkarätige Aufgabe.
Fazit: Zwei interessante Bewährungsproben für deutsche FIFA-Schiedsrichter
Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick vor allem auf Sven Jablonski und Tobias Stieler.
Während Jablonski mit Manchester City gegen Paris Saint-Germain eine der attraktivsten Begegnungen des Spieltags übernimmt, erwartet Stieler mit dem Gastspiel des FC Liverpool beim LASK eine interessante internationale Aufgabe.
Beide Ansetzungen unterstreichen die Präsenz deutscher Schiedsrichter auf der europäischen Bühne. Entscheidend wird sein, wie sie ihre Aufgaben auf dem Platz lösen und welchen Eindruck sie bei den UEFA-Beobachtern hinterlassen.

Tobias Stieler muss sich für keine größeren Aufgaben mehr empfehlen. Er verlässt zum Jahresende die internatioalen Bühne. Die Ansetzungen sind Abschiedsgeschenke der UEFA für seine langjährige Tätigkeit. Die Frage ist, wer wird die Nachfolge antreten? Die besten Aussichten hat Florian Exner aus Münster.
Die Berücksichtigungen in der Champions League unterstreichen, dass die deutschen Schiedsrichter nach wie vor zur absoluten Spitze zählen, obwohl sie im Inland von den zahlreichen Sesselexperten zumeist heftig kritisiert werden.