David Beckham als künftiger FIFA-Präsident? Warum nicht? Ein Mann mit Weltruf, der sich wie nur wenige in sämtlichen Bereichen des Fußballs auskennt.
Der 51-Jährige ist als legendärer Spieler und Leistungsträger der englischen Nationalmannschaft in die Geschichte des Weltfußballs eingegangen und war nach dem Ende seiner Laufbahn verschiedenen Funktionen tätig. In Erinnerung geblieben sind vor allem seine punktgenauen Flanken, getimten Eckstößen und legendären Freistoßtore. Dem 1975 im Londoner Stadtbezirk Leytonstone geborenen Engländer wurden zahlreiche Titel und hohe Auszeichnungen zuteil.
Ein Kandidat, den die UEFA als ernsthaften Gegenkandidaten des amtierenden Präsidenten Gianni Infantino in Erwägung ziehen sollte. Ein Versuch ist es allemal wert. Auf der Insel wird verbreitet, man müsse ihn nur fragen, dann würde er es machen. Beckham ist unabhängig, hätte es finanziell nicht nötig, sich bei der FIFA bedienen zu müssen. Der Weltverband würde mit ihm ein völlig neues Gesicht erhalten.
Im Gespräch ist mit Arsene Wenger ebenfalls eine Persönlichkeit des Fußballs, bekannt vor allem als Trainer. Allerdings ist der Franzose bereits 77 Jahre alt. Er ist als Direktor für globale Fußballförderung bei der FIFA beschäftigt und Infantino unterstellt. Ihren Verzicht hatten die Präsidenten der Kontinentalverbände UEFA, Aleksander Ceferin aus Slowenien und der Kanadier Victor Montagliani für Nord- Mittelamerika und Karibik (CONCACAF), erklärt. Beide wollen 2027 in ihrer Funktion wiedergewählt werden.
Die Kandidatenfrist läuft am 18. November ab. Sollte sich bis dahin kein kompetenter Kandidat finden, dürfte der Wiederwahl des höchst umstritteten Infantino nichts im Wege stehen. Interessant ist die Stimmenaufteilung der Kontinente. Die UEFA mit 55 und der CONCACAF (35) bringen es zusammen auf 90 der 211 Stimmen.
Im Asiatischen Verband (AFC) bestehen unterschiedliche Meinungen. Um die absolute Mehrheit von 106 zu erreichen, werden 16 der 46 Stimmen aus Asien benötigt. Südamerika (CONMEBOL), Afrika (CAF) und Ozeanien (OFC) stehen mit ihren insgesamt 75 Stimmen geschlossen für eine Wiederwahl des Schweizers Infantino.
