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Manuel Gräfe

Gräfe kritisiert Gerach scharf: „Ein Schlag für den HSV mitten ins Gesicht“

Hamburg Nach der 2:1-Niederlage (0:0) des HSV beim SC Freiburg stand nicht nur das sportliche Ergebnis im Mittelpunkt, sondern vor allem die Leistung von Schiedsrichter Timo Gerach. Ex-Bundesliga-Referee und TV-Experte Manuel Gräfe nahm die strittigen Szenen öffentlich unter die Lupe und fand deutliche Worte.

Kurz nach der überraschenden HSV-Führung durch Luka Vušković, der einen Eckball per Kopf verwertete, geriet Gerach ins Zentrum der Diskussion. HSV-Verteidiger Daniel Elfadli kam im Strafraum gegen Freiburgs Angreifer Lucas Höler zu spät – der Unparteiische entschied auf Elfmeter und zeigte Elfadli Gelb-Rot. Vincenzo Grifo verwandelte zum 1:1.

Gräfe ordnete die Szene differenziert ein

„Es gab einen Kontakt, den der Freiburger dankend annimmt. Ich persönlich hätte es bevorzugt, wenn ein solcher Elfmeter nicht gepfiffen wird. Es ist keine klare Fehlentscheidung, daher auch nichts für den VAR. Der minimale Kontakt reicht formal zwar aus, allerdings stellt der Angreifer das Bein nochmals auf und geht dann zu Boden als er sieht der Ball ist zu weit weg. Solche Minimalberührungen sind normalerweise kein Elfmeter – akzeptabel ist die Entscheidung dennoch, weil eben ein minimaler Kontakt vorliegt.“

Deutlich schärfer fiel Gräfes Urteil zur zweiten Schlüsselszene aus. Beim 2:1-Siegtreffer der Freiburger durch Igor Matanović ging dem Tor ein Ellenbogenschlag von Johan Manzambi gegen HSV-Verteidiger Jordan Torunarigha voraus. Gerach ließ weiterspielen, der Treffer zählte.

Gräfe dazu unmissverständlich

„Das war ein Schlag mitten in die Fresse. Der Ellenbogen geht klar ins Gesicht des HSV-Verteidigers. Mit der Begründung, das sei ‚fußballtypisch‘, tut sich der Schiedsrichter keinen Gefallen. Das ist ein Foul, da gibt es nichts schönzureden. Hier hätte der VAR eingreifen müssen. Während ich bei der ersten Szene noch mitgehen kann, ist die zweite klar falsch.“

Der 52-Jährige, der in seiner Karriere 289 Bundesligaspiele leitete, zeigte Verständnis für den Frust der Hamburger. Insgesamt bewertet Gräfe die Spielleitung als schwierig – mit einer Entscheidung, die den HSV besonders hart traf und zum berechtigten Ärger führte.

Ist Gerach noch bundesligatauglich?

IG-Mitarbeiter Dieter Albrecht: „Von Jahr zu Jahr verstärkt sich der Eindruck, dass Timo Gerach den Anforderungen an einen Bundesliga-Schiedsrichter nicht gewachsen ist. Er produziert bei seinen Einsätzen zu viele strittige Entscheidungen. Hinzu kommt seine schlechte Kommunikation in der Außendarstellung. Eine Rückversetzung in Liga zwei, wie einst bei Dr. Kampka, wäre durchaus angebracht. Das wird wohl nicht passieren, Gerach rettet sich über die Zeit, kann von der erheblichen Fluktuation in den kommenden Jahren profitieren.

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. Manfred Iba

    Ganz klarer Heimschiedsrichter.
    Das geht alles gar nicht.
    Schon die gelbe Karte am Anfang gegen Elfadli war ein Witz.
    Der nächste Hammer war der geschundene Elfmeter.
    Dann zur absoluten Krönung noch das irreguläre Siegtor.
    Man könnte meinen, der Schiri war bestochen.

    1. Dieter Albrecht

      Bitte den Anstand wahren. Sie disqualifizieren sich selbst. Es geht eindeutig zu weit, von Bestechung zu sprechen.

  2. Hans Peter Bock

    Sorry,das hat mit Mut zu unpopulären Entscheidungen nicht’s mehr zu tun.
    Ich bei über vierzig jähriger Erfahrung:; bitte um mehr Fingerspitzengefühl!!!!!
    Aber: weiterhin gut Pfiff!!!!!

    1. Sven Ratzke

      Moin, der Vorwurf der Bestechung ist ein NoGo, da fehlt mir der Respekt vor den wenigen Frauen/Männern in schwarz, die noch gewillt sind, sich trotz aller Vorurteile ins Spielfeld zu stellen und dort Entscheidungen zu treffen….das war ein brutales Eigentor.
      Ich sage das als HSV-Fan….und wir mussten diese Saison schon einige haarige Entscheidungen akzeptieren,.
      Für mich stellt sich die Frage nach dem Nutzen des VAR – bei diesen Entscheidungen kann nan ihn auch weglassen! Etwas zum kontroversen Diskutieren bietet eigentlich jedes Spiel, ich brauche aber dieses Aufregerpotential nicht, ist doch NUR Sport (sagt ein Handballer)

  3. Holger jährig

    Ich habe entschieden den Eindruck das gewisse Schiedsrichter bewusst gegen uns pfeifen

  4. Dieter Hartmann

    Ich bin kein Fan irgendeines Vereins. Was ich sah : Gelb gegen Elfadli – falsch. Ein Top-Schiri zieht da keine Karte. Elfmeter-Szene – korrekt. Karte – falsch. Kein Fingerspitzengefühl des SR. Der Ellenbogen im Gesicht – klares Foul. Kein Tor. Der SR hat das Ergebnis des Spiels entscheidend beeinflusst. Leider. Danach ohne Einsicht. Vor allem deshalb untauglich für die Bundesliga. Weder auf dem Platz noch danach professionell genug.

  5. Hsvfansven

    Erkläre mir mal Jemand, warum der Schiri die Gelbe Karte ziehen muss? Es gab zwei weitere Elfmeter an dem Tag, wo es keine Karte gab, obwohl die Fouls viel intensiver waren. Die Schiris mutieren immer mehr zu Selbstdarstellern. An dem Tag hat sich der Schiri hoffentlich selbst Disqualifiziert. Aber vielleicht sollte man mal abklären ob es da nicht Bezug zur Wettmafia gibt. Der Herr ist immerhin im Eventmanagement tätig, wo immer zwielichtige Personen agieren! Auf alle Fälle muss es Konsequenzen geben.

  6. TORSTEN HARMS

    Also ich bin Schiedsrichter und hätte das Tor auch gegeben denn nicht der Arm geht zum Gesicht sondern andersrum. Wer sich die Szene genau anguckt sieht das der Arm schon oben ist und dann kommt der Kopf. Es ist kein Schlag und damit ein korrektes Tor

    1. Dr. Peter Westrich

      Als ehemaliger Schiedsrichter im südwestdeutschen Amateurverband sage ich folgendes hierzu: Der Video-Referee hätte Gerach zumindest auffordern müssen, sich die Strafraumsituation nochmals anzusehen. Andererseits vermute ich, Gerach hatte n seinerc Position einen klaren Blick auf das Geschehen und seine Wahrnehmung war eben, kein Foul gesehen zu haben, was er dann genauso wohl dem Kölner Keller mitteilte, so dass kein Eingreifen des VideoAssistenten erfolgte. In der Premier League hätte der Treffer wahrscheinlich auch Anerkennung gefunden. In der Bundesliga, so wie alle Schiedsrichter bisher in vergleichbaren Situationen entschieden haben, war es mE ein klares Foul, so dass Tor nicht hätte zählen dürfen.

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