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Harter Schiri Gerach sorgt für Fanfrust

Mit einem umstrittenen Siegtreffer verlor der HSV in Unterzahl in Freiburg. Bei den beiden anderen Spielen gab es keinen Sieger. 

SC Freiburg – Hamburger SV 1:1 (SR: Timo Gerach)

Szene 1: Frühe Gelbe Karte für Daniel Elfadli (HSV) nach einem robusten Zweikampf am Boden gegen Yuito Suzuki kurz hinter der Mittellinie. Hohes Bein/offene Sohle, Suzuki geht zu Boden – Timo Gerach pfeift sofort Foul + Gelb. Die erste gelbe Karte war Grenzwertig bis streng, aber vertretbar. Elfadli geht relativ aggressiv in den Zweikampf am Boden → offene Sohle, kommt etwas hoch ins Schienbein/Bein von Suzuki → das allein wäre schon ein klares Foul (viele sehen hier mindestens Gelb als vertretbar). Gleichzeitig hält Suzuki Elfadli aber auch am Trikot/Arm fest und zieht ihn teilweise mit runter → das sieht man oft erst in der Zeitlupe, wird aber im Live-Bild ein „Gegenseitiges Halten/Foul“. Gerach entscheidet sehr schnell und sehr konsequent auf Foul + Gelb für Elfadli. Das war ein relativ harmloses Foul dann wurde Elfadli gehalten. Ein Foul für Gelb sowohl in die eine als andere Richtung. Für mich Gelb eine harte Entscheidung.

Nach der harten gelbe Karte gab es im Laufe der ersten Halbzeit mehrere harte Einsteiger (vor allem von beiden Seiten), die teilweise nur durchgespielt wurden. Bei Fouls gegen HSV-Spieler (z.B. Muheim oder Jatta) lieft Referee Gerach öfter „weiterlaufen“, während bei umgekehrten Situationen schneller gepfiffen wird. Keine großen VAR-Eingriffe bisher, aber die Stimmung ist angespannt Die größte Kontroverse bleibt wirklich die Elfadli-Gelb – sie hat den HSV früh in eine defensive Haltung gezwungen und wird als spielentscheidend empfunden (auch wenn das Ergebnis noch offen ist). 

Szene 2: Eine ganz bittere Szene für den HSV und Daniel Elfadli. Daniel Elfadli geht in den Zweikampf im Strafraum – leichter Kontakt hinten an der Ferse/Achilles (viele nennen es „minimal“ oder „kaum spürbar“). Der Freiburger fällt erst deutlich verzögert (also nicht sofort durch den Kontakt, sondern etwas später) – klassischer Fall von „soft penalty“ oder „simulation-adjacent“. Schiedsrichter Timo Gerach pfeift sofort Elfmeterkein VAR-Eingriff. Der Minikontakt an der Ferse/Achilles, Spieler fällt verzögert, aber im Strafraum → nach aktueller Schiedsrichter-Richtlinie (Schutz des Angreifers, „any contact“ kann reichen, wenn der Fall plausibel ist) ein harter Elfmeter. Für mich, ist der Kontakt im Strafraum aber viel zu wenig um auf Elfmeter zu entscheiden. Ein typischerweise soft-penalty.Vorallem, weil der Spieler nicht direkt fällt – daher kann der Kontakt nicht ursächlich für das Fallen gewesen sein. Zweite Verwarnung? Foul im Strafraum zur Chancenverhinderung, vorher schon Gelb → automatisch Gelb-Rot, keine Wahl, wenn der Schiri pfeift. VAR hat nicht eingegriffen (kein „clear and obvious error“).

Szene 3: In Mute 83 erzielte Freiburg den Siegtreffer. Zuvor gab es ein Luftduell zwischen Manzambi und Torunarigha, bei dem der Hamburger zu Boden ging und sich das Gesicht hielt. Beide springen hoch zum Ball, Torunarigha (HSV) geht zu Boden und hält sich sofort das Gesicht (typische Geste, wenn man einen Schlag/Ellbogen/Kontakt ins Gesicht spürt). Manzambi (Freiburg) geht aggressiv ins Duell, sein Arm/Ellbogen könnte dabei nah am Kopf von Torunarigha gewesen sein oder sogar leichten Kontakt gehabt haben (einige sprechen von „Elbogenschlag“ oder „Arm raus beim Sprung“). Für mich ein Foul. 

1.FSV Mainz 05 – 1. FC Union Berlin 1:2 (SR: Bastian Dankert)

Szene 4: Leopold Querfeld geht von hinten konsequent gegen den frisch verpflichteten Mainzer Stürmer Phillip Tietz in den Zweikampf – und das mittig direkt an der eigenen Strafraumgrenze (also knapp außerhalb des Sechzehners, wahrscheinlich 17 Meter zum Tor). Querfeld trifft den Ball klar und sauber (kein reines Mann-Foul, sondern Ballführung + Gegenspieler-Kontakt). Er kam von hinten, ist aber nicht rücksichtslos oder mit gestrecktem Bein unterwegs – eher ein typischer Verteidiger-Zweikampf am Rande des Erlaubten. Kein Elfmeter – und das ist auch völlig unstrittig. Der Schiedsrichter ließ laufen oder pfeift höchstens Freistoß für Mainz, aber definitiv kein Strafstoß. Insgesamt: Sehr gute, mutige Aktion von Querfeld – er riskierte viel, belohnt sich aber mit Ballgewinn und verhindert eine hochkarätige Chance für den neuen Mainz-Stürmer. Solche Zweikämpfe genau an der Strafraumkante entscheiden oft Spiele in engen Partien wie diesem. Im Zweifel eher laufen lassen.

Fazit: Bastian Dankert war ein sehr unauffälliger, solider Auftritt ohne große Kontroversen. Er pfiff ruhig und konsequent, ließ viel laufen (typisch für ihn), ohne übertrieben viele Unterbrechungen. Karten: Wenige Gelbe (z.B. eine frühe für Diogo Leite in der 19. Minute wegen Foul/Roughing), insgesamt niedrig; Keine Elfmeter, keine Roten Karten, kein VAR-Eingriff – auch die Querfeld-gegen-Tietz-Szene (von hinten, Ball sauber getroffen) wurde korrekt durchlaufen gelassen (wie wir vorher besprochen haben: im Zweifel laufen lassen).

1.FC Heidenheim – 1.FC Köln 2:2 (SR: Robert Schröder)

Szene 5: In der 37. Minute ein vermeintlicher Elfmeter für Köln. Ein Kölner Angreifer drang in den Strafraum ein und kam bei einem Zweikampf mit einem Heidenheimer Verteidiger zu Fall – es gab Körperkontakt von hinten/seitlich, der Angreifer ging runter. Schiedsrichter Robert Schröder ließ durchspielen, weil er den Kontakt als minimal oder nicht foulwürdig einstufte – der Verteidiger hatte den Ball zumindest gestreift/berührt, und es war kein klares Umreißen oder Halten. Köln-Fans sehen das als klaren Elfmeter, weil der Angreifer Schwung hatte und der Kontakt ausreichte, um ihn zu Fall zu bringen. Heidenheim-Seite und neutrale Beobachter: Vertretbar, kein klares Foul, hohe Schwelle für Elfer in der aktuellen Linie. Für mich ist es auch zu wenig für ein Foulspiel und definitiv kein Elfmeter.

Fazit: In der Voith-Arena leitete Robert Schröder (Hannover) das Spiel – und es war für ihn ein relativ unauffälliger, solider Job ohne riesige Skandale oder VAR-Eingriffe. Er pfiff konsequent, ließ viel laufen (typisch für ihn, er gilt als Referee, der das Spiel nicht unnötig zerstückelt).

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Michael

    Gerach einfach mal wieder inhaltlich und kommunikativ unterstes Niveau. Wie so jemand erste Bundesliga pfeifen darf ist mir absolut schleierhaft. Er bringt das ganze Schiedsrichterwesen in Verruf.

    1. G. Fuchs

      …und wieder einmal bleibt de VAR Stumm und versäumt es somit, eine schwache SR-Leistung zu retten…und für Hr. Kircher scheint soweit alles ok…Schade.

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