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Schiedsrichter entscheidet klar falsch und wurde vom VAR gerettet

1.FC Heidenheim – VfB Stuttgart 3:3 (SR: Sascha Stegemann)

Szene 1: Nach etwa einer halben Stunde löste eine Szene viel Diskussionen aus. Statt dem Tor für Stuttgart, gab es einen Foulelfmeter für Heidenheim auf der anderen Seite.

Die Entscheidung selbst ist korrekt. Es gab im Stuttgarter Strafraum einen klaren Kontakt, als Maximilian Mittelstädt Eren Dinkci am Bein traf. Die TV-Bilder zeigten den klaren Kontakt, der als Foul gewertet wurde. Kein reines Blocken des Balls, sondern ein Treffer am Mann. Regeltechnisch passt es zu Foul durch Treten. Der Punkt ist aber, Schiedsrichter Sascha Stegemann sieht das Foul aus nächster Nähe bei freiem Blick und ließ den Zweikampf weiterlaufen. Aus dem nachfolgenden Gegenangriff fiel dann das Tor für Stuttgart, was die Entscheidung für die Schwaben doppelt bitter macht. Erst wird ihnen ein offensichtlich reguläres Tor aberkannt und sie bekommen auf der anderen Seite den Elfmeter gegen sich. Aber das eindeutige Foul nicht zu erkennen, ist der entscheidende Kritikpunkt der Schwaben. Die klare offensichtliche Fehlentscheidung wurde erst durch den Video-Assistent korrigiert. Ein Schiedsrichter in der höchsten Spielklasse Deutschlands MUSS sowas ohne VAR erkennen. Wenn man so ein eindeutiges Foul nicht erkennt, muss er zwingend zur Nachschulung oder bekommt eine Pause.

Und das sollte auch mal das kicker-„Fachmagazin“ endlich in seinen Bewertungen berücksichtigen. Nur weil eine Entscheidung nach VAR korrekt ist, kann der Schiedsrichter nicht mit einer positiven 2,5 damit belohnt werden. Aber das der kicker dies so schlimm bewertet, ist mittlerweile wöchentlich so. Sieht man auch bei Luca Jürgensen und dem falschen Handelfmeter in München (2,0).

Lag auch dank VA-Hilfe bei den zentralen Entscheidungen richtig. Kleines Manko: Hätte Gimber für dessen Foul an Demirovic verwarnen müssen (47.).

Ein Benjamin Brand erhält trotz korrekter Entscheidung eine „4“ und Stegemann liegt klar falsch bekommt eine 2,5. Da werden die Noten sprichwörtlich gewürfelt und deshalb sind diese Bewertungen für den Aufstieg der Schiedsrichter niemals maßgeblich.

Der VAR ist nach Regelwerk und Protokoll kein zweiter Schiedsrichter, der eigenständig entscheidet oder die Linie des Platzschiedsrichters einfach überschreibt. Stattdessen ist er explizit als Rückfallebene („safety net“ oder „fallback“) gedacht. Ich vermute, Stegemann hat sich in der Szene auf den Oberkörper konzentriert, ob es zu einem schieben kommt und dabei den Tritt unten übersehen. Deshalb hat der VAR nach erfolgter Kommunikation eingegriffen, da der Unparteiische eine falsche Wahrnehmung auf dem Spielfeld hatte. Bei allen Ärger um den Videobeweis, hier war die Entscheidung korrekt, auch wenn sie ganz bitter für Stuttgart ist. [TV-Bilder – ab 02:10 Minuten]

Szene 2: Noch vor der Pause gab Sascha Stegemann dann einen Elfmeter für den VfB, einer der klareren Momente für Stegemann. Christian Conteh kreuzt den Weg von Chema Andrés – es ist ein plumper, klarer Tritt am Knie. Im Gegensatz zur ersten VAR-Szene (Mittelstädt-Dinkci, wo Stegemann live nichts pfeift und der VAR korrigiert) war das hier eine 100% On-Field-Entscheidung von Stegemann: direkt, souverän und unstrittig. [TV-Bilder – ab 03:25 Minuten]

Szene 3: Demirovic köpfte nach einer Flanke ein. Der VAR griff ein: die halbautomatische Abseitstechnologie meldet eine knappe Abseitsstellung. Der VAR erkannte das Tor ab. Der VfB argumentierte sofort: Die Abseitslinie sei falsch gezogen worden – nicht bei Stefan Schimmer (dem Spieler, den der VAR als letzten Verteidiger nahm), sondern bei Omar Traoré (dessen Hacke/Fußspitze im Bild weiter hinten schien und potenziell die Linie weiter nach hinten verschoben hätte → Demirovic dann onside). Das führte zu Vorwürfen wie „VAR-Fehler“, „falsche Kalibrierung“ und Frust-Sätzen von Demirovic („Mittlerweile Quatsch“, „Du darfst schon gar nicht mehr jubeln“) und Hoeneß (der das Spiel als „brisant“ bezeichnete).

VfB-Stürmer Ermedin Demirovic wurden durch Sascha Stegemann & Co. am Sonntag gleich zwei Tore verwehrt – eines wegen einer knappen Abseitsstellung.

Der DFB hat sich am Montag via Alex Feuerherdt, Leiter Kommunikation DFB Schiri GmbH explizit geäußert: Die Linie wurde korrekt gezogen. Zitat sinngemäß:

„Es ist knapp, aber eindeutig Abseits. Die halbautomatische Abseitstechnologie hat die Situation korrekt erfasst, das hat auch die anschließende Überprüfung durch den VAR ergeben.“

Sie betonen: Kein übersehener Spieler, der Eindruck täuschte (Reverse-Kamera und andere Perspektiven bestätigen das). Es sei „alles korrekt gelaufen“. Trotzdem räumt der DFB ein, dass es extrem eng war – und diskutiert intern sogar einen möglichen Toleranzbereich (wie in anderen Ligen schon getestet), um solche Millimeter-Entscheidungen künftig zu entschärfen. [TV-Bilder – ab 04:50 Minuten]

 

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Abdullah

    Stegemann ist eine einzige Katastrophe. Steht vier Meter daneben bei freier Sicht und deutet Ball gespielt an. Unfassbar und der Typ ist auch noch FIFA Schiedsrichter. Ständig grobe Böcke…. Peinlich

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