Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert hat in einem kniffligen Champions League-Endspiel die Übersicht behalten – und wurde für seine Spielleitung in Budapest gelobt.
Der deutsche Referee behielt im Finale der Königsklasse die Übersicht – trotz kniffliger Szenen.
Es sei ein „unmenschlicher Druck“, der auf einem solchen Finale laste, sagte Ex-Referee Torsten Kinhöfer als Experte im ZDF: „Da muss man den Hut vor ziehen.“ Siebert habe „Werbung für das deutsche Schiedsrichterwesen“ geliefert.
Dem schloss sich der deutsche Schiedsrichterchef Knut Kircher an. Siebert und dessen Team hätten „in diesem anspruchsvollen Spiel ein sehr fokussiertes und geradliniges Spielmanagement mit klarster Linie“ gezeigt. „Das deutsche Schiedsrichterwesen ist sehr stolz auf alle und gratuliert zu diesem tollen Spiel, was für immer bleiben wird“, sagte Kircher gegenüber dem SID.
Daniel Siebert, EM-Referee von 2021 und 2024, habe eine „natürliche Autorität“ ausgestrahlt, ergänzte Kinhöfer: „Er war bei den populären Entscheidungen immer präsent und hat alles im Griff behalten.“ Der FC Arsenal haderte nach der Niederlage im Elfmeterschießen (3:4) gegen Paris Saint-Germain jedoch vor allem mit Sieberts Entscheidung in einer Szene.
„Stark, das in Realgeschwindigkeit zu sehen“
Siebert hatte zunächst nach einem Foul von Cristhian Mosquera an Chwitscha Kwarazchelia umgehend und richtigerweise auf Strafstoß für PSG (62.) entschieden. „Das ist die absolut richtige Entscheidung. Und es ist stark, das in Realgeschwindigkeit zu sehen“, lobte Kinhöfer.
Kniffliger wurde es in der Verlängerung (102.), in der besagten Szene. In einem Zweikampf mit Nuno Mendes kam Arsenals Noni Madueke im Strafraum zu Fall, die Londoner tobten, Siebert ließ weiterspielen und verwarnte Teammanager Mikel Arteta sowie Declan Rice nach lautstarken Protesten. „Ein Gerangel. Ich gehe konform mit ihm“, sagte Kinhöfer: „Das ist in der Verlängerung eines Finals kein Strafstoß. Beide halten, beide zerren.“
Siebert nicht für WM nominiert
Für Aufsehen hatte Siebert schon kurz vor der Pause gesorgt, als er ein Zeichen setzte: Da Bukayo Saka zu lange für die Ausführung einer Ecke brauchte, pfiff Siebert nach sechsminütiger Nachspielzeit zur Halbzeit und ließ Arsenal den Standard nicht mehr ausführen.
Siebert ist nach Hellmut Krug (1998), Markus Merk (2003), Herbert Fandel (2007) und Felix Brych (2017) erst der fünfte deutsche Schiedsrichter, der ein Finale der Königsklasse geleitet hat. Vom Weltverband FIFA wurde Siebert nicht für die bevorstehende WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) nominiert. Die FIFA entschied sich für einen anderen Berliner: Felix Zwayer.
Vom Kicker fasste er mit der 1,0 die Bestnote ab. „Rundum gelungene Leistung, lag beim Elfmeter für PSG richtig, ließ das Spiel gut laufen, nutzte Kommunikation statt Gelber Karten als Mittel, Szenen zu beruhigen und stellte sich so nicht selbst in den Mittelpunkt. Scheute sich aber auch konsequenterweise nicht, bei Ecken auf Zeitspiel zu achten und tatsächlich einen falschen Einwurf zu ahnden. Ließ sich auch nicht von Protesten beeindrucken. Korrekt ebenso, dass der Elfmeterpfiff gegen Madueke in der Verlängerung ausblieb.“

Eine der besten Schiedsrichterleistungen in einem CL-Finale überhaupt. UEFA-Chef Roberto Rosetti hat mit Daniel Siebert einmal mehr die absolut richtige Wahl getroffen. Leider wird es durch die FIFA nicht mehr zu einer Nachnominierung der WM kommen, obwohl dort einige Schiedsrichter aus verschiedenen Kontinenten den erhöhten Anforderungen dieses Weltturniers grundsätzlich nicht gewachsen sind. Das hat die Vergangenheit mehrfach gezeigt. Bei der WM 2022 kamen sieben nominierte Schiedsrichter lediglich als 4. Offizieller zum Einsatz. Hier wäre eine größere Flexibilität zwischen den Kontinentalverbänden und der FIFA angebracht.
Einmal mehr hat „der unfehlbare“ Manuel Gräfe wieder seinen Schmutzkommentar abgegeben. Der Karlsruher SC und andere lassen grüßen. Er selbst ist nie auch nur in die Nähe eines internationalen Finales gekommen. Mehr als geistiger Müll kommt nicht heraus. Jetzt gibt es noch ein zusätzliches Ärgernis. Fünf Jahre nach seinem unfreiwilligen Abschied aus der Bundesliga ist mit Dr. Max Burda wieder ein dritter Berliner Schiedsrichter ganz oben dabei. Da dürfte die Kritik nach dessem ersten Einsatz zur neuen Saison nicht lange auf sich warten lassen. Gräfe sollte mit seinen unqualifizierten Äußerungen besser schweigen. Seine Zeit ist abgelaufen. Wahrgenommen wird er als ein Außenseiter der Gesellschaft in der breiten Öffentlichkeit schon lange nicht mehr.
Puh Dieter. Anstatt hier die Weltklasse Leistung von Siebert zu würdigen und zu feiern kommt hier eine Hasstirade gegen Gräfe raus. Der lässt dich wohl nicht los. Dabei völlig uninteressant was der absondert.
Die Leistung von Daniel Siebert habe ich in verschiedenen Kommentaren in höchstem Maße gewürdigt. Es ist richtig Abdullah: Gräfe mit seinen ständigen Schmutzkommentaren lässt mich nicht los. Das ist keine Hasstirade, aber ich kann (oder will) einfach nicht verstehen, dass sich ein ehemaliger Spitzenschiedsrichter aus eigener Frustbewältigung auf das unterste Niveau begibt. Bei Sport 1 und dem ZDF ist er nicht mehr gefragt. Nun hat er sich bei BILD angedient. Mich würde dennoch interessieren, ob es zu meinen Lebzeiten noch zu einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main in der Berufung kommen wird. Der Fall liegt nun seit drei Jahren in der Schublade.
Ich finde Gräfe mittlerweile unerträglich und durch seine ständigen Unsachlichkeiten nimmt den ja niemand mehr ernst…
Das ZDF und SPORT 1 haben ihn längst ausgesondert. Dafür hat BILD dem beruflich untätigen Sportwissenschaftler eine neue Einkommensquelle zum Lebensunterhalt verschafft.
Zum BILD-Kommentar gegen Daniel Siebert: Hätte Gräfe doch einst so gepfiffen, wie er seine Schmähkommentare schreibt. Wir hätten in Deutschland den einmaligen, absolut fehlerlosen Superschiedsrichter erlebt.