Hand ist nicht gleich Hand

Hand ist nicht gleich Hand

18. April 2021 3 Von IG Schiedsrichter

Es war ja fast still geworden  um mein „Lieblingsthema“: Das Handspiel. Okay, dass hat sich spätestens seit gestern erledigt.

Von: Thorsten Kinhöfer; (aus der Printausgabe der BamS)

Spektakulär, wie Frankfurts Illsanker, nach einem Schuss von Gladbachs Bensebaini den Ball fast schon mit den Armen einklemmte. Dass, Schiedsrichter Deniz Aytekin trotzdem keinen Elfmeter gab, mag Ottonormalfan nicht ganz einleuchten, ist aber regeltechnisch korrekt, da der Ball von Illsankers Oberschenkel an den Arm gingt. Regel 12 besagt:

„Wenn der Ball im eigenen Strafraum direkt vom Kopf/Körper an Hand/Arm springt, liegt kein Vergehen vor.“

Unser „Handspielspezialist“ Felix Stark bewertete die Szene wie folgt 

Der Frankfurter zog dabei seinen linken Arm vor dem Körper, um nicht das Risiko einer Verbreiterung der Körperfläche einzugehen und bekam den Ball dann zwischen diesen und den völlig passiv hängenden rechten Arm. Einziger Sinn der Sache war hierbei, sich kleinzumachen, sodass Aytekin hier absolut richtig entschieden hat! Ein viel erwähntes „Einklemmen“ begründet auch noch überhaupt keine Strafbarkeit.

Anders ist die Lage allerdings, wenn sich ein Spieler den Ball selbst an die Hand bugsiert und unmittelbar darauf ein Tor entsteht. Das haben wir am Freitag bei Leipzig gesehen, wo Poulsen sich auf die Hand köpfte und das Leder von der Hand ins Tor ging. Zu Recht zählte der Treffer nicht. 

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