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Fehlender Handelfmeter für Leipzig

Neben dem fehlenden Handelfmeter in Heidenheim, ging es in den Samstagsspielen noch um das Spiel in Mainz, wo Daniel Siebert zweimal äußerst hart agierte.

Bayer 04 Leverkusen – SV Werder Bremen 1:0 (SR: Tobias Reichel)

Szene 1: Patrik Schick erzielte die frühe Bayer-Führung, allerdings mit unerlaubten Mitteln, als er den Ball an den Arm/die Hand bekam und dieser dann direkt ins Tor ging Doch Reichel ließ weiterspielen und VAR Benjamin Brand überprüfte. In den Bildern war zu erkennen, wie der Leverkusener den Ball beim Abschluss an den Arm bekam. Folglich kein Tor wegen des unmittelbaren Handspiels  vor dem Tor. Das passt zur offiziellen Linie: Hand/Arm am Ball → Tor ungültig, wenn es den Torschützen oder die Torentstehung beeinflusst. Bei natürlicher Armhaltung (Arm am Körper, nicht abgespreizt) ist es oft kein strafbares Handspiel. Aber wenn der Arm aktiv den Ball berührt oder vergrößert die Silhouette unnatürlich → Abpfiff, besonders wenn es zu einem Tor führt oder nah dran ist. In diesem Fall war es offensichtlich genug für Brand, keinen On-Field-Review zu empfehlen, da es sich um eine faktische Entscheidung handelt, muss der VAR den Treffer ohne eine On-Field-Review zurücknehmen.

Fazit: Tobias Reichel hat eine solide und unaufgeregte Leistung gezeigt. Bei am aberkannten Tor (14.) brauchte er aber VAR-Hilfe, die seine Bewertung leicht schmälerte. (Note: 2,5).

1.FC Heidenheim – RB Leipzig 0:3 (SR: Tobias Stieler)

Szene 2: Die Handspiel-Szene mit Benedikt Gimber (Heidenheim) im Spiel gegen RB Leipzig war die einzige wirklich diskutierte Schiedsrichter-Entscheidung – und sie fiel zugunsten von Heidenheim aus. In Minute 32 Steckpass auf einen Leipziger Angreifer blockt Gimber– den Ball mit seinem deutlich erhobenen Arm, gegen den der Ball prallt, Stieler pfiff keinen Elfmeter und ließ weiterspielen. VAR Pascal Müller hatte offenbar keine ausreichenden Bilder zur Verfügung um die Frage zu klären, war der Ball schon außerhalb oder noch innerhalb Strafraums war. Basierend auf dem Bild ist der Ball beim Kontakt mit dem Arm tatsächlich auf der Strafraumlinie. Nach den Regeln des IFAB gehört die Linie zum Strafraum – sie markiert die Grenze, aber alles auf oder innerhalb der Linie zählt als im Strafraum. Somit wäre der Kontakt innerhalb des Strafraums erfolgt. Es  handelt sich auch um ein strafbares Handspiel da die Krperfläche durch eine unnatürliche Armhaltung, absichtliches Berühren, wenn der Arm den Körper unnatürlich vergrößert, somit hätte das tatsächlich zu einem Elfmeter führen müssen. Der VAR hätte bei ausreichenden Bildern intervenieren und den Schiedsrichter zum On-Field-Review schicken sollen, um das zu klären. Es ist schade, wenn die verfügbaren Kamerawinkel nicht klar genug waren, aber dieses Bild spricht eine deutliche Sprache. 

Fazit: Stielerhat in dem Spiel solide eine und unauffällige Leistung gezeigt. Die Partie verlief weitgehend fair und ohne große Kontroversen. Eine potenzielle Handspiel-Szene im Strafraum wurde von Stieler und dem VAR (Pascal Müller) als nicht strafbar eingestuft, was aber als falsch zu bewerten war. (Note: 2,5)

1.FSV Mainz 05 – VfL Wolfsburg 3:1 (SR: Daniel Siebert)

Szene 3: Vinicius Souza traf Lee von hinten am Fuß, Siebert zeigte schnell auf den Punkt. Für mich eine harte Entscheidung. Der Kontakt zwischen Vinícius Souza und Jae-sung Lee war minimal und von hinten, aber Lee hob offenbar schon den Fuß oder initiiert den Sturz, bevor der Treffer wirklich eintraf. Wenn der Kontakt nicht die primäre Ursache für den Fall ist, würde das nach IFAB-Regel 12 gegen ein Foul sprechen – es könnte sogar in Richtung Schwalbe gehen, was eine Gelbe Karte für Lee rechtfertigen würde. Der Kontakt am Fuß ist da, deshalb auch keine Schwalbe, aber auch kein Foulspiel.
Schiedsrichter Siebert hatte direkt auf den Punkt gezeigt, und der VAR (Benjamin Cortus) hat nicht interveniert, was impliziert, dass sie den Kontakt als ausreichend für ein Foul eingestuft haben. Aber bei solchen „leichten“ Berührungen im Strafraum ist es oft subjektiv: Der Verteidiger kam zu spät, Lee stellt clever den Körper dazwischen – typisch für moderne Interpretationen, wo „erwarteter Kontakt“ eine Rolle spielt. Dennoch: Ohne klare Bilder oder Slow-Motion ist es schwierig. Insgesamt eine Grauzone, die den Frust bei Wolfsburg-Fans verständlich

Szene 4: In der Schlussphase gab es einen Handelfmeter für Mainz. Schiedsrichter Siebert entschied schnell und zeigte auf auf den Punkt. Dabei spielt die Distanz eine entscheidende Rolle bei der Bewertungdes Handspiels. Nach den aktuellen IFAB-Regeln ist ein Handspiel nur strafbar, wenn der Arm den Körper unnatürlich vergrößert oder der Kontakt absichtlich herbeigeführt wird. Wenn der Ball aus kurzer Entfernung (wie hier 2 Meter) kommt, der Spieler keine Reaktionszeit hat und der Arm in einer natürlichen Position ist – also nicht abgestreckt oder über Schulterhöhe – , gilt das meist nicht als Hand. Es sieht so aus, als ob Pejčinović hier einfach Pech hatte, ohne dass er aktiv etwas dafür konnte. Der Arm vergrößert zwar den Körper, aber er ist einfach in der Schussbahn, ohne dass der Arm zum Ball geht. Der VAR hätte das berücksichtigen sollen, aber bei unklaren Bildern bleibt es oft beim On-Field-Entscheid. Insgesamt würde ich hier auch gegen einen Elfmeter plädieren, trotz der Position auf der Linie.

Fazit: Siebert hat das Spiel solide geleitet, aber sich zwei umstrittene  Entscheidungen geleistet, So war der Foulelfmeter hart und auch der Handelfmeter nicht den Regeln entsprechend. Für mich eine Note zwischen 3 und 4.

1.FC Union Berlin – Borussia Dortmund (SR: Robert Hartmann)

Szene 5: Robert Hartmann hat im Topspiel des 19. Spieltags eine solide und konsequente Leistung gezeigt. Die Partie im Stadion An der Alten Försterei verlief fair, mit nur einer Gelben Karte (an Emre Can in der 59. Minute nach einem Foul und einer Rudelbildung). Keine Roten Karten, und Hartmann pfiff insgesamt wenige Fouls in einer physischen, aber kontrollierten Begegnung. Besonders die Elfmeter-Entscheidung in der 10. Minute – nach dem Foul von Frederik Rönnow an Serhou Guirassy, der den Ball nach einer Grätsche von Philipp Querfeld zurückerobert und dann umgerannt wird – wurde als klar korrekt bewertet: Hartmann zeigte sofort auf den Punkt, und es gab keinen Widerspruch vom VAR (Guido Winkmann).

Szene 6: Später gab es eine umstrittene Szene beim 2:0 durch Nico Schlotterbeck, wo Union einen Foul von Guirassy an Ilyas Ansah reklamierte, aber das Tor stand ohne VAR-Eingriff. Für mich zählte der Treffer zu Recht, Guirassy hatte Gegenspieler Ansah auch nicht klar gestoßen beziehungsweise an der Verteidigungsarbeit gehindert. Das ist ein handelsüblicher Zweikampf.

FC Bayern München – FC Augsburg 1:2 (SR: Dr. Florian Exner)

Keine strittigen Szenen und großen Aufreger. Florian Exner hat in dem Spiel eine solide und weitgehend unauffällige Leistung gezeigt. Nur eine Gelbe, keine Rote Karte, Elfmeter und keine VAR-Intervention. Insgesamt eine konsequente Linie, die den Fokus auf dem Spiel ließ, auch bei Bayerns erster Ligapleite.

Eintracht Frankfurt – TSG Hoffenheim (SR: Sven Jablonski)

Keine strittigen Szenen oder große Kontroversen. Sven Jablonski hat in dem Spiel eine solide und weitgehend unauffällige Leistung gezeigt. Die Partie in der Deutsche Bank Park verlief fair, mit nur wenigen Fouls und ohne nennenswerte Aufreger. Insgesamt eine konsequente Linie, die den Fokus auf dem Spiel ließ, trotz Hoffenheims starker zweiten Halbzeit. Aktuell ist der Bremer wie in einem Rausch. Nach seinem vier aufeinanderfolgenden Champions-League-Spielen und seiner Beobachtung unter dem UEFA-Boss befindet sich Jablonski sprichwörtlich in einem Flow. Es scheint als sicher zu sein, als wenn er aktuell unsere Nummer 1 auf internationaler Bühne wird.

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