Auch in der 2. Liga waren die Leistungen im GroĂen und Ganzen richtig gut. So zeigten zum Beispiel Jarno Wienefeld 🥇 in Dresden, Robert Kampka 🥈 in Kiel und Felix Prigan 🥉 in FĂŒrth ausgesprochen gute Leistungen. Leider gab es aber auch, wie in der Bundesliga, groĂe Aufregung um Robin Braun auf Schalke der eine rote Karte der einen Vergleich auf ein Vergehen eines MĂŒnchners in Leverkusen nach sich zog und einen Elfmeter gab und einen Treffer fĂŒr Hannover letztlich anerkannte. Unsere Spieltagsanalyse und die Top3 des Spieltags:
Platz 🥇 – Jarno Wienefeld:
Schiedsrichter des Spieltags in Liga 2 ist diesmal der Hamburger Jarno Wienefeld der bei der Partie Dynamo Dresden – PreuĂen MĂŒnster Sonntag im Einsatz war. Das Spiel war sehr schnell entschieden aus sportlicher Sicht, da Dresden schon in Halbzeit 1 zeigte, wer als Sieger vom Platz geht. Bedeutet auch, dass der weitere Spielverlauf einfach fĂŒr Wienefeld war, jedoch soll das nicht Wienefeld’s sehr souverĂ€ne und kommunikative Art an diesem Tag schmĂ€lern, da er ĂŒber 90 Minuten mehr als sicher agierte! Sehr gute Leistung vom Hamburger!
Platz 🥈 – Dr. Robert Kampka:
Auf dem zweiten Platz haben wir den erfahrenen Robert Kampka aus Köln der am Samstag die Partie Kiel – NĂŒrnberg leitete. In zwei Situationen war er besonders gefordert, als er um einen möglichen Handelfer fĂŒr NĂŒrnberg und einen Zusammenprall gegen den Kieler Torwart beurteilen musste. Hier zeigte sich gut die Erfahrung und Ruhe solche Szenen souverĂ€n zu bewerten, da beide Situationen richtig waren vom Schiedsrichter! Ansonsten auch er mit einem sehr ĂŒberzeugenden Spiel!
Platz 🥉 – Felix Prigan:
Auf dem dritten Platz haben wir aus Deizisau den jungen Felix Prigan der am Freitagabend die Partie Greuther FĂŒrth – SV Elversberg bekam. Auch Prigan war in zwei Szenen gefordert, als er in der ersten richtig auf Elfmeter fĂŒr Elversberg entschied, der anschlieĂend verschossen wurde. Die zweite Szene war aus Schiedsrichtersicht wirklich hervorragend gelöst, als er beim 2:0 der FĂŒrther einen ĂŒberragenden Vorteil anzeigte und die Situation abwartete. Viele Schiedsrichter wĂŒrden die Situation vorzeitig abpfeifen, aber Prigan bewies hier einen sehr aufmerksamen Ăberblick der Spielsituation! GroĂes Lob an den jungen Mann!
FC Schalke 04 – Hannover 96 2:2 (SR: Dr. Robin Braun)
Szene 1: DĆŸeko ging mit hohem Bein zum Ball, traf Chakroun unabsichtlich mit den Stollen am Bauch â kein Tritt ins Gesicht aber das Bein war deutlich ĂŒber Ballhöhe und der Kontakt war wuchtig und hart. Schiedsrichter Robin Braun entschied auf Rote Karte wegen gefĂ€hrlichen Spiels auch ohne Absicht möglich, wenn die Sicherheit des Gegners gefĂ€hrdet wird. Regeltechnisch stellt ein solches Einsteigen mit der Sohle in den Bauchbereich eines Gegners eine rote Karte dar.
Hier ist aber die fehlende Linie das Problem. Ich kann nicht mit der Sohle jemanden in den Bauch treffen. Das ist fĂŒr den Gegner gefĂ€hrlich. Bei Luis Diaz gab es keine rote, der das Bein ĂŒber Kopfhöhe nahm und den Leverkusener mit der Sohle am Kopf trifft. [TV-Bilder – ab 02:30 Minuten]
Leider wird da manchmal von den Schiedsrichtern mit zweierlei Maà gemessen. WÀre tagszuvor Diaz nach seinem sehr hohen Bein und den Kopftreffer vom Platz geflogen, hÀtte es auf Schalke wohl auch jeder akzeptiert, denn man nimmt mit dieser Spielweise die Gesundheit des Gegners in Kauf.
Szene 2: Die Schalker haderten aber in der Folge auch mit dem Elfmeter. Aseko Nkili ist im Strafraum schneller als Katic am Ball und wurde dann vom Defensivmann zu Fall gebracht. Der Elfmeter blieb aber auch nach VAR-Kontrolle bestehen. Sehr fragwĂŒrdig, weil wenn ich im FuĂball den Ball spiele/berĂŒhre soll es keine Elfmeter geben. Insofern haderten die Schalker zu Recht. [TV-Bilder – ab 03:20 Minuten]
Szene 3: In einer dramatischen Schlussphase erzielte 96 den Anschlusstreffer. Nach einer Ecke köpfte Benedikt Pichler den Ball an die Latte. Maik Nawrocki staubte den Abpraller per Kopf aus kurzer Distanz ab und traf zum zwischenzeitlichen 2:1-Anschluss. ZunĂ€chst ging die Abseitsfahne hoch, der VAR prĂŒfte die Situation minutenlang. TatsĂ€chlich hob aber Ayran das Abseits letztlich auf â der Treffer zĂ€hlte! [TV-Bilder – ab 04:00 Minuten]
Hertha BSC – VfL Bochum 1:1 (SR: Michael Bacher)
Szene 4: Kurz vor der Halbzeitpause zog Dawid Kownacki am linken Strafraumeck in die Mitte. Noah Loosli kam zu spĂ€t und rĂ€umt Kownacki klar ab â ein klassisches Foul im Strafraum. Schiedsrichter Michael Bacher zeigt sofort auf den Punkt: StrafstoĂ fĂŒr Hertha unstrittig! [TV-Bilder – ab 02:00 Minuten]
Arminia Bielefeld – SC Paderborn 2:2 (SR: Patrick Ittrich)
Szene 5: Paderborn ging frĂŒh in FĂŒhrung: In der 9. Minute trafen die GĂ€ste im Nachsetzen â der Ball landete im Netz! ZunĂ€chst zĂ€hlte der Treffer. Bei genauer Betrachtung und nach VAR-ĂberprĂŒfung stand Laurin Curda im Abseits. Vor allem: Curda blockierte Bohacik massiv der dadurch nicht mehr eingreifen konnteo. Ein klassischer aktiver Abseits-Einfluss (interfering with an opponent), der den Treffer ungĂŒltig machen mĂŒsste. [TV-Bilder – ab 0:10 Minuten]
Szene 6: Ruben MĂŒller wollte einen Elfmeter herausholen â er ging im Strafraum zu Boden und appellierte lautstark. Der Kontakt von Bohacik war sicher da, aber auch zu wenig fĂŒr einen klaren Elfmeter: MĂŒller war schon im Fallen, der Schiri Ittrich pfiff deshalb unstrittig kein StrafstoĂ! [TV-Bilder – ab 01:35 Minuten]
Szene 7: Kurz vor der Halbzeitpause kam Mika Baur nach einer abgewehrten Ecke zum zweiten Anlauf von rechts. Seine Flanke legte Tjark Scheller per Kopf quer in die Mitte auf Calvin Brackelmann. Brackelmann zog volley aus wenigen Metern ab â der Ball saĂ perfekt im Netz, vermeintliches 1:1! Doch der Treffer zĂ€hlte nicht: Nach VAR-ĂberprĂŒfung stand Mika Baur unten beim zweiten Ballkontakt (also bei seiner Flanke) im Abseits â klassischer Pass in den Abseitsbereich, der den Angriff ungĂŒltig machte. [TV-Bilder – ab 01:48 Minuten]
Eintracht Braunschweig – Fortuna DĂŒsseldorf 1:0 (SR: Florian Lechner)
Szene 8: FrĂŒh im Spiel lag der Ball das erste Mal im Netz von Braunschweig! Konstantinos Alexandropoulos steckte den Ball clever gegen die hochstehende Abwehrkette durch. Marin Ljubicic nahm den Ball super auf, lieĂ Di Michele Sanchez und Hoti aussteigen und ĂŒberwand letztlich Hoffmann zum vermeintlichen 0:1! Der Treffer wurde sofort auf ein mögliches Abseits ĂŒberprĂŒft, weil Ljubicic knapp im Abseits stand beim Durchstecken/Pass von Alexandropoulos. Nach genauer LinienprĂŒfung (typisch „Wimpernschlag-Abseits“) zĂ€hlte der Treffer nicht! [TV-Bilder – ab 00:20 Minuten]
Szene 9: In der 66. Minute hielt Mehmet Can Aydin aus der zweiten Reihe drauf â der Schuss blieb aber an Jovan MijatoviÄ hĂ€ngen. Der abgefĂ€lschte Ball landete bei Fabio Di Michele Sanchez, der einen wuchtigen Distanzschuss ins rechte Eck knallte â vermeintliches 2:0! Doch der Treffer zĂ€hlte nicht: Nach VAR-ĂberprĂŒfung stand MijatoviÄ beim ursprĂŒnglichen Schuss von Aydin im Abseits â und da der Ball ĂŒber ihn zu Di Michele Sanchez gelangte, war der gesamte Angriff irregulĂ€r. Kein aktiver Einfluss nötig, aber die Abseitsregel greift bei der Ballherkunft [TV-Bilder – ab 02:35 Minuten]
Greuther FĂŒrth – SV Elversberg 2:0 (SR: Felix Prigan)
Szene 10: Silas PrĂŒfrock ging links im Strafraum zu ungestĂŒm in den Zweikampf mit Maximilian Rohr. PrĂŒfrock brachte Rohr klar zu Fall â ein unnötiges Foul, da Rohr den Ball nach auĂen legte und keine direkte Torgefahr mehr bestand. Schiedsrichter Felix Prigan zeigte sofort auf den Punkt: Elfmeter fĂŒr Elversberg! Der Elfmeter wurde noch auf Abseits ĂŒberprĂŒft, aber es blieb beim Elfmeter â keine Abseits-Entscheidung, der StrafstoĂ zĂ€hlte! [TV-Bilder – ab 04:25 Minuten]
Szene 11: In der sechsten und letzten Minute der Nachspielzeit erzielte FĂŒrth das 2:0 â die Entscheidung! Noel Futkeu behauptete sich stark im Zentrum, hielt den Ball fest und sorgte irgendwie dafĂŒr, dass der Ball in den Lauf von Lukas Reich sprang. Reich war plötzlich frei durch, stĂŒrmte allein auf TorhĂŒter Nicolas Kristof zu und vollendete eiskalt aus sieben Metern ins linke Eck â unhaltbar, prĂ€zise Flachschuss!Ăberragend von Schiedsrichter Felix Prigan: Er gab hier einen cleveren Vorteil â wahrscheinlich nach einem leichten Foul oder GedrĂ€nge im Mittelfeld (Futkeu wurde zuvor attackiert, aber Prigan lieĂ laufen), statt sofort zu pfeifen. Das ermöglichte den schnellen Konter und den Kontertreffer. Ohne diesen Vorteil wĂ€re der Angriff vielleicht unterbrochen worden â genialer Referee-Entscheid! [TV-Bilder – ab 06:00 Minuten]
Holstein Kiel – 1. FC NĂŒrnberg 2:3 (SR: Dr. Robert Kampka)
Szene 12: In der 8. Minute stoppte Mohamed Ali Zoma eine Flanke von Berkay Yilmaz stark mit der Brust herunter. Aus der Drehung zog Zoma sofort ab. Zoma und NĂŒrnberg reklamierten lautstark Handspiel von John Tolkin, weil der Ball dem Anschein nach an Tolkins Arm sprang. Schiedsrichter Dr. Robert Kampka winkte sofort ab â kein Elfmeter! BegrĂŒndung: NatĂŒrliche Armhaltung, kurze Distanz, keine Absicht. Kein bewusster Handball. Der Ball kam unerwartet, Arm nicht unnatĂŒrlich weg vom Körper. [TV-Bilder – ab 00:08 Minuten]
Szene 13: In der 37. Minute setzte Rabby Nzingoul nach â er war einen Tick vor Kiel-Keeper Timon Weiner am Ball. Nzingoula prallte dann mit dem parierenden Keeper zusammen. Schiedsrichter Dr. Robert Kampka pfiff kein Foul â korrekte Entscheidung, weil Nzingoula vorher noch am Ball war (kein rĂŒcksichtsloses Einsteigen, sondern fairer Zweikampf mit Torwart). Die Szene war brisant, weil NĂŒrnberg zu dem Zeitpunkt 2:1 fĂŒhrte â ein Foulpfiff hĂ€tte NĂŒrnberg in Unterzahl bringen können (Nzingoula hatte schon Gelb!). Nach dem Zweikampf eskalierten die Emotionen: Kieler Spieler waren sauer, schĂŒtzten ihren Keeper Weiner, provozierten Nzingoula (der ja schon Gelb hatte). Kampka zeigte Gelb fĂŒr einen Stefan Schwab der als Auswechselspieler zu sehr gemeckert hat. [TV-Bilder – ab 02:40 Minuten]
Szene 14: In der achtminĂŒtigen langen Nachspielzeit der ersten HĂ€lfte erzielte Kasper Davidsen den 2:2-Ausgleich. Alexander Bernhardsson flankte prĂ€zise aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum. Davidsen kam mit Schwung von halblinks, stieg hoch und traf per brutalem Flugkopfball aus sieben Metern unhaltbar ins rechte Eck. Der VAR prĂŒfte lange, weil die Szene brutal eng war. Am Ende lag aber keine Abseitsposition â der Treffer zĂ€hlte! Regelkonform, da Davidsen knapp onside war (kein aktiver Einfluss oder klarer Vorteil). â ein klassischer „Wimpernschlag“-Moment. [TV-Bilder – ab 03:20 Minuten]
Anmerkung: Ich bin auf die Szenen der Zusammenfassungen der âSportschauâ angewiesen. Solltet ihr weiteres, aussagekrĂ€ftiges Material besitzen, dann reichen wir eine EinschĂ€tzung gerne nach. Eventuelle Spielerverwechslungen im Artikel fĂŒhren zum Videobeweis. In diesem Fall bitte ich um eine kleine RĂŒckmeldung. Vielen Dank!
