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Patrick Ittrich ist Schiedsrichter des Spieltags

Erneut war es aus Schirisicht ein gutes Wochenende. Bis auf Robert Schröder in Stuttgart der eine rote Karte übersah, gab es keine großen Aufreger. Ittrich ist der klare Schiedsrichter des Spieltags. Dahinter folgen Zwayer und Jablonski gleichauf auf den Plätzen 2 und 3.

Platz 🥇 – Patrick Ittrich:
Patrick Ittrich hat eine sehr souveräne, unauffällige und starke Leistung abgeliefert – genau das, was man von einem erfahrenen Routinier in einem emotionalen Heimspiel (mit mehreren Abschieden) erwartet. Das Spiel war intensiv und hatte einige emotionale Momente, aber keine großen Kontroversen rund um den Schiedsrichter. Ittrich blieb ruhig, ließ viel laufen, wo es sinnvoll war, und behielt die Kontrolle. Besonders hervorzuheben ist eine typische Ittrich-Szene mit Nico Schlotterbeck: Als Schlotterbeck nach einem Zusammenprall mit Schmerzen am Boden lag und über ein „Eisbein“ jammerte, hat Ittrich ihn mit Humor und klaren Ansagen wieder hochgebracht („Renn doch nicht in ihn rein!“, „Komm hoch da jetzt!“). Das zeigt seine große Stärke im Umgang mit Spielern – eine Mischung aus „Zuckerbrot und Peitsche“. Nach dem Spiel war Ittrich selbst zufrieden: Er sagte sinngemäß, es sei schön, aus so einem Spiel rauszugehen, ohne dass jemand meckert – das sei das höchste Lob für einen Schiedsrichter.

Fazit: Typische Top-Leistung eines Abschieds-Spiels von Ittrich. Kaum Fehler, gute Spielerführung, kein unnötiges Pfeifen und trotzdem klare Linie. Deshalb völlig verdient die 1,5 und der klare Platz 1 unter den Schiris am Spieltag.

Ob Patrick Ittrich am letzten Spieltag noch ein Spiel bekommt bleibt abzuwarten. Patrick Ittrich hat mit Dortmund – Frankfurt (seinem 93. Bundesligaspiel) bereits ein sehr schönes und emotionales Abschiedsspiel bekommen – ein Topspiel unter Flutlicht mit Abschieden auf Seiten des BVB. Das war eine wirklich würdige Bühne. Schiedsrichter bekommen in der Regel nur alle 14 Tage ein Bundesliga-Spiel. Nach einem Einsatz am Freitag/Samstag ist es ungewöhnlich, dass man direkt am letzten Spieltag (34.) nochmal als Hauptschiedsrichter pfeift.

Übrigens baut Ittrich auch enorm viel Druck auf die Ansetzer und die Führung mit seinem Beitrag heute auf. In seinem Beitrag heute erwartet er einen Einsatz am 34. Spieltag. Stellt euch vor der kommt nicht, dann gibt’s wieder Kritik…

Daher ist die Idee ihn als vierten Offiziellen in München einzusetzen. Deniz Aytekin (der ebenfalls diese Saison aufhört) wäre in München als Schiedsrichter mit Ittrich als 4. Offizieller eine sehr schöne, symbolträchtige Lösung – vor allem, Bayern bekommt dort die Meisterschale. Das hätte einen tollen Rahmen für einen letzten großen Auftritt gegeben. Ob das passiert, ist offen. Es wäre aber eine schöne Geste des DFB in zusammen mit seinem Kumpel nach München zu schicken. Ittrich selbst hat im Vorfeld gesagt, er wolle die letzten Spiele einfach genießen, ohne riesigen Druck. Dortmund-Frankfurt hat das schon sehr gut erfüllt.

Platz 🥈 – Felix Zwayer:
Beim Spiel HSV – Freiburg am Sonntag zeigte der  WM-Schiedsrichter eine sehr gute und solide Leistung. Das Spiel war intensiv, torreich und emotional. Felix Zwayer hat es insgesamt souverän und spielflussorientiert geleitet. Gute Spielerführung und klare Linie: Er ließ viel laufen, ohne das Spiel zu zerpfeifen — typisch für Zwayer an guten Tagen. Kaum erwähnenswerte Großkontroversen rund um seine Entscheidungen. Das Spiel hatte zwar hitzige Momente, aber der Referee behielt die Kontrolle. Er erkannte die entscheidenden Situationen (Fouls, Vorteil etc.) gut und blieb ruhig. Die Note 2,0 spiegelt wider, dass er unauffällig stark war — genau das, was man von einem Top-Schiri in einem solchen Spiel erwartet.

Fazit: Zwayer hat eine solide bis sehr gute Leistung abgeliefert und sich damit die zweitbeste Note des Spieltags verdient. Kein Highlight-Auftritt wie Ittrich, aber deutlich überdurchschnittlich und fehlerarm. Im Vergleich zu seiner Saison-Durchschnittsnote (die meist um die 2,7–2,8 liegt) war das ein richtig starker Tag von ihm.

Platz 🥉 – Sven Jablonski
Wie Zwayer ebenfalls eine gute bis sehr gute Leistung. Das Spiel war ein typisches Abstiegskampf-/Endspieltag-Match mit viel Intensität, Zweikämpfen und Emotionalität. Jablonski hat es ruhig, souverän und mit guter Linie geleitet. Er ließ viel laufen und zerpfeiferte das Spiel nicht unnötig und ermöglichte so einen guten Spielfluss. Wichtige Zweikampf- und Strafraumentscheidungen wurden größtenteils korrekt getroffen. Gute Spielerführung: Er blieb ruhig und behielt auch in hitzigen Phasen die Kontrolle. Kaum oder keine großen Fehlentscheidungen – das Spiel lief relativ unauffällig für den Schiedsrichter durch.

Fazit: Eine starke, unauffällige Top-Leistung von Jablonski. Die 2,0 ist absolut verdient und passt zu seinen besten Auftritten. Zusammen mit Zwayer teilt er sich damit den zweiten Platz hinter Ittrich auf dem Schiedsrichter-Spieltag. Jablonski gehört aktuell zu den konstantesten deutschen Referees und hat diese Saison wieder gute Fortschritte gezeigt.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Reiner Kuhn

    Ich fnde es auch irgendwo sehr unfair gegenüber anderen. Ich verstehe nicht wieso Ittrich mit Dortmund – Frankfurt nicht beenden möchte. Und dann mit Deniz am 34. Spieltag in München agieren. Einen besseren Abschluss kannst du doch nicht haben….

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