Du betrachtest gerade Ist Gianni Infantino als FIFA-Präsident noch tragbar?

Ist Gianni Infantino als FIFA-Präsident noch tragbar?

Was nun Gianni Infantino? Der vom allgewaltigen FIFA-Präsidenten vorgesehene Verkauf von Anteilen der kommerziellen Rechte wie der Fußball-Weltmeisterschaft an Sponsoren, Personen oder Firmen ist bereits in der Planung zum Scheitern verurteilt.

Zu gewaltig ist der Widerstand einiger Kontinentalverbände. Die UEFA hat in einer Dringlichkeitssitzung ihrer Mitgliedsländer ein klares Zeichen gesetzt. Die einstimmige Entscheidung in Europa lautete 55:0. Die UEFA, mit dem seit einem Jahrzehnt amtierenden Präsidenten Aleksander Ceferin aus Slowenien hat erklärt, an keinen offiziellen FIFA-Wettbewerben teilzunehmen, sollte diese Maßnahme umgesetzt werden.

Nur einen Tag später schloss sich der Concacaf als Fußballverband für Nord- und Mittelamerika, einschließlich der Karibik dem Vorhaben an. Hinzu kommt auch der Asiatische Fußballverband AFC. Damit gibt es keine Mehrheit für Infantino. Sein Plan war, nach einer möglichen letzten Wiederwahl zum FIFA-Präsidenten, weiter als Geschäftsführer seines dubiosen Konstrukts am Rad zu drehen.

Ein Scheitern könnte den Sturz des Schweizers bei der Wiederwahl bedeuten. Infantino hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Mitgliedsländer und Verbände lassen sich von dieser selbstherrlichen Figur eben nicht an der Nase herumführen. Aus der FIFA ist zu vernehmen, an dem angestrebten Plan festhalten zu wollen. Schon gibt es auch Stimmen aus der Politik die eine Ablösung Infantinos fordern.

Dieter Albrecht

42 Jahre freier Mitarbeiter beim Stader Tageblatt und Sport-Informations-Dienst, Köln, als Journalist. 20 Jahre aktiv als Schiedsrichter bis zur 5. Liga.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.