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Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 7. Spieltag | 2. Liga

Einige Versuche, einfache Strafstöße zu erzwingen, wurden in der 2.Liga nicht belohnt. In einem Fall hätte es den Pfiff jedoch geben müssen.

SC Paderborn – 1.FC Magdeburg 1:0 (SR: Sven Waschitzki-Günther)

Szene 1: Marcel Hoffmeier grätschte Luca Schuler im eigenen Strafraum ab, Schiedsrichter Sven Waschitzki-Günther ließ aber weiterlaufen. VAR Michael Bacher griff auch nicht ein, sodass es keinen Strafstoß für Magdeburg gab. Dabei lag ein eindeutig strafbarer Treffer an der Wade vor. Damit hätte es Strafstoß, sowie die Verwarnung für den Paderborner aufgrund der ballorientierten Verhinderung einer klaren Torchance geben müssen. [TV-Bilder – ab 00:40 Minute]

Szene 2: Jannis Heuer warf sich in Luca Schuler und brachte diesen vor dem eigenen Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Waschitzki-Günther ließ wieder weiterlaufen. VAR Bacher überprüfte, statt der roten Karte wegen der Verhinderung einer klaren Torchance wurde aber nur eine Abseitsposition des Magdeburgers festgestellt. [TV-Bilder – ab 01:10 Minute]

Szene 3: Jamie Lawrence grätschte Sirlord Conteh kurz vor dem Eintritt in den Strafraum um und verhinderte damit einen aussichtsreichen Angriff. Schiedsrichter Waschitzki-Günther zeigte deshalb völlig zurecht die gelb-rote Karte. [TV-Bilder – ab 01:40 Minute]

Hannover 96 – Hansa Rostock 0:1 (SR: Timo Gerach)

Szene 4: Ryan Malone fiel Maximilian Beier im eigene Strafraum in die Hacken. Schiedsrichter Timo Gerach gab den Strafstoß für Hannover. Korrekte Entscheidung. [TV-Bilder – ab 02:10 Minute]

Hamburger SV – Karlsruher SC 1:0 (SR: Tobias Reichel)

Szene 5: Paul Nebel berührte Laszlo Benes im eigenen Strafraum leicht, worauf Schiedsrichter Tobias Reichel auf Strafstoß für den HSV entschied. VAR Johann Pfeifer holte den Unparteiischen aber vor den Bildschirm, wo dieser seine Meinung änderte. Knifflige Entscheidung, da es hier wieder um die Auslegung des Begriffs „klarer Fehler“ ging. Wenn man die Szene öfter betrachtet, kann man ganz einfach nicht bei der Meinung bleiben, dass es sich hier um ein strafwürdiges Foulspiel handelt. Damit handelte es sich um einen absolut guten Eingriff! [TV-Bilder – ab 04:45 Minute]

SV Sandhausen – 1.FC Kaiserslautern 0:0 (SR: Benjamin Brand)

Szene 6: Andreas Luthe grätschte an der eigenen Grundlinie mit schlechtem Timing. David Kinsombi erkannte dies und wollte einfädeln. Schiedsrichter Benjamin Brand erkannte das aber genau richtig und gab den Strafstoß nicht. Gut so, denn hier war der Sandhäuser nur darauf aus, den Strafstoß zu erzwingen. [TV-Bilder – ab 03:40 Minute]

SpVgg Greuther Fürth – FC St. Pauli 2:2 (SR: Martin Petersen)

Szene 7: Timothy Tillmann rempelte im eigenen Strafraum Igor Matanovic von hinten um. Schiedsrichter Martin Petersen ließ weiterlaufen, erhielt aber ein Signal von VAR Johann Pfeifer. Am Bildschirm erkannte er das plumpe Stoßen und entschied zurecht auf Strafstoß für St.Pauli. [TV-Bilder – ab 03:30 Minute]

Anmerkung: In der 2. Liga sind wir auf die TV-Bilder der Zusammenfassungen angewiesen. Sollte es weitere Szenen geben, reichen wir diese gegen Vorlage etwaiger TV-Bilder noch nach.

Felix Stark

Felix Stark aus Ingolstadt studiert Jura. In seiner Freizeit ist er leidenschaftlicher Fußball-Schiedsrichter, gehört zum Lehrteam seiner Schiedsrichtergruppe und ist Teil des IG Schiedsrichter-Kompetenzteam, wo er die Spieltagsanalyse der 2. und 3. Liga übernimmt.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Thomas Friese

    Was ist mit dem Handspiel nach Abstoss Paderborn

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