Für Daniel Siebert ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Der 42 Jahre alte Berliner leitet heute, um 18 Uhr in der Puskas-Arena Budapest, das Finale der Champions League 2026 zwischen dem FC Arsenal und Paris Saint Germain.
Unterstützt wird er von seinen bewährten Assistenten aus der Bundesliga, Jan Seidel aus Oberkrämer und Rafael Foltyn aus Wiesbaden. 4. Offizieller und Ersatzschiedsrichter ist der Schweizer Sandro Schärer. Als VAR ist Bastian Dankert, dazu Robert Schröder, als VAR-Assistent, nominiert worden.
Der zehnte CL-Einsatz ist Rekord. Arsenal hat gute Erfahrungen mit Siebert sowohl im Viertelfinale als auch im Halbfinale gemacht. Da bleibt es absolut unverständlich, warum er neben Zwayer nicht für die WM 2026 berücksichtigt worden ist. England mit Oliver und Taylor sowie Frankreich mit Letexier und Turpin stellen zwei Schiedsrichter. Liegt es etwa daran, dass beide aus Berlin kommen?
Bei der UEFA mit Roberto Rosetti, als Chef der Schiedsrichter, zählt allein die erbrachte Leistung im Laufe einer Saison. In den teils brisanten Spielen ist es für Daniel Siebert nahezu ideal gelaufen. Bei Pierluigi Collina, dem Verantwortlichen der FIFA, zählt dagegen der Proporz bei der Verteilung der den Kontinenten zustehenden Plätze. Da werden auch Unparteiische nominiert, die den Ansprüchen einer Weltmeisterschaft nicht genügen. So sind bei der WM 2022 sieben der nominierten Schiedsrichter erst gar nicht zum Einsatz gekommen.
Die Besten sollen bei den großen Turnieren pfeifen. Daniel Siebert gehört, wie bei der WM 2022, dazu. Das sollte der internationale Maßstab bei der Nominierung sein.

Eine herausragende Leistung von Daniel Siebert mit seinen Assistenten Jan Seidel und Rafael Foltyn. Die souveräne Spielleitung hätte eine Nachnominierung zur WM verdient. Das wird aber nicht passieren. Leider befinden sich die beiden verantwortlichen Personen aus Italien, Roberto Rosetti und Pierluigi Collina, in ihrer Sichtweise und der Bewertung nicht auf einer Wellenlänge.
Bester Mann auf dem Platz. Souverän und fehlerlos.