Die Ordnerpflicht ist eine zentrale Sicherheitsvorschrift im deutschen Amateurfußball, einschließlich Jugendspielen. Der Heimverein als Veranstalter trägt die Verkehrssicherungspflicht und ist rechtlich verpflichtet, für Ordnung und Sicherheit auf dem Sportgelände zu sorgen. Das umfasst den Schutz von Spielern, Schiedsrichtern, Zuschauern und allen Beteiligten vor Konflikten, Gewalt oder Störungen.
Was ist ein Ordnerbuch?
Ein Ordnerbuch ist ein offizielles Dokument, in dem der Heimverein vor jedem Spiel mit einem angesetzten Schiedsrichter Es muss vor Spielbeginn dem Schiedsrichter vorgelegt und von ihm abzeichnet werden. Das dient der Sicherheitsvorschrift und ist in vielen Fußballverbänden (z. B. in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Dresden) vorgeschrieben. Es gibt Muster-Ordnerbücher als Vorlagen von den Verbänden.die Anzahl, Namen und Verantwortlichen der eingesetzten Ordner für die Sicherheit dokumentiert, die Anzahl richtet sich nach Zuschauern und Sicherheitsrisiko (mind. 3 Ordner, je 1 Ordner pro 100 Zuschauer bei mehr als 100) und der Schiedsrichter bestätigt die ordnungsgemäße Vorbereitung durch seine Unterschrift. Es dient der formalen Bestätigung, dass die Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden, wobei Ordner volljährig sein und deutlich gekennzeichnet werden müssen (z.B. mit Westen).
Es muss vor Spielbeginn dem Schiedsrichter vorgelegt und von ihm abzeichnet werden. Das dient der Sicherheitsvorschrift und ist in vielen Fußballverbänden (z. B. in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen) vorgeschrieben. Es gibt Muster-Ordnerbücher als Vorlagen von den Verbänden.
Zweck und Inhalt des Ordnerbuchs
- Nachweis der Sicherheit: Dokumentiert die Einhaltung der Sicherheitsauflagen für Spiele.
- Liste der Ordner: Enthält die Namen der eingesetzten Ordner und des Leiters der Gruppe.
- Bestätigung: Der Schiedsrichter unterschreibt die Vorlage, um zu bestätigen, dass die Ordner über die Sicherheitsrichtlinien informiert wurden.
- Zuschauerabhängige Anzahl: Die Anzahl der Ordner variiert je nach erwarteter Zuschauerzahl und Sicherheitsrisiko.
Wichtige Regeln und Vorgaben
- Mindestanzahl: Meist sind mindestens 3 Ordner vorgeschrieben.
- Zusätzliche Ordner: Bei über 100 Zuschauern kommt oft ein zusätzlicher Ordner pro 100 weitere Zuschauer hinzu.
- Kennzeichnung: Ordner müssen einheitlich und auffällig gekleidet sein (z.B. Westen).
- Verantwortung: Der Heimverein stellt sicher, dass die Ordner volljährig sind und die Sicherheitsrichtlinien kennen.
Welche Aufgaben haben Sie?
Die Ordner haben im Amateurfußball in Deutschland vor allem die Aufgabe, für Ordnung und Sicherheit während eines Spiels zu sorgen. Der Heimverein ist verpflichtet, ausreichend Ordner einzusetzen, die deutlich gekennzeichnet sind (z.B. Armbinden). Ihre Namen werden im Ordnerbuch eingetragen und dem Schiedsrichter vorgelegt
Typische Aufgaben der Ordner:
- Eingangskontrollen: Ticketprüfung, Taschenkontrollen auf verbotene Gegenstände (z. B. Pyrotechnik, Waffen, Wurfgeschosse).
- Überwachung der Zuschauer: Ausschau halten nach auffälligen oder aggressiven Personen, Deeskalation von Konflikten, Verhinderung von Eskalationen.
- Durchsetzung der Haus- und Stadionordnung: Eingreifen bei Verstößen (z. B. Betreten des Spielfelds, Diskriminierung, Gewalt).
- Schutz aller Beteiligten: Besonders von Schiedsrichtern, Spielern und Zuschauern; sie sind Ansprechpartner für Probleme.
- Prävention: Frühzeitiges Erkennen von Gefahren, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
Bei Jugendspielen im Amateurfußball (z. B. E-, F- oder G-Jugend bis hin zu A-Junioren, oft samstags morgens) ist der Heimverein in den meisten deutschen Landesverbänden verpflichtet, Ordner (Platzordner oder Stewards) einzusetzen – auch wenn die Zuschauerzahlen niedrig sind und Eskalationen selten vorkommen. Die genaue Anzahl (oft 1–4, je nach Spielklasse und Verband) und Pflicht variiert je nach Landesverband (z. B. streng in Berlin, Hessen, Brandenburg oder Westfalen, milder in anderen).
Wer kommt als Ordner infrage?
Grundsätzlich darf jede volljährige, geeignete und nüchterne Person als Ordner eingesetzt werden. Es gibt keine strenge Qualifikation wie bei Profispielen, aber die Person muss:
- Volljährig sein (mindestens 18 Jahre; in manchen Verbänden/Kreisen gibt es Ausnahmen ab 16 oder sogar 14 Jahren mit Einschränkungen).
- Für die Aufgabe geeignet sein: Freundlich, deeskalierend, ruhig und körperlich in der Lage, Konflikte zu verhindern (z. B. keine aggressiven Personen).
- Deutlich erkennbar sein (meist mit Signalweste, Armbinde oder Jacke mit „Ordner“-Aufdruck).
- Nüchtern sein (kein Alkohol).
In der Praxis bei Jugendspielen am Samstagmorgen kommen vor allem infrage:
- Eltern der spielenden Kinder → Das ist die häufigste und praktischste Lösung! Viele Vereine organisieren einen „Eltern-Ordner-Dienst“ – die begleitenden Mütter/Väter wechseln sich ab. Das funktioniert gut, da sie sowieso vor Ort sind.
- Andere Vereinsmitglieder → Trainer, Betreuer, Jugendleiter oder Mitglieder aus Seniorenmannschaften.
- Ehrenamtliche aus dem Verein → Jeder, der helfen möchte.
Die Ordner müssen sich vor Spielbeginn beim Schiedsrichter melden, und die Namen werden im Ordnerbuch und der Leiter des Ordnerdienst im elektronischen Spielbericht eingetragen.
Unterstützung: Bei Bedarf Zusammenarbeit mit Polizei (Ordner sind aber keine Polizisten und haben begrenzte Rechte, z. B. keine Zwangsdurchsuchungen).
Ordner handeln im Auftrag des Vereins und sollen freundlich, aber bestimmt auftreten. Viele Verbände (z. B. DFB, Landesverbände) bieten Schulungen an, um Rechte und Pflichten zu klären.
Darf ein Spiel ohne Ordner beginnen?
Nein, in den meisten Fällen darf ein Pflichtspiel im Amateur- und Jugendfußball nicht ohne Ordner beginnen – es hängt aber stark vom jeweiligen Landesverband, Kreis und der Spielklasse ab.
Allgemeine Regelung in Deutschland
Der Heimverein ist für einen ausreichenden Ordnungsdienst (Ordner) verantwortlich. Die Ordner müssen deutlich gekennzeichnet sein
Sich vor Spielbeginn beim Schiedsrichter melden.
Der Heimverein ist für einen ausreichenden Ordnungsdienst verantwortlich. Die Ordner müssen:
- Deutlich gekennzeichnet sein (z. B. mit Westen).
- Sich vor Spielbeginn beim Schiedsrichter melden.
- Oft namentlich im Ordnerbuch oder im Spielbericht eingetragen werden.
Der Schiedsrichter prüft das vor dem Anpfiff. Fehlen Ordner oder der Nachweis komplett, sollte der Schiedsrichter den Heimverein auffordern, den Mangel zu beheben (z. B. Eltern oder Vereinsmitglieder schnell als Ordner einsetzen).
Was passiert, wenn keine Ordner da sind?
In vielen Verbänden/Kreisen: Das Spiel darf nicht beginnen, bis Ordner vorhanden sind. Der Schiedsrichter wartet eine angemessene Zeit oder bricht das Spiel nicht an (was zu Nichtantritt oder Wertung gegen den Heimverein führen kann).
Konsequenzen: Oft nur ein Ordnungsgeld (z. B. 50–150 €), wenn das Spiel trotzdem stattfindet oder der Mangel im Spielbericht vermerkt wird. Ein automatischer Abbruch oder Strafverifizierung (z. B. 0:3-Wertung) ist selten, es sei denn, es eskaliert wegen fehlender Sicherheit.
Bei Jugendspielen (z. B. samstags morgens in unteren Klassen wie G- bis D-Jugend): Die Pflicht ist oft milder oder gar nicht vorhanden – viele Kreise verlangen nur ab bestimmten Altersklassen (z. B. C-Jugend aufwärts) oder bei erwarteten höheren Zuschauerzahlen mindestens 1–2 Ordner. In der Praxis laufen viele kleine Jugendspiele ohne formelle Ordner, da Eltern/Zuschauer informell für Ordnung sorgen.
Beispiele aus Verbänden
- Württemberg → Ordner müssen sich 15 Minuten vor Anpfiff beim Schiedsrichter melden; ausreichender Dienst ist Pflicht.
- Brandenburg → Mindestens 2 Ordner, namentlicher Nachweis im Ordnerbuch vor Spielbeginn obligatorisch.
- Thüringen → Schiedsrichter weist vor Anpfiff auf Fehlendes hin, um es zu beheben – impliziert, dass ohne Behebung nicht angepfiffen wird.
Andere Verbände (z. B. Hessen, Niederrhein, Bayern) → Ähnlich: Pflicht vorhanden, aber flexibel bei Jugendspielen mit wenigen Zuschauern.
Der DFB gibt keine einheitliche bundesweite Pflicht für den Amateur-/Jugendbereich vor – das regeln die 21 Landesverbände und deren Kreise individuell in ihren Durchführungsbestimmungen.
Tipp: Schau in die Durchführungsbestimmungen deines Landes- oder Kreisverbands (meist online auf der Verbandsseite unter „Ordnungen“ oder „Spielbetrieb“). Dort steht genau, wie viele Ordner pflichtig sind und was bei Fehlen passiert. Bei Jugendspielen am Samstagmorgen ist in der Praxis fast immer eine pragmatische Lösung möglich (z. B. Eltern als Ordner), und Spiele werden selten deswegen abgesagt.
Wo man es findet
Formulare für Ordnerbücher werden von den jeweiligen Landes- und Regionalverbänden (z.B. Fußballkreis Südbrandenburg auf seiner Webseite oder Sächsischer Fußball-Verband auf ihren Service-Seiten) bbereitgestellt.Sie sind im Schiedsrichterraum zusammen mit den Aufstellungen den Schiedsrichter vorzulegen.
Fazit: Kurz gesagt: Bei kleinen Jugendspielen ist die Ordnerpflicht eher formal. Solange Eltern oder Vereinsmitglieder vor Ort sind (was fast immer der Fall ist), lässt sich das Problem in Sekunden lösen – der Fußball rollt weiter. Es dient vor allem der Sicherheit und Absicherung des Vereins, nicht als Hürde.
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In Württemberg werden Spiele auch ohne Ordner angepfiffen. Der Verein muss dann, falls der Schiri den Mangel meldet, mit einer Geldstrafe rechnen