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Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 17. Spieltag | 3. Liga

Große Diskussionen gab es am vergangenen Spieltag in der 3. Liga und vorallem die Partie in Rostock hatte es in sich! Schiedsrichter Daniel Bartnitzki aus Erfurt erlebte einen rabenschwarzen Nachmittag, als er in Hälfte 1 die Aachener zweimal mit einer falschen Wahrnehmung benachteiligte. Zwei klare Fehlentscheidungen die auf diesem Niveau einfach nicht passieren dürfen! Ansonsten auch der gestandene Liga 2-Schiri Tom Bauer stand in Cottbus am Samstag sehr unter Kritik, als er einen Elfmeter für Duisburg nicht ahndete. Jedoch lag er beim Handspiel richtig! Alle weitere Szenen in unserer Spieltagsanalyse und die Top 3 vom Wochenende:

Platz 🏆 – Felix Weller:
Schiedsrichter des Spieltags ist erneut unserer Meinung diesmal Felix Weller der bei der Partie Essen – Stuttgart II am Freitagabend war. Weller zeigte eine über 90 Minuten lang sehr souveräne Leistung, war konsequent bei der Karten Verteilung an die Stuttgarter, die unter anderem in Hälfte 2 das ein oder andere mal taktische Vergehen anwendeten. Zudem entschied Weller zurecht auf Elfmeter für Essen kurz vor Spielende nach einem strafbaren Handspiel der Stuttgarter. Insgesamt eine sehr gute Leistung! Mit diesen Leistungen gilt er als großer Favorit als Aufsteiger in die 2. Liga.

Platz 🥈 – Felix Grund:
Auf dem zweiten Platz des Spieltags steht Felix Grund aus Haidlfing der Samstagmachmittag bei der Partie Viktoria Köln – Ulm im Einsatz war. Grund knüpft sehr gut an seine Leistungen aus den vorherigen Spielen an und war auch hier ein sehr sicherer Spielleiter. Die großen Szenen blieben aus, gerade weil es fußballerisch kein Leckerbissen war, jedoch war Grund jederzeit konzentriert und entschied alles im Groben und Ganzen richtig! Auch hier großes Lob an Grund, der bislang eine gute Saison absolviert.

Platz 🥉 – Jonah Besong:
Wie gewohnt in den Top 3 ist auch wieder Jonah Besong aus Duisburg der die Partie Hoffenheim II – Regensburg am Samstagnachmittag bekam. Richtig gefordert war Besong bloß in einer Szene, als er in Minute 72 zurecht auf den Punkt für Hoffenheim zeigte, als der Regensburger Mätzler den Hoffenheimer Angreifer beim eindringen in den Strafraum klar zu Fall bringt! Ansonsten war Besong kommunikativ wieder sehr stark, jedoch ließ er viel Zeitspiel und Schauspielerei zu, weshalb die Regensburger zurecht sauer waren. In der Sache benötigt Besong noch ein bisschen mehr Gefühl, trotzdessen war seine Leistung sonst sehr souverän wiedereinmal!

TSV 1860 München – 1. FC Schweinfurt 05  3:1 (SR: Lennart Kernchen)

Szene 1: Zu Beginn gleich ein Aufreger im Strafraum alsKrätschmar nach einem langen Einwurf im Löwen-Strafraum zu Boden ging. Dabei wurde der Schweinfurter Verteidiger von Hobsch zwar leicht gestoßen, für einen Strafstoß ist das aber deutlichst zu wenig. Richtige Entscheidung. [TV-Bilder – ab 27:10 Minuten]

Szene 2: Wenig später aber der Aufschrei auf der anderen Seite. Nach einem Schussversuch von der Strafraumkante der Löwen verlängerte Volland den Ball mit dem linken Außenrist Richtung Tor. Der erst 24-jährige Schiedsrichter übersah dabei ein klares Handspiel der Schweinfurter Hintermannschaft.V olland stellte noch den linken Fuß rein, sodass Meißner der Ball an den Arm sprang. Obwohl dieser weit vom Körper abgespreizt ist, ließ Schiedsrichter Kernchen die Partie zum Unmut der Löwen weiterlaufen. Eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters! [TV-Bilder – ab 0:40 Minuten]

FC Energie Cottbus – MSV Duisburg 3:2 (SR: Tom Bauer)

Szene 3: Kurz vor der des Ende des ersten Durchgangs hatten die Gastgeber Glück, als Christian Viet im Cottbuser Sechzehner zu Fall kam. Die Duisburger Proteste sind lautstark und es war tatsächlich so, als hatte der ehemalige Regensburger einen Tritt von Lukas Michelbrink abbekommen. Der Unparteiische konnte aber überhaupt nichts sehen, weil ihm zuviele Beine im Strafraum die Sicht auf die Situation versperrten. Letztlich nach den Bildern zu urteilen eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters, nicht auf den Punkt zeigen! [TV-Bilder – 01:36 Minuten]

Szene 4: Dann hatte Referee Bauer bei der zweiten strittigen Szene aber klare Wahrnehmung, als Michelbrink im eigenen Strafraum angeschossen worden war. Zunächst ging nicht klar hervor, ob der Cottbuser den Ball an den abgewinkelten Arm oder doch an die Brust bekommen hatte. In der Wiederholung ist jedoch zu erkennen, dass der Cottbuser den Ball gegen die Brust bekommen hatte. Und selbst wenn er die Kugel an den Arm bekommen hätte, wäre es für mich kein strafbares Handspiel, da es aus einer kurzen Distanz, der Arm schon draußen war, bevor der Ball in seine Richtung ging und er zieht dann den Arm zum Körper weg. Deshalb ist es in keinem Fall ein strafbares Handspiel. 1. Ball geht an den Körper; 2. keine Absicht, den Ball mit dem Arm zu spielen. [TV-Bilder – ab 03:24 Minuten]

TSG Hoffenheim – SSV Jahn Regensburg 1:0 (SR: Jonah Besong)

Szene 5: Amaimouni-Echghouyab drang mit Tempo in den rechten Strafraum ein und wurde direkt von Mätzler zu Fall gebracht. Schiedsrichter Besong zeigte direkt auf den Punkt. Unstrittige Entscheidung! [TV-Bilder – ab 03:17 Minuten]

Rot-Weiss Essen – VfB Stuttgart II 1:1 (SR: Felix Weller)

Szene 6: Nach einer Flanke von der Strafraumkante in die Mitte fing Sankoh den Ball auffällig mit den Händen ab. Schiri Weller zeigte sofort auf den Punkt. Eine klare Angelegenheit! [TV-Bilder – ab 03:10 Minuten]

TSV Havelse – SC Verl 2:2 (SR: Justin Hasmann)

Szene 7: Vor der Pause sah Besfort Kolgeci eine durchaus harte gelbe Karte, als er Besio in der eigenen Hälfte etwas hart am Fuß getroffen hatte.Der Pfiff kam relativ spät, als der Ball schon einige Meter an die Mittellinie gespielt worden war. Vermutlich bekam Schiedsrichter Hasmann hier eine Nachricht von Außen, dass es Gelb sei. Er spielt den Ball und dann fädelt er mehr oder weniger ein und fällt über den Fuß. Für mich eine Fehlentscheidung mit Folgen…

Szene 8: … denn nur 92 Sekunden später. Taz wurde auf der rechten Seite von Kolgeci festgehalten und ging zu Boden. Diesmal lag Referee Hasmann richtig Gelb zu zeigen, was Gelb/Rot zur Folge hatte. [TV-Bilder – ab 02:05 Minuten]

Szene 9: Steczyk wurde im Strafraum von Minz und Sommer in die Zange genommen, Schiedsrichter Hasmann entschied sofort auf Strafstoß. Klare Sache! [TV-Bilder – ab 03:43 Minuten]

Waldhof Mannheim – 1. FC Saarbrücken 2:1 (SR: Felix Bickel)

Szene 10: Rizzuto wehrte eine Flanke von Iwe mit dem Arm ab. Schiri Bickel gab Handelfmeter für Mannheim. Der vom Körper seitlich abgestreckte Arm vergrößerte die Körperfläche  und blockt die Hereingabe. Korrekte Entscheidung, auf Handelfmeter zu entscheiden. [TV-Bilder – ab 0:43 Minuten]

Hansa Rostock – Alemannia Aachen 2:2 (SR: Daniel Bartnitzki)

Szene 11: An der Strafraumgrenze sprang Danilo Wiebe im Luftzweikampf mit Andreas Voglsammer der Ball an den Ellenbogen. Schiedsrichter Daniel Bartnitzki wertete das Handspiel auf Hinweis seines Assistenten als Verhinderung einer klaren Torchance. Eine Entscheidung, die aufgrund der falschen Wahrnehmung sehr sehr fragwürdig ist. Das ist kein absichtliches Handspiel, wo eine klare Torchance verhindert wird. Für mich eine klare Fehlentscheidung. [TV-Bilder – ab 0:30 Minuten]

Szene 12: Vor der Pause entschied auf Foulelfmeter für Rostock. Joel da Silva Kiala bekam außerhalb des Strafraums den Ball an den Kopf. Schiedsrichter Daniel Bartnitzki wertete das als ein Handspiel, obwohl Joel da Silva Kiala den Ball nur an den Kopf bekam und sich zudem außerhalb des Strafraums befand. Hier müssen ihm seine Assistenten ihn korrigieren. [TV-Bilder – ab 02:25 Minuten]

Es wird sehr spannend werden, was der DFB mit Bartnitzki am Ende der Saison macht. Der 29-Jährige aus Erfurt pfeift jetzt seit drei Jahren in der 3. Liga und man erkennt bei ihm keinerlei Weiterentwicklung. So wäre es sehr naheliegend, wenn man ihn als Assistent spezialisiert wenn Richard Hempel in die Bundesliga aufsteigt.

FC Erzgebirge Aue – FC Ingolstadt 04 2:2 (SR: Simon Schreiner)

Szene 13: Bei der Ingolstädter Führung nach einer halben Stunde sprang der Ball an den Arm von Frederik Carlsen. Der Ball war vom Körper abgestanden, als dieser zum Kopfball gehen wollte. Dieses konnte aber Schiedsrichter Schreiner nicht sehen, da ihn ein Ingolstädter Spieler im Sichtfeld stand. Der Treffer hätte aber nicht zählen dürfen. [TV-Bilder – ab 01:10 Minuten]

Szene 14: Keine zwei Minuten nach der Führung holte sich Julian Kügel Rot ab. Der Stürmer kam überwiegend seitlich in einen Zweikampf und verpasste mit einem langen Bein den Ball. Er traf seinen Gegenspieler am Fuß. Eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Simon Schreiner aus Chemnitz. Er kam zu spät, nicht von hinten, es ist keine hohe Dynamik, der Treffer ist nicht mit der offenen Sohle und nicht über dem Knöchel. Für das Foul wäre gelb die richtige Entscheidung gewesen. [TV-Bilder – ab 01:35 Minuten]

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Bernd Neuberz

    Seit wann pfeift Simon Schreiner für Chemnitz?
    Er kommt doch wohl aus Bayern wie die Gäste aus Ingolstadt. Ich halte solche Ansetzungen für alle Beteiligten nicht für gut

    1. IG Schiedsrichter

      Nein, er wohnt seit dieses Jahr in Chemnitz, 30km von Aue entfernt. Wurde bereits vor einigen Wochen bei MAGENTA SPORT gesagt. Sieht man auch daran, dass er in diesem Jahr regelmäßig als vierter Offizieller im Osten eingesetzt wird. Und ja, solche Ansetzungen sind für alle Beteiligten nicht gut…

    2. Maurice Humpert

      Wird der Schiedsrichter vom Osnabrück Spiel nicht bewertet.

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