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Unklare VAR-Linie beim aben deutschen Treffer

Das bittere DFB-Aus bei der WM 2026 hat hohe Wellen in der Fußballwelt geschlagen. Eine Schiedsrichterentscheidung ist dabei ganz besonders herausgestochen.

Unabhängig vom verdienten und bitteren Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay, wurde das Spiel durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters bzw. des Video-Assistenten maßgeblich beeinflusst.

Eines ist klar, dass Spiel muss in den ersten 90 Minuten erschieden werden. Mit 21 zu 7 Torschüssen und einer Ballbesitzquote von 75 Prozent, darf man dieses Spiel nicht verlieren. Das ist auch nicht der Anspruch, den man an eine große Fußballnation stellen kann.

Es soll keine Ausrede sein, aber was der Schiedsrichter gemacht hat, ist eine Frechheit. Keine gute Zweikampfbewertung, einige gelbe Karten haben nicht gepasst. Für mich die größten Fehler der nicht gegebene Elfmeter an Pavlovic. Der Torwart hält mannorientiert den deutschen Angreifer ohne das der Ball spielbar ist. Und das aberkannte Tor in der Nachspielzeit.

Das war absolut unglücklich vom VAR! Gerade vor dieser Weltmeisterschaft wurde von Pierluigi Collina gesagt, dass die Schwelle zum Einschreiten vom VAR sehr hoch sein soll. Und in dem Fall wurde sie sehr, sehr tief angesetzt. So bringt der VAR den Schiedsrichter unter Druck, indem er überhaupt auf die Situation reagiert.

Ich weiß nicht, was er für Bilder gesehen hat, aber wenn er dann auf einmal das Gefühl hat, das könnte doch ein Foulspiel sein, dann annulliert er dieses Tor natürlich und das ist einfach falsch. Wenn man Fußball gespielt hat und Fußballverstand hat, dann kann man nicht auf diese Idee kommen, dass das annulliert werden muss. Für die Deutschen ist das Ganze sehr unglücklich gelaufen.

Pierluigi Collina, der Vorsitzende der FIFA-Schiedsrichterkommission hat sich dazu geäußert und erklärt: „Aus Schiedsrichtersicht war die Annullierung des Tores die einzig richtige Entscheidung. Einem Torwart müsse eine faire Chance gegeben werden, den Ball zu spielen. Der deutsche Defensivspieler stand laut der Analyse direkt vor dem paraguayischen Torhüter. Dadurch wurde dessen Bewegungsfreiheit blockiert und er am Eingreifen gehindert.

Ein entscheidender Satz im Zitat lautet: „Ob der Kontakt stark oder minimal ist, ist nicht das Kernproblem – die Behinderung an sich ist ausreichend.“

Kann man nachvollziehen, dass er sagt, dass der Torwart raus zum Ball will und er durch das Blocken von Anton keine Chance darauf hat und behindert wird?

Da widerspreche ich ihm klar. Das ist das Problem: Wenn man sich die Szene zwei oder drei Mal anschaut, könnte man auf die Idee kommen. Aber erstens sehe ich ja, dass, wenn er rausgekommen wäre, er nie und nimmer an diesen Ball kommt. Der Ball war viel zu hoch, das Timing hätte überhaupt nicht gestimmt.

Schlussendlich wird bewertet, wer in wen rennt oder wer was macht. Wenn wir aber sehen, was im Strafraum alles abgeht in Sachen Körperlichkeit, dann müsste man wirklich dauernd pfeifen. Ich glaube, das Problem ist, dass das eben nicht sensibilisiert worden ist bei den Schiedsrichtern. Das Torhüterspiel wurde, oft angesprochen im Zusammenhang mit Arsenal in dieser Saison, intensiv angegangen.

Im Vorfeld der Ecke wird da viel gearbeitet. Ob das angesprochen worden ist und ob das noch in den Köpfen der Schiedsrichter ist, kann ich nicht sagen. Aber nochmal: Ich finde, dass die Schiedsrichter diese Situationen einzeln beurteilen müssen, und wenn du dir das hier anschaust, muss man sagen: ‚Es ist ein Tor.‘ Das hat der Schiedsrichter genauso gemacht. Aber dann kam der VAR. Und wann soll der eingreifen? Bei einer klaren Fehlentscheidung und dies war keine klare Fehlentscheidung. Das sehe ich überhaupt nicht so wie der VAR anscheinend.

Aber offenbar fährt die Fifa eine sehr strikte Linie, was den Schutz des Torwarts im Torraum (Fünfmeterraum) angeht. ​Laut den IFAB-Fußballregeln reicht es für ein Vergehen bereits aus, wenn ein angreifender Spieler den Torwart in seiner Bewegung behindert, ihm die Sicht nimmt oder ihn blockiert – selbst ohne ein klassisches „Foul“ (wie ein Stoßen oder Treten). Eine sehr strikte Linie, was den Schutz des Torwarts im Torraum (Fünfmeterraum) angeht.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Dieter Albrecht

    Dann wissen wir ja nun endgültig, warum Deutschland, wieder mal vorzeitig abreisen kann. Gut für die Spieler und ihre Familien. Das bedeutet drei Wochen mehr Urlaub. Ist doch auch schön.

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