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Zwei Eröffnungsspiele, zwei besondere Schiedsrichter: Haslberger und Michel starten die neue Saison

Die neue Fußballsaison beginnt mit zwei Schiedsrichtern im Rampenlicht: Wolfgang Haslberger und Fabienne Michel eröffnen am Freitagabend die neue Spielzeit. Haslberger leitet in Bochum das Eröffnungsspiel der 2. Bundesliga zwischen dem VfL Bochum und Hertha BSC. Michel steht beim Auftakt der 3. Liga zwischen Waldhof Mannheim und Fortuna Düsseldorf auf dem Platz.

Zwei Spiele, zwei Ligen – und zwei Unparteiische, die in der vergangenen Saison auf sich aufmerksam gemacht haben.

Für Haslberger ist die Ansetzung in Bochum der nächste besondere Moment in seiner noch jungen Karriere. Der Schiedsrichter aus St. Wolfgang hat sich in den vergangenen Jahren in der 2. Bundesliga etabliert und gehört inzwischen zu den Unparteiischen, denen der DFB regelmäßig wichtige Partien anvertraut.

Seinen Weg in die Bundesliga nahm Haslberger auf ungewöhnliche Weise. Im Oktober 2024 war er beim Spiel FC Augsburg gegen Borussia Dortmund zunächst als Vierter Offizieller eingeteilt. Als sich der angesetzte Schiedsrichter Tobias Welz beim Aufwärmen verletzte, musste Haslberger kurzfristig übernehmen – und kam so zu seinem überraschenden Bundesliga-Debüt.

Unterstützt wird er dabein von Tobias Endriß und Martin Speckner sowie Tom Bauer als vierter Offizieller. Video-Assistenten sind Nicolas Winter und Frederick Assmuth.

Auch Fabienne Michel geht mit Rückenwind in die neue Saison. Die FIFA-Schiedsrichterin wurde 2026 erneut zur DFB-Schiedsrichterin des Jahres gewählt. Die Auszeichnung ist eine besondere Anerkennung durch die eigenen Kolleginnen und Kollegen und unterstreicht Michels Stellenwert innerhalb der deutschen Schiedsrichterei.

Michel hat sich dabei längst einen Namen gemacht. 2023 leitete sie das DFB-Pokalfinale der Frauen und schrieb dabei gemeinsam mit ihrem Team Schiedsrichtergeschichte. Auch international ist sie inzwischen gefragt. Christian Gittelmann und Luca Schlosser sowie Martin Wilke assistieren ihr dabei,

Dass nun ausgerechnet Haslberger und Michel am selben Abend die Saison in zwei der drei höchsten deutschen Spielklassen eröffnen, ist deshalb mehr als eine Randnotiz. Es ist ein bemerkenswertes Signal für die Weiterentwicklung im deutschen Schiedsrichterbereich.

Während in Bochum der VfL und Hertha BSC um die ersten Punkte der neuen Zweitliga-Saison kämpfen, geht es in Mannheim für Waldhof und Düsseldorf ebenfalls um einen gelungenen Start. Für Haslberger und Michel beginnt die neue Spielzeit dagegen mit einer ganz eigenen Herausforderung: Sie sollen dafür sorgen, dass möglichst niemand über sie spricht.

Denn das ist die vielleicht wichtigste Aufgabe eines Schiedsrichters am ersten Spieltag: Im Mittelpunkt zu stehen – und am Ende trotzdem nicht die Hauptrolle zu spielen.

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