Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 3. Spieltag | 2. Liga

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 3. Spieltag | 2. Liga

16. August 2021 6 Von IG Schiedsrichter

In einer kleinen Auswahl an strittigen Szenen der 2. Bundesliga schauten wir uns einem möglichen Strafstoß für den HSV, dem aberkannten Treffer in Kiel und dem Elfer in Nürnberg beim 2:0-Sieg gegen Düsseldorf genauer an: 

FC St. Pauli 3:2 Hamburger SV (SR: Harm Osmers)

Jakov Medic ging am Eck des eigenen Strafraums ins Duell mit Bakery Jatta, worauf der Hamburger zu Boden ging und vehement Strafstoß forderte. Schiedsrichter Harm Osmers ließ das Spiel weiterlaufen und auch VAR Günter Perl griff nach kurzer Prüfung nicht ein. Am Ende stieg sich Jatta in die eigenen Hacken, fraglich ist aber, ob ihn zuvor Medic mit einem ausreichenden Kontakt aus dem Rhythmus brachte. Dies ist wohl eher zu verneinen, denn der Hamburger brachte sich mit seinem Bogenlauf selbst um Standfestigkeit und zudem ist einfach nicht jeder Kontakt strafbar. [TV-Bilder]

Holstein Kiel 0:3 SSV Jahn Regensburg (SR: Florian Lechner)

Philipp Sander schoss sich im Fallen den Ball an die eigene Hand und erzielte kurz darauf ein Tor. Schiedsrichter Florian Lechner gab den vermeintlichen Kieler Ehrentreffer nicht und lag damit absolut richtig. Beim Torschütze selbst ist nach wie vor jeder Kontakt mit der Hand strafbar. [TV-Bilder]

1.FC Nürnberg 2:0 Fortuna Düsseldorf (SR: Robert Schröder)

Erik Shuranov schoss Edgar Prib den Ball im Düsseldorfer Strafraum an den Arm. Der Ball sprang zum Nürnberger zurück, welcher dann auch noch über das lange Bein von Prib fiel. Schiedsrichter Robert Schröder entschied zu Recht auf Strafstoß für Nürnberg. Das Handspiel war nicht strafwürdig, da sie Arme nach unten hingen, das Fußfoul dagegen war unstrittig. [TV-Bilder – ab 2:58 Minute]

Anmerkung:
Wir sind auf das Material der Zusammenfassungen angewiesen. Falls euch noch eine Szene aufgefallen ist, schickt uns gerne Videomaterial und wir liefern eine Erklärung nach.

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