Leipzig schreibt Geschichte – Brych voll auf der Höhe

Leipzig schreibt Geschichte – Brych voll auf der Höhe

23. April 2019 0 Von Redaktionsmitglied

Im ersten Halbfinalspiel des DFB-Pokals schlug der einzige Bundesligist aus der ehemaligen DDR, RB Leipzig Zweitligist HSV. Die Roten Bullen die erstmals seit ihrer Gründung im Jahre 2009 im Pokalendspiel von Berlin stehen, geht ein Traum in Erfüllung.

Nach nur einer Minute unterbrach Brych die Partie versehentlich. Cool und gelassen verkaufte er diesen Fehler und setzte das Spiel mit einem Schiedsrichterball fort. Eine Minute später das erste Foul, als Hamburgs Naray seinem Gegner den Arm in den Weg stellte. Gut erkannt, eine Verwarnung war hier noch nicht nötig.

Das Spiel begann mit viel Tempo und so hatte RB durch Marcel Halstenberg die erste Großchance. Aus spitzem Winkel verfehlte Halstenberg das Tor nur knapp (5.) Wie aus den ersten Minuten erkennbar wurde, machte der Gast das Spiel. So klingelte es bereits nach 12 Minuten im Kasten des HSV. Nach einer Ecke nickte Yussuf Poulsen zum 1:0 ein. Die Zuordnung stimmte in diesem Moment überhaupt nicht. Drei Minuten später muss eigentlich das 2:0 fallen. Doppeltes Pfostenpech stand RB hier im Weg. Aus dem absoluten nichts haut Bakery Jatta das Tor des Monats raus. Kevin Kampl spielt einen katastrophalen Rückpass und Jatta haut den Ball aus 30 Meter über Keeper Gulácsi hinweg ins Tor. WAHNSINN!

Nachdem Felix Brych zwei Zweikämpfe zurecht weiterlaufen ließ kochte der Volkspark, der das etwas anders gesehen hatte. Brych hatte ein gutes Maß gefunden für die Bewertung der Zweikämpfe.

In der 42. Minuten die riesen Möglichkeit für den HSV in Führung zu gehen. Nach einem Traumpass in die Schnittstelle verfehlte Naray wenige Meter alleine vor dem Tor nur knapp. Die wenigen Chancen die sich der Dino erspielte, blieben bislang fast ungenutzt.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Foul von Lukas Klostermann an der Mittellinie. Hier kam man auch gut und gerne über ein taktisches Foul und somit über eine gelbe Karte reden. Brych beließ es bei einer Ermahnung.

In der 53. Minute die erneute Führung für die Gäste durch ein Eigentor von Vasilije Janjicic. Wenn er nicht hingeht schiebt Forsberg den Ball über die Linie. So ist es einfach unglücklich und hier kann man dem Hamburger Verteidiger keine große Schuld zuschreiben.

Irgendwann war klar, jetzt muss es Gelb geben. Willi Orban kam im Zweikampf zu spät und sah zu Recht die erste gelbe Karte der Partie.

Die Vorentscheidung ließ Emil Forsberg liegen, als er nach 67 Minuten freistehend aus zentraler Position 11 Meter vor dem Tor den Ball an die Latte knallte.

Drei Minuten später machte es Forsberg besser und er zimmerte den Ball aus 16 Metern ins linke untere Eck. Pollersbeck kommt da nicht mehr dran und ist schlussendlich chancenlos.

Fazit: Felix Brych hat wieder bewiesen, dass er in wichtigen Spielen immer noch einer der Topleute ist die dieses Spiel leiten sollte. Er ließ das Spiel gut laufen und so entstand ein flüssiges Spiel ohne viel unnötige Unterbrechungen. Die einzige Verwarnung für Orban war korrekt, mehr aber auch nicht. Unsere Note: 8,4 in einem normal zu leitenden Spiel. Pluspunkte für die ruhige Linie die einen roten Faden hatte.

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