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Der Riesen-Schreck für Ethan Nwaneri: Schiedsrichter Daniel Schlager zückt plötzlich die Rote Karte.

Daniel Schlager über Kartenwirbel

Rot statt Gelb! Bundesliga-Schiedsrichter Daniel Schlager sorgte beim Spiel zwischen Union Berlin und Borussia Dortmund für einen kuriosen Moment. Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) erklärt der 36-Jährige, wie es zu der Verwechslung kam – und warum man darüber auch einmal schmunzeln darf.

Es war eine Szene, die für Verwunderung und anschließend für einige Lacher sorgte. Nach einem Foul von Dortmunds Ethan Nwaneri an Berlins Tom Rothe griff Schiedsrichter Daniel Schlager zur Karte. Doch statt der beabsichtigten Gelben Karte hielt er plötzlich Rot in der Hand.

Der Unparteiische bemerkte seinen Irrtum sofort, korrigierte sich und zeigte anschließend die richtige Karte.

Eine kleine Unachtsamkeit mit großer Wirkung

Im Gespräch mit dem RND erklärte Schlager, dass es vor einem Bundesligaspiel durchaus hektisch zugehen könne. Nach dem Aufwärmen müssten die Schiedsrichter ihre technische Ausrüstung überprüfen und rechtzeitig für den Einlauf bereitstehen.

Dabei könne es passieren, dass die Karten versehentlich in den falschen Taschen landen.

Schlager räumte offen ein, für einen kurzen Moment unaufmerksam gewesen zu sein. Besonders wichtig war ihm jedoch die Einordnung des Vorfalls: Es habe sich um eine Unachtsamkeit gehandelt, nicht um eine gravierende Fehlentscheidung.

Sein Wunsch: Etwas mehr Humor im Umgang mit solchen Situationen.

Bundesliga-Schiedsrichter bereiten sich akribisch vor

Abseits des Karten-Fauxpas gewährte der FIFA-Schiedsrichter interessante Einblicke in die professionelle Vorbereitung auf Bundesliga-Begegnungen.

Der DFB stellt seinen Unparteiischen mittlerweile detaillierte Spielvorberichte zur Verfügung. Hinzu kommt die individuelle Analyse von Laufwegen und Positionierungen.

Als Beispiel nannte Schlager Dortmunds Stürmer Serhou Guirassy. Dieser bewege sich häufig genau in den Räumen, die auch Schiedsrichter während einer Partie nutzen.

Um den Spielfluss möglichst wenig zu behindern, müssen die Unparteiischen ihre Laufwege entsprechend anpassen.

Auch die Kommunikation wird gezielt trainiert. Dafür arbeiten die Schiedsrichter unter anderem mit Piloten zusammen. Im Mittelpunkt stehen klare, kurze Kommandos und die Abstimmung innerhalb des Schiedsrichterteams sowie mit dem Video-Assistenten.

Wenn José Mourinho einen Scherz macht

Eine weitere Anekdote betraf Startrainer José Mourinho. Während eines Europapokalspiels war Schlager als Vierter Offizieller eingesetzt.

Nachdem einer von Mourinhos Spielern durch eine unnötige technische Aktion den Ball verloren hatte, wandte sich der Trainer mit einem scherzhaften Kommentar an den deutschen Unparteiischen.

Auch solche Begegnungen gehören zum Alltag eines internationalen Schiedsrichters und zeigen, dass es zwischen Trainerbänken und Unparteiischen durchaus humorvolle Momente geben kann.

Fazit der IG Schiedsrichter: Auch Unparteiische sind Menschen

Die Szene mit Daniel Schlager ist ein gutes Beispiel dafür, wie schnell aus einer kleinen Unachtsamkeit eine große Geschichte werden kann.

Entscheidend ist jedoch, wie ein Schiedsrichter damit umgeht. Schlager erkannte seinen Fehler unmittelbar und korrigierte ihn, ohne dass daraus eine falsche persönliche Strafe entstand.

Nicht jeder Fehler eines Schiedsrichters ist gleich ein Skandal. Manchmal ist es schlicht ein menschliches Missgeschick, über das auch einmal gelacht werden darf.

Vielleicht täte diese Gelassenheit dem Fußball insgesamt ganz gut.

Quelle: Interview mit Daniel Schlager, RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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