You are currently viewing Die Verbände schweigen weiter und die Stadt Essen reagiert – Ein Kommentar

Die Verbände schweigen weiter und die Stadt Essen reagiert – Ein Kommentar

Die Verbände schweigen weiter und die Stadt Essen reagiert. Folgen weitere ?

Die Stadt Essen lebt das Jahr der Schiedsrichter! Keine schöne Werbung sondern hier folgen Taten an der Realität angelehnt.

Während den Sportgerichten aufgrund lascher Strafen in den Rechts-/ und Verfahrensordnungen bei Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter und Assistenten anscheinend die Hände gebunden sind, will die Stadt Essen die Straftäter zukünftig von den Sportplätzen ausschliessen.

Ein sehr guter Ansatz. Schläger gehören nicht auf den Sportplatz. Wenn die Verbände den jahrelangen Hilferuf der Schiedsrichter nicht hören wollen, dann sollten halt Städte und Gemeinden ihre ehrenamtlich tätigen Schiedsrichter selbst schützen.

„Stadt Essen greift durch: Härtere Strafen bei Gewalt auf dem Sportplatz

Die Stadt und die Sportverbände in Essen werden künftig noch härter bei Gewalt auf dem Fußballplatz durchgreifen. Der Sportausschuss hat beschlossen, Hausverbote zu verlängern.

Strafen der Sportgerichte verdoppeln

Die Sportgerichte des Fußballverbandes Niederrhein e.V. verurteilten oft vereinzelt Mannschaftsmitglieder zu geringen Geldstrafen. Nach Ansicht der Stadt Essen helfe das aber nicht, das Verhalten zu ändern.

Deshalb will die Stadt Essen die verhängten Hausverbote für Mannschaften oder Vereine verdoppeln, bei Wiederholungsfällen sogar ein langfristiges Haus- und Betretungsverbot für städtische Sportanlagen aussprechen. Sie würden dann also vom regulären Spielbetrieb ausgeschlossen“.

„Die Stadt Essen verschärft ihre Sanktionen gegen Gewalttäter im Amateurfußball. Doch laut Experten herrscht dort ein Klima des Schweigens!“

Die Einzelrichter der Sportgerichte würden ja gewiss gerne härtere Strafen verhängen, diese werden aber eingeschüchtert. Das ist die bekannte Praxis. Bei Mindeststrafen in den Rechts-/ und Verfahrensordnungen der Verbände wird den Einzelrichtern der Rücken gestärkt. Keine Kungelei mehr.

Bei Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter oder Assistenten DREI JAHRE MINDESTSPERRE bis zu 8 Jahren!  Das ist die Forderung der IG Schiedsrichter.

Tätlichkeiten sind ganz klar definiert: Schlagen, Treten, Spucken, Würgen, Kopfstoß, Stoßen.
In der Kommunikation sollte weiter mit Beleidigung unterschieden werden. Gespräche sollen ja auch nicht unterbunden werden.
 

Angriffe gegen Fußball-Schiedsrichter in den Schlagzeilen. Es sind Einzeltäter, die von der Mehrheit gestoppt werden müssen.

Ist das nicht ein Skandal? Während die Schiedsrichter und Assistenten selbst beim Verband seit Jahren härtere Strafen zu ihrem Schutz fordern, muss eine Stadt Essen jetzt in Vorleistung treten. Aber das ist offenbar der einzig richtige Weg um evtl. den letzten Realitätsverweigerer im Verband wach zu rütteln. Die Schläger müssen runter vom Platz.

Hier weiterlesen

Anton Dinslaken

Dipl. Kaufmann Anton Dinslaken ist neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Schiedsrichter zudem Mitglied im Bundesverband der Fachjournalisten e.V. (Bdfj).

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.