Pierluigi Collina bringt die WM-Welt gegen sich auf. Hier ist eine zusammenfassende Übersicht der Kernpunkte über die aktuelle Schiedsrichter-Kritik bei der Fußball-WM:
Hauptkritik an den Schiedsrichtern
- Massiver Kontrollverlust: Dem usbekischen Schiedsrichter Ilgiz Tantashev wird vom TV-Experten Patrick Ittrich nach dem Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay (1:0) die „schlechteste Leistung bei dieser WM“ attestiert.
- Umstrittene Entscheidungen: Seit Beginn der K.o.-Runde häufen sich die Diskussionen über Regelauflegungen und VAR-Eingriffe. Auslöser war unter anderem das aberknannte Tor von Jonathan Tah beim Ausscheiden der deutschen Mannschaft gegen Paraguay sowie ein ähnlich annullierter Treffer der Spanier gegen Österreich.
- Ungleiche Behandlung: Während die Kritik zunimmt, wartet der einzige deutsche WM-Referee, Felix Zwayer, seit der Vorrunde vergeblich auf einen weiteren Einsatz.
Schiedsrichterchef Collina im Fokus
Die Experten – darunter die Ex-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer und Patrick Ittrich – sehen das Hauptproblem nicht bei den einzelnen Unparteiischen, sondern bei FIFA-Schiedsrichterboss Pierluigi Collina:
- „Gesetz“ von oben: Laut Kinhöfer fungieren die Schiedsrichter auf dem Platz nur als Erfüllungsgehilfen. Sie setzen strikt um, was Collina vorgibt, um ihre Nominierungen nicht zu gefährden.
- Geänderte Leitlinien ohne Transparenz: Collina hat vor dem Turnier die Prioritäten verschoben: Zweikämpfe sollen großzügiger laufen gelassen, Torhüter dafür extrem geschützt werden.
- Mangelnde Kommunikation: Diese neuen Richtlinien wurden zwar intern mit Teams und Trainern besprochen, der Öffentlichkeit und den Medien aber erst im Nachhinein über ein schriftliches Zwischenfazit als „korrekt“ verkauft. Ittrich kritisiert dies als schwer nachvollziehbar und wie eine „erfundene Erklärung“ wirkend.
Befürchtete Konsequenzen für den Fußball
- „Der Torwart weiß, ich muss nur leicht berührt werden, dann schmeiße ich mich auf den Boden […] Und dann sagt jeder: Schaue es Dir an, Videobeweis, das Tor wird aberkannt.“ – Thorsten Kinhöfer
- Fatale Signalwirkung: Die neue Regelauslegung widerspricht komplett der Praxis aus den europäischen Top-Ligen und dem Europacup. Experten befürchten, dass Torhüter nun dazu eingeladen werden, minimale Kontakte für Spielunterbrechungen oder Tor-Annullierungen auszunutzen.
- Ungewissheit für den Vereinsfußball: Es ist noch unklar, ob diese WM-Leitlinien bald auch für Wettbewerbe wie die Bundesliga übernommen werden. Kinhöfer fordert hierzu eine schnelle Aufklärung, damit Vereine ihr Training (z. B. bei Standardsituationen) entsprechend anpassen können.

Guter Kommentar hierzu in der FAZ „Der Verdacht der Willkür überschattet die Pfiffe“, hinter den ich mich sehr gut versammeln kann.
Ich war auch über 40 Jahre als SR im Amateur Bereich unterwegs,wie es dann hieß du steigst auf in die Bezirksliga,freute man sich,man würde beobachtet und die Leistung beurteilt,
Im Laufe der Saison wurde klar das der Aufsteiger schon vor Ende der Saison feststand.
Was ich damit sagen will, ist das alles von der Obrigkeit geleitet und bestimmt wird und diesen Betrug an jedem SR machte ich damals nicht mit und ging wieder eine Klasse nach unten.
Sicherlich zählt auch hier die Leistung um Höherklassig zu pfeifen..
Und du musstest funktionieren sonst hattest du ei keine Chance .
Dadurch ist das ganze System als korrupt zu bezeichnen.
Ja, Herr Woitag, so ist das wahre Leben. Wer immer nur an das Gute glaubt, wird schnell eines Besseren belehrt. Leistung allein reicht dabei nicht. Das Gesamtbild muss passen. Die Ehrlichkeit steht oft hinten an. Ich kann für mich sagen, niemals krass benachteiligt worden zu sein, auch ohne das berühmte goldene Lenkrad. Aus gesundheitlichen Gründen (Arthrose in beiden Knien) ging meine Laufbahn viel früher als erwartet zu Ende.
Lieber Reiner Kuhn: Wenn es Dir schlecht geht erkennst Du Deine wahren Freunde! Jeder von den >= 41.000 Followern der IG Schiedsrichter nur einen Euro spenden.
https://ig-schiedsrichter.de/hilfe-fuer-reiner-kuhn/