Rein faktisch ist die Weltmeisterschaft für Felix Zwayer als Hauptschiedsrichter nach der Gruppenphase gelaufen.
Die FIFA hat ihn für die K.o.-Runde nicht mehr für die Leitung eines Spiels nominiert. Stattdessen kommt er zuletzt im Achtelfinale beim Duell zwischen Spanien und Portugal (am 6. Juli 2026) nur noch als vierter Offizieller zum Einsatz – ein klares Signal, dass man im weiteren Turnierverlauf sportlich nicht mehr als Chef auf dem Platz mit ihm plant.
Warum es nicht für ganz oben gereicht hat?
- Die Karten-Statistik & Spielführung: Zwayer zog in seinen beiden Gruppenspielen (USA vs. Australien und DR Kongo vs. Usbekistan) extrem schnell Gelb. Während andere Unparteiische versuchten, hitzige Phasen durch stringente Kommunikation und eine lange Leine zu beruhigen, griff Zwayer sofort zum Karton. Das wirkte international oft unglücklich und überzogen, was die FIFA bei der Bewertung der „Souveränität“ im Turnierverlauf traditionell negativ ankreidet.
- Der körperliche Rückschlag beim Debüt: Hinzu kam das bittere Pech bei seinem WM-Debüt im extrem heißen Seattle, als er in der Nachspielzeit unter schweren Wadenkrämpfen kollabierte und auf dem Rasen behandelt werden musste. Zwar biss er sich heldenhaft durch und leitete auch das zweite Spiel, doch für die absolute Weltspitze im Halbfinale oder Finale verlangt die FIFA physische und spielerische Perfektion.
Warum ist er gescheitert?
Rückblickend ist Felix Brych an Serbien, Daniel Siebert an Uruguay und Felix Zwayer an sich selbst gescheitert. Ihm fehlt es noch an Ausstrahlung, Souveränität und Charisma. Die deutschen Schiedsrichter sind in der Spitze immer noch sehr gut, aber andere Unparteiische aus den Ländern holen auf.
Fazit: Ein WM-Aus im klassischen Sinne ist es durch seine Rolle als vierter Offizieller zwar nicht, aber seine Träume von einem Viertel-, Halbfinale oder gar dem Endspiel als Hauptschiedsrichter sind wohl geplatzt. Die großen, prestigeträchtigen Ansetzungen überlässt die FIFA in der entscheidenden Phase anderen Kollegen.
Wer sind die Kandidaten für das Finale?
Da Felix Zwayer durch seine unglücklichen Auftritte und die hohe Kartenquote ins zweite Glied gerückt ist, richtet sich der Blick auf die absoluten Elite-Schiedsrichter des Turniers. Für das WM-Finale und die Halbfinals sucht die FIFA traditionell Referees, die Spiele mit maximaler Autorität und gleichzeitig unaufgeregter Souveränität leiten können.
Folgende Schiedsrichter gelten aktuell als die heißesten Finalkandidaten:
Die Top-Favoriten aus Europa
- Anthony Taylor (England): Er hat international ein enormes Standing und wird von der FIFA sehr geschätzt. Die Nominierung für das prestigeträchtige Achtelfinal-Nachbarschaftsduell zwischen Spanien und Portugal unterstreicht, dass er für die ganz heißen Aufgaben vorgesehen ist.
- Michael Oliver (England): Neben Taylor der zweite Engländer mit exzellenten Karten. Seine unaufgeregte, extrem souveräne Zweikampfbewertung passt perfekt in das Anforderungsprofil für ein WM-Endspiel. Einziges Manko für beide Engländer: Sollte die englische Nationalmannschaft das Finale erreichen, wären sie aus Neutralitätsgründen automatisch aus dem Rennen.
- Slavko Vinčić (Slowenien): Der Champions-League-Finalschiedsrichter von 2024 gilt als international absolut unumstritten. Er glänzt meist durch eine sehr unaufgeregte Spielleitung und ist für die FIFA-Schiedsrichterkommission eine extrem verlässliche Option für ein Endspiel.
Die stärksten interkontinentalen Optionen
- Wilton Sampaio (Brasilien): Wenn die FIFA für das Endspiel ein europäisches Team im Auge hat, fällt die Wahl oft auf einen Südamerikaner. Sampaio bringt die nötige Härte und Erfahrung mit, um auch ein hitziges WM-Finale zu kontrollieren.
- Ismail Elfath (USA): Als erfahrener Referee des Co-Gastgebers hat er den Vorteil, die Stadien und Gegebenheiten bestens zu kennen, und genießt bei der FIFA ein hohes Vertrauen für große K.o.-Spiele.
Weitere Kandidaten:
Sampaio, Ramos, Turpin, Elfath, Falcon, Faghani…
Diese Namen ergänzen das Bild perfekt und zeigen genau, welche hochkarätige internationale Konkurrenz Felix Zwayer vor der Nase hat. Die FIFA achtet bei den Halbfinals und dem Finale extrem auf eine ausgewogene Verteilung nach Kontinentalverbänden (Konföderationen), weshalb genau diese Namen aus Amerika, Europa und Asien heiß gehandelt werden.
Die starken Alternativen der FIFA
- Wilton Sampaio (Brasilien): Gilt in Südamerika (CONMEBOL) als absolute Bank. Er bringt die typisch südamerikanische Härte und unerschütterliche Autorität mit, die man braucht, wenn das Spiel extrem hitzig wird.
- César Arturo Ramos (Mexiko): Ein extrem erfahrener CONCACAF-Schiedsrichter. Er hat bereits bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 bewiesen, dass er große K.o.-Spiele absolut geräuschlos und fehlerfrei leiten kann.
- Clément Turpin (Frankreich): Neben den englischen Kollegen das europäische (UEFA) Aushängeschild. Turpin leitet seit Jahren die größten Champions-League-Spiele und steht bei der FIFA-Schiedsrichterkommission extrem hoch im Kurs.
- Ismail Elfath (USA): Als US-Amerikaner genießt er beim Co-Gastgeber ein echtes Heimspiel. Seine physische Präsenz und moderne, kommunikative Spielleitung machen ihn zu einer Top-Option für die entscheidende Turnierphase.
- Yael Falcón (Argentinien): Ein weiterer starker Mann aus Südamerika, der international einen rasanten Aufstieg hingelegt hat und für seine sehr klare Linie bekannt ist.
- Alireza Faghani (Australien/Iran): Ein absoluter Routinier auf der Weltbühne (AFC). Faghani ist berühmt dafür, Spiele sehr lange laufen zu lassen und eine extrem hohe Intensität zu tolerieren, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren.
Jeder Einzelne aus dieser Riege hat im bisherigen Turnierverlauf genau die Souveränität und internationale Akzeptanz gezeigt, die man für ein WM-Finale braucht.

Sehr enttäuschend leider für Felix…
Tello sehe ich als Argentinier vor Falcon. Ansonsten muss man natürlich abwarten wie die einzelnen Nationalmannschaften weiterkommen. Schiedsrichter aus England/Frankreich/Argentinien könnten leider das Pech haben, dass deren Mannschaften im Finale landen.
Ein Dutzend Namen für das Finale sind möglich. Einige müssen abwarten, wie weit ihr eigenes Land kommt. Ich bin mir sicher, dass es kein Europäer sein wird. Der Kontinent wurde bei drei der letzten vier Finalspiele berücksichtigt. 2010 Howard Webb (England), 2014 Nicola Rizzoli (Italien) und 2022 Szymon Marciniak (Polen). Nur 2018 mit Nestor Pitana (Argentinien) bildete die Ausnahme.
Interessant dürfte es werden, wenn im Finale ein Land aus Südamerika und ein europäisches Land stehen. Viele Optionen, auch mit Mexico, USA oder Kanada, wären möglich. Asien und Afrika werden kaum zum Zuge kommen. Dann schon eher Alireza Faghani (ehemals Iran, jetzt Australien). 2022 gab es den kontinentalen Aspekt nicht mehr, als Marciniak das Finale Argentinien gegen Frankreich leitete. Ich habe es schon mal gesagt: Nach dem Ende des Achtelfinales zeichnet sich bei den Ansetzungen des Viertelfinales ein genaueres Bild ab.
Zu Felix Zwayer: Ihm fehlt es nach wie vor an Souveränität und Ausstrahlung mit Charisma. Er hat beide Gruppenspiele zwar gut gepfiffen, hätte aber zurückhaltender mit den Karten (insgesamt zwölf) sein müssen. Das haben viele Spielleitungen, mit sehr wenigen oder gar keinen Karten, deutlich gezeigt. Die Nominierung als 4. Mann (Tafelhalter und Ersatzschiedsrichter) bei Anthony Taylor ist ja allenfalls ein Trostpflaster.
Das Problem liegt doch in erster Linie nicht bei Felix Zwayer, sondern bei der FIFA- Schiedsrichterkommission, die die Schiedsrichter offensichtlich anweist, Fouls, Rudelbildung und heftige Proteste nicht mit Karten zu ahnden. Ist das im Sinne des Fußballs? Meiner Meinung nach nicht! Diese Vorgabe hat letztlich zu dem Skandalspiel in der letzten Nacht geführt, bei der die Paraguayer trotz ihrer mangelnden Fairness vom usbekischen Schiedsrichter Tantashev gegen Frankreich nicht eine einzige
Karte sahen.Das ist eine ganz traurige Entwicklung.Kein Wunder, dass bei solchen Vorgaben Schiedsrichter wie Faghani, der wirklich alles laufen lässt, hoch im Kurs stehen! Michael Oliver hat sich gestern bei Kanada- Marokko zum Glück nicht an die absurden Vorgaben gehalten.
Es erstaunt mich sehr, dass Sie bei Ihrer Analyse auf die Unsinnigkeit der von oben geforderten Linie bei dieser WM überhaupt nicht eingehen.
Spätestens nach Frankreich- Paraguay müsste die FIFA umdenken.Ich habe aber kaum Hoffnung, dass sie es tun wird.
Ihr werdet sehen Felix Zwayer wird ein Viertelfinale bekommen. Verdient hätte er es.
Lieber Reiner Kuhn: Wenn es Dir schlecht geht erkennst Du Deine wahren Freunde! Jeder von den >= 41.000 Followern der IG Schiedsrichter nur einen Euro spenden.
https://ig-schiedsrichter.de/hilfe-fuer-reiner-kuhn/
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Zudem hatte FZ ja schon mit 90 Minuten physische Probleme, da würde ich auch niemanden einsetzen, der die 120 ggf nicht packt
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2006 war ein Argentinier mit Elizondo und davor Collina. Ich sehe Ramos oder Faghani vorne
So ein Blödsinn. Angeblich ist eine Nominierung für das Viertelfinale oder Halbfinale vorgesehen. Ich weiß ja nicht, woher der Autor dieses Beitrages seine Informationen hat, aber ohne Ahnung zu haben, irgendetwas zu behaupten, nur um irgendetwas behaupten zu können…
Oder hat Herr Kuhn möglicherweise die Liste der FIFA mit den künftigen Ansetzungen? Natürlich nicht.
Die – wenn auch vage – Hoffnung stirbt zuletzt. Collina weiß, wer das Endspiel pfeift. Wir müssen noch zehn Tage warten.
Es ist mit Zwayer so gekommen, wie es vorhersehbar war. Bleibt abzuwarten, wer die Halbfinals bekommt. Im letzten Viertelfinale ist Collina erstmalig von der kontinentalneutralen Ansetzung abgewichen. Pinheiro leitet Argentinien gegen Schweiz.
Für mich unverständlich warum er so hoch im Kurs steht… Er ist ein Schiedsrichter der immer wieder ungewollt im Mittelpunkt steht… Allerdings macht sich die FIFA SR Kommission ja gerne selber Probleme… Wie mit der Ansetzung des hoffnungslos überforderten Usbeken. Pinheiro wird vermutlich ähnlich überfordert sein.
Wo ist die Nominierung für das Viertelfinale gewesen?
Letexier hat das Argentinien Spiel bekommen… 2 mal Frankreich und 2 mal England im Achtelfinale. Ich hoffe für Zwayer daß er ein Viertelfinale bekommt. Die starke Konkurrenz aus Europa ist bis auf marziniack jetzt dann raus weil ihre Teams noch dabei sind…
Alle Hoffnung ist vergebens. Zwayer hat keine Chance mehr. Sonst wäre er im Sechzehntel- oder Achtelfinale berücksichtigt worden. Es sind nur noch acht Spiele, einschließlich Finale und Spiel um Platz drei. Jetzt trennt sich endgültig die Spreu vom Weizen. Ich hatte sehr auf Elfath gesetzt. Die Art seines Auftretens ist exzellent. Das Ende mit der nachträglich überlangen Nachspielzeit war jedoch negativ.
Aber hier gibt es ja noch eine Zusatzmöglichkeit: Wenn der „Friedensstifter Trump“ eingreift, wird der korrupte FIFA-Boss Infantino zu Kreuze kriechen und einen tiefen Bückling vor dem „weltgrößten“, total durchgeknallten Präsidenten machen. Die Aufhebung der Sperre des US-Spielers ist ein Skandal ohnegleichen. Ich habe noch immer – leider doch zu naiv – an die Unabhängigkeit von Sport und Politik geglaubt.
Infantino muss nach dem Ende der WM unverzüglich zurücktreten und aus dem Verkehr gezogen werden. Er ist maßgeblich für die Zerstörung des Weltfußballs verantwortlich. Dagegen war der ebenfalls korrupte Vorgänger Sepp Blatter in seiner Art noch einigermaßen zu ertragen.
Facundo Tello hatte auch kein 1/16tel und kein Achtelfinale und hat nun das erste Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko… Somit Hoffnung für Zwayer. Vielleicht bekommt er das Europaduell zwischen Spanien und Belgien
Diese Antwort ist sehr einfach: Tello gehört zum erweiterten Kreis der Endspielfavoriten. Jetzt wird es aber für Collina langsam zum Problem, weil Argentinien noch dabei ist. Ich rechne mit einem, vielleicht zwei Einsätzen für Felix Zwayer als 4. Mann und Ersatzschiedsrichter. Mehr ist nicht drin. Aus diesem Grunde bekommt auch der sehr gute Oliver jetzt noch seinen vierten Einsatz.
Wenn Vincic das Viertelfinale Spanien gegen Belgien nicht bekommt, gehört er zum engeren Favoritenkreis. Sollte Argentinien im Viertelfinale ausscheiden, wäre der Weg für den amerikanischen Kontinent (Nord / Süd und Mexico) frei. Sampaio bleibt im Gespräch. Marciniak hat das Finale 2026 geleitet. Ihm hängt zudem die Sache mit Messi an. Turpin hat nur eine geringe Chance, wenn Frankreich ausscheidet. Noch sind ja genügend Kandidaten im Köcher.
Abdullah: Wie ich schon gesagt habe, die Hoffnung stirbt zuletzt. Das gilt auch für manche Träume. Auch wenn ich es Felix Zwayer absolut gönnen würde: Es wird bei seinen zwei WM-Einsätzen bleiben. Vielleicht geht es uns wie 2022. Da lagen wir sogenannten Experten fast alle daneben. In gut einer Woche wird das Geheimnis mit einer durchaus möglichen Überraschung gelüftet.
Für mich zählen aktuell Barton, Turpin und Faghani zu den Topfavoriten für das WM-Finale. Aufgrund der Zusammensetzung der Schiedsrichterkommission – mit starkem italienischem beziehungsweise italienisch-schweizerischem Einfluss (FIFA-Abteilungsleiter Busacca, Schiedsrichterchef Collina, CONCACAF-Verantwortlicher Rizzoli und UEFA-Chef Rosetti) – sollte man jedoch auch Mariani in Betracht ziehen.
Vincic wäre sportlich ebenfalls ein Kandidat, erscheint jedoch aus politischen Gründen (Ceférin im Verhältnis zu Infantino) eher unwahrscheinlich. In den Viertelfinalen werden häufig noch einmal gezielt die Schiedsrichter eingesetzt, die bislang gute Leistungen gezeigt haben, deren eigene Nationalmannschaften jedoch noch im Turnier vertreten sind. Danach ist für sie das Turnier in der Regel beendet.
Turpin ist unwahrscheinlich, es sei denn, Frankreich scheidet im Viertelfinale aus. Ob Vincic dem konträren Verhältnis Ceferin gegen Infantino geopfert wird, liegt am Duo Collina / Busacca. Barton hat zuletzt nicht souverän gewirkt. Oliver ist ebenfalls vom Abschneiden Englands abhängig. Faghani zählt zu den aussichtsreichen Kandidaten. Das Finale geht in Richtung Südamerika, sollte Argentinien noch ausscheiden.
Ich bezweifle, aufgrund der Historie, einen argentinischen Finalschiedsrichter. 2006 hat ein Argentinier das WM Finale geleitet (Elizondo) und 2018 ( Pitana) sollte 2026 Facundo Tello das Finale leiten, hätte von den letzten 6 Turniere 3 mal ein Argentinier das Finale geleitet.
Seit 1978 zeigen die WM-Finalansetzungen nicht nur sportliche, sondern auch machtpolitische Muster. Wer in der FIFA-Kommission Einfluss hatte, bestimmte mit, welche Schiedsrichter für die größten Spiele infrage kamen. Die Phase mit Villar/Aranda und ihre spätere Ablösung durch Pierluigi Collina verdeutlicht, wie eng Ansetzung, Verbandspolitik und persönliche Netzwerke miteinander verbunden waren. In diesem Kontext wirkt auch die wiederkehrende Nähe zwischen Italien und Argentinien in der Finalhistorie kaum zufällig. Schau dazu bitte nur Felix Zwayer und Facundo Tello an. Genau hier sieht man, wie selektiv die Wahrnehmung ist: Was bei Zwayer sofort als Härte ausgelegt wird, gilt bei Tello oft als konsequente Spielkontrolle — bei vergleichbarer Linie. „Was bei Zwayer zur Story ( Krampf Vorfall) aufgeblasen wird, läuft bei Tello oft unter Radar. Das ist kein Zufall, sondern ein gutes Beispiel für selektive Wahrnehmung im Schiedsrichter-Diskurs.
Natürlich wird es kein Argentinier. Wenn Südamerika, dann ein Brasilianer, vorausgesetzt, Argentinien scheidet bis zum Finale aus.
Richtig, dann wird es Mariani oder Barton. Barton war nicht so schlecht, wie einige ihn gesehen haben. Und warum ich Felix Zwayer mit Facundo Tello verglichen habe, muss man nur das WM-Qualifikationsspiel Kongo gegen Jamaika gesehen haben. Facundo Tello hatte ebenfalls einen Krampf und musste das Spiel an den vierten Offiziellen abgeben; anschließend machte er als Tafelträger weiter.Maurizio Mariani war als Austauschschiedsrichter der UEFA bei der Copa América 2024 im Einsatz, die im Juni und Juli 2024 in den USA stattfand.
Und zum Schluss noch eine Randbemerkung: Facundo Tello war als Gastschiedsrichter bei der EM 2024 hier in Deutschland im Einsatz, während Maurizio Mariani als Austauschschiedsrichter der UEFA bei der Copa América 2024 in den USA tätig war. CONMEBOL berief ihn gemeinsam mit seinen Video-Assistenten in das 23-köpfige Schiedsrichteraufgebot des Turniers. Als Gegenleistung für diese Teilnahme amtierte der Argentinier Facundo Tello bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland. Mariani war damit der einzige UEFA-Schiedsrichter, der bei diesem südamerikanischen Kontinentalturnier pfiff – ganz zufällig ein Argentinier und ein Italiener. Herr Albrecht, sie wissen bestimmt auch noch, was WM 1978 Finale an Ansetzungspolitik ablief, statt eingeteilter SR Klein nachträglich abgeändert wurde, und Sergio Gonella aus Italien Spiel leitete.
Ja, ich kann mich daran nach bald 50 Jahren noch gut erinnern. Das war eine Riesensauerei, was mit dem Israeli Klein gemacht wurde. War ein Politikum. Gonella passte den Verantwortlichen besser ins Bild.
Turpin und Pinheiro haben die zwei abschließenden Viertelfinals…. Bei Turpin keine Überraschung…
Turpin ist absolut o.K. (4. Spiel. Pinheiro (3. Spiel. Wie gesagt: Zwayer ist nicht mehr dabei oder glaubt noch jemand an das Halbfinale.
Wenn SR Tello im WM-Qualifikationsspiel Kongo gegen Jamaika mit Krämpfen das Spiel nicht zu Ende pfeifen kann und der vierte Offizielle einspringen musste, oder wenn er wie heute Abend wieder mit Krämpfen nicht mehr hinterherkommt, dann darf Felix Zwayer allemal auch noch ein Spiel bekommen. Es ist echt peinlich, wenn man schon Getränke in der Tasche hat und sich stärken muss. Wir sprechen von Elite-Schiedsrichtern.
Zwayer ist nicht mehr im Rennen. Es gibt noch drei Spiele die einzuteilen sind. Da Frankreich weiter ist, sind Turpin und Letexier für die Halbfinals und das Finale (meiner Meinung nach) raus. Mein Tipp: Elfath, Faghani und Wilton teilen sich die drei restlichen wichtigen Spiele. Spiel um Platz drei hab ich vergessen, was letztlich egal ist wer es pfeift, da es eh um nichts geht…
Das mit Zwayer ist schon klar, aber der einzige sichere ist der Mariani, wo Spiel bekommen wird.
Elfath war mit Usbeke zusammen der schlechteste SR im Turnier, wenn der noch ein Dpiel bekommt dann nicht durch FIFA, sondern Trump.
Ich sage Barton, Faghani, Mariani und Martínez.
Mir war nach der Gruppenphase klar, dass Zwayer kein Spiel mehr bekommt. Mit Faghani sind wir scheinbar auf gemeinsamer Linie. An Elfath glaube ich nach seinem dritten Spiel nicht mehr. Sampaio zählt weiter zu meinen Favoriten, aber nur, wenn Argentinien nicht mehr dabei ist. Europa hat drei der vier Viertelfinalspiele bekommen. Jetzt wird Südamerika, vielleicht auch Nordamerika den Vorrang haben. Collina hat, wie bei den Weltmeisterschaften zuvor, bestimmt noch eine Überraschung parat, die wir überhaupt nicht im Blickfeld haben.
Einem Insider zufolge soll Mariani die besten Chancen haben. Er wäre dann in fünf Jahrzehnten schon der vierte Italiener nach Gonella (1978), Collina (2002) und Rizzoli (2014). Das wird in anderen Kontinenten auf ^keine Zustimmung stoßen. Meine Favoriten habe ich bereits genannt. Sampaio (ohne Argentinien) und Faghani gehören dazu. Mister Clattenburg kann offenbar Collinas Gedanken lesen. Ich glaube nicht, dass eine Woche vor dem Finale bereits eine Nominierung durchgesickert ist. Reine Spekulation.
Ein Leidtragender unter den Spitzenschiedsrichtern ist Clement Turpin. Das Finale bleibt ihm auch in seinem dritten WM-Turnier versagt, weil Frankreich immer bis zum Ende dabei war. In neun WM-Spielen ist er mit 19 gelben Karten, ohne Gelb-Rot und Rot, ausgekommen. Das spricht für sein souveränes Auftreten und die strategisch sehr gut gesteuerten Spielleitungen.
Lasst mich eine Bemerkung dazu abgeben: Ich glaube das Endspiel wird entweder von Alireza Faghani, Wilton Sampaio, Maurizio Mariani, Ivan Barton oder Ismail Elfath gepfiffen. Durch eine Ansetzung von Elfath wäre dann erneut wieder die politische Einflussnahme in den Sport bewiesen. Ich halte das leider für gar nicht so unwahrscheinlich.
Meine abschließenden Tipps:
HF1: Spanien-Frankreich: Barton, Sampaio, Makkelie oder Faghani
HF2: England-Argentinien: (die bereits genannten)
Spiel um Platz 3: Barton, Elfath, Sampaio oder Mariani
Finale: Faghani, Barton, Elfath, Sampaio, Mariani
Wenn Elfath das Finale bekommt, wäre das wieder eine Verbeugung von Bückling Infantino an den großen Fakeverbreiter Trump als Gastgeber. Barton hat in seinem dritten Spiel nicht überzeugt. An Makkelie mag ich nicht glauben. Mit Mariani muss natürlich gerechnet werden. Faghani und Sampaio (aber nur wenn Argentinien nicht dabei ist) wären Favoriten auf das Finale. Aber wir wissen ja, Collina und Busacca halten sicher noch eine Überraschung parat. Da könnten plötzlich ganz andere Namen auftauchen.
Das stimmt! Eine Sache wollte ich auch noch loswerden: Die faire und offene Debatte hier finde ich echt toll! Danke dafür an euch alle. Ich freue mich schon auf den nächsten Austausch hier wenn die nächsten Ansetzungen raus sind!
Barton pfeift das erste Halbfinale Spanien gegen Frankreich! Nyberg ist vierter Offizieller – ich glaube Felix Zwayer wird selbst als 4. Schiri nicht mehr eingesetzt werden.
Man kann über Bartons Leistung in seinem dritten Spiel trefflich streiten aber insgesamt hat er bei seinen Partien einen souveränen Eindruck gemacht. So sehe ich das zumindest. Zudem ist er durch seine „Red Card“-Durchsage gegen Paraguays Almiron in seiner ersten Partie zu einem absoluten Publikumsliebling geworden.
Ich finde die Ansetzung insgesamt gesehen gut.
Hugo: Ein absoluter Volltreffer, mit Barton an der Spitze. Wird spannend, wer das zweite Halbfinale pfeift. Interessant ist auch, dass die aktuelle Weltrangliste voll zutrifft. Die besten Vier sind dabei. Frankreich (3) gegen Spanien (2) und England (4) gegen Argentinien (1).
Barton mit 35 ist krass… Bin auf die drei noch ausstehenden Ansetzungen gespannt… Ich tendiere immer stärker zu Faghani
Das stimmt. Da sind noch mindestens zwei Weltmeisterschaften für Barton drin.
Ich tendiere auch zu Faghani wobei ich mir nicht abschließend sicher bin. Ich könnte mir Alireza Faghani auch gut als SR für das zweite Halbfinale vorstellen. Auch Marciniak ist für mich ein Kandidat für England-Argentinien. Das Jalal Jayed noch dabei ist kann zumindest ich nicht nachvollziehen.
Ich muss meinen Makkelie-Tipp allerdings wieder zurückziehen: Er ist bereits von der FIFA nach Haus geschickt werden.
Folgende Schiedsrichter sind noch mit in der Verlosung:
Australien/Asien:
Alireza Faghani
Adham Makhadma
Afrika:
Jalal Jayed
Amerika:
Ismail Elfath
Ivan Barton
Jesus Valenzuela
Wilton Sampaio
UEFA:
Espen Eskas
Szymon Marciniak
Maurizio Mariani
Glenn Nyberg
Joao Pinheiro
Slavko Vincic
Was sind eure Tipps?
Ich habe vorm WM gesagt, Mariani wird mitmischen. Der hat ja fast nur Landsmänner im Schiedsrichter Kommission. Das war sonnenklar für mich, das Politik wieder beim FIFA gemacht wird. Faghani oder Makhadma wird Argentinien gegen England bekommen.
Mein Favorit ist ebenfalls Alireza Faghani für das Finale. Natürlich bleibt auch Wilton Sampaio ein Kandidat. An Elfath mag ich nicht glauben. Wäre eine Verbeugung vor dem Gastgeber USA. Falls es doch ein Europäer wird, woran ich nicht glaube, sehe ich Slavko Vincic vorn. Szymon Marciniak ist raus. Er hat das Endspiel 2022 geleitet.
Bleibt noch Maurizio Mariani? Er wäre dann der vierte Italiener seit 1978. Wird Collina seinen Landsmann bringen? Was ist mit dem Schweden Glenn Nyberg? Ich rechne noch immer mit einer Überraschung, zumindest für das Spiel um Platz drei.
Wir „Fachleute“ sind uns also einig: Faghani pfeift das Finale. Wäre ein hervorragender Abschluss seiner großen Laufbahn. Aber unsere Meinung bleibt eben Spekulation. Abdullah erinnert sich, dass wir 2022 beim Finale und Spiel um Platz drei voll daneben gelegen haben.
Was ist mit Felx Zwayer? Ist er noch im Camp? Falls ja, könnte er noch einmal die Tafel bedienen? Ein schwacher Trost für das entgangene dritte Spiel oder vielleicht auch mehr.
Herr Albrecht, aktuell sind nur noch die von Hugo aufgeführten Namen im Rennen. Alle anderen sind bereits ausgeschieden. Die Liste wurde seitens der FIFA entsprechend bekanntgegeben.
Danke für den Hinweis, Robin, Die besagte Liste habe ich nicht eingesehen. So ist die Zahl der Kandidaten erheblich reduziert. Wäre ja auch vollkommen überflüssig, bei nur noch drei ausstehenden Ansetzungen derart viele Schiedsrichter zurückzuhalten.
Die ursprüngliche Liste war viel zu umfangreich. Auch ohne die Gruppe der Nur-Tafelhalter, kamen noch 42 Schiedsrichter zu mindestens einem Einsatz. 30 Schiedsrichter bei 104 Spielen hätten unbedingt ausgereicht. Für viele wäre dann ein weiteres Spiel hinzugekommen.
Aber hier kommt die kontinentale Denkweise hinzu. So wurden u.a. Schiedsrichter nominiert, die allenfalls den Anforderungen der 2. oder 3. Liga entsprochen hätten. Sehr leid getan hat es mir für den Schweizer Sandro Schärer. Mir war nicht bekannt, dass er angeblich von vorn herein als einziger Europäer nur als Tafelhalter vorgesehen war. Ihm selbst bei seinen Äußerungen vor Beginn der WM anscheinend auch nicht.
Der Fall Sandro Schärer zeigt wirklich die ganze Tragik des SR-Auswahlverfahrens der Fifa, lieber Dieter Albrecht. Zu oft wurden gerade bei dieser WM unerfahrene und nicht hochqualifizierte SR aus aller Welt eingesetzt während Top-Referees wie Schärer zum „Tafelhalter“ degradiert worden sind.
Es ist einfach ein Witz, dass Elfath das Halbfinale bekommt! Was er in den Spielen Spanien – Uruguay und Brasilien – Norwegen abgeliefert hat, war katastrophal. Aber die Amerikaner müssen offenbar auch irgendwie belohnt werden …
Unfassbar, welche Ansetzungspolitik und Nominierungen bei der FIFA betrieben werden – siehe Daniel Siebert und Sandro Schärer.
Elfath hat also Argentinien gegen England… Dann bleiben noch zwei Spiele. Ja Dieter ich erinnere mich noch wie wir 2022 beide komplett daneben lagen… Mein Tipp fürs Finale bleibt bei Faghani. Mariani als 4.of.
Ja, so wäre es okay. Aber FIFA denkt auch Kontinental…
Makmadeh ist nicht zu unterschätzen ..
Die Ansetzung von Elfath durfte erwartet werden, zugleich als Abschlussgeschenk an den Gastgeber USA, ohne Abstimmung mit den Alphatieren Trump und Infantino. Alles andere als das Finale für Faghani ist nahezu undenkbar, oder wird es dann etwa doch Sampaio? Da wohl auch noch ein Europäer Berücksichtigung findet, könnte es um Platz drei auf Mariani hinauslaufen. Sollte es anders kommen, wäre der Nachweis erbracht, dass Dieter, Abdullah und andere künftig besser keine Tipps mehr abgeben sollten.
Hallo Herr Albrecht, Sie liegen mit Mariani und Faghani bestimmt richtig. Wer ebenfalls hoch im Kurs steht und als Geheimtipp gilt, ist der Jordanier. Für Faghani spricht das sehr schwer zu leitende Spiel Mexiko gegen England, in dem er im Hexenkessel wirklich überzeugte. Elfath ist nur Ansetzungspolitik, anders kann man das sich nicht erklären..
Lieber Reiner Kuhn: Wenn es Dir schlecht geht erkennst Du Deine wahren Freunde! Jeder von den >= 41.000 Followern der IG Schiedsrichter nur einen Euro spenden.
https://ig-schiedsrichter.de/hilfe-fuer-reiner-kuhn/
Elfath Ansetzung zeigt leider wieder eine weitere unsägliche Einmischung der Politik in den Sport. Schade, dass so etwas inzwischen zum Standard wird!
Rein leistungstechnisch hätte zumindest ich nicht auf Elfath für dieses Spiel zurückgegriffen. Für mich wirkte er in seinen letzten Partien nicht selten unsouverän und teils überfordert.
Ich tippe auch auf Faghani könnte mir aber auch gut Mariani vorstellen. Makmaded hat bisher eine starke WM gepfiffen und wäre für mich ein Kandidat für den 4. SR im Finale oder als Schiedsrichter des Spiels um Platz drei. Beides hätte er sich mehr als verdient.
Ich bin mal gespannt.
Ich lege mich fest und tippe auf Alireza Faghani für das Endspiel!
Das ist eine totale Übereinstimmung. Hugo, Robin, Abdullah und Dieter tippen geschlossen auf Faghani. Bietet sich durch den Rückhalt seit dem Achtelfinale auch an. Dazu kommt die absolute Neutralität, ob ehemals Iran oder jetzt Australien. Es wäre bei seiner dritten Weltmeisterschaft der zehnte und letzte Einsatz am Ende einer langen erfolgreichen Laufbahn. Entweder sind wir Experten oder wir werden wieder eines Besseren belehrt?
Wahnsinn !
Vielleicht zaubert die FIFA am Ende doch einen anderen Namen aus dem Hut. Ich sag nur Vincic oder Makmaded
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Jetzt ist es offiziell: Der Slowene Slavko Vincic wird das diesjährige WM Finale pfeifen! Vierter Offizieller ist Makmaded. Ich habe es gestern noch hier geschrieben: Diese beiden Namen könnten noch aus dem Hut gezaubert werden. Und so ist es nun auch gekommen. Alireza Faghani ist somit abserviert worden und darf seine Karriere nicht mit dem WM-Endspiel krönen. Sehr schade für ihn. Aber eine positive Nachricht gibt es noch für das deutsche Schiedsrichterwesen: Bastian Dankert ist Teil des VAR Teams von Vincic beim Finale.
Das Spiel um Platz drei geht an Valenzuela. Vierter Offizieller ist hier Jayed (die Grundlage dafür kann zumindest ich nicht nachvollziehen.
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