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Red Bull Salzburg Anstoß-Variante

Am Montag war Weiterbildung im Fussballkreis Heinsberg auf dem Sportplatz  des SV Schwarz Gelb 1932 Venrath. Obwohl eine praktische Lehreinheit auf dem Plan stand, war die Resonanz ernüchternd. 

Der KSA teilte die anwesenden Schiedsrichter in Gruppen ein. Diese spielten dann auf dem Platz (Gott sei Dank bei Sonnenschein) nacheinander verschiedene Situationen auf dem Platz nach. Es ging im Kern um das Stellungsspiel des Schiedsrichters. Jeder Teilnehmer konnte mitteilen, wo er sich als Schiedsrichter bei der oder anderen Situation hin stellen würde. Dann wurde vom KSA unter Diskussion von Vorteil-/ und Nachteil Erklärung der einzelnen Positionen aufgelöst.

Positionen: Strafstoß, Anstoß, Freistoss, Eckball, Mauerstellung

Das war eine der besten Weiterbildungen, welche ich in meinem Hobby als Schiedsrichter mitgemacht habe. Sollte nachgeahmt werden. Volles Kompliment an den KSA Heinsberg. Leider waren von ca. 160 Schiedsrichtern nur 25 Kollegen anwesend. Traurig.

So ein Schild fällt mir natürlich sofort auf.  Ich hoffe ja immer das nicht derartiges passiert. Aber es geht in jüngster Vergangenheit leider viel zu viel auf den Sportplätzen zur Sache.

Kommen wir zur Auflösung des Titels: Redbull Salzburg Anstoß Variante

Beim Anstoß stehen nicht nur ein Spieler beim Ball am Mittelkreis, sondern viele Stürmer. Der Ball wird dann in die gegnerische Hälfte dahin gespielt, wo wenig Abwehrspieler beim Gegner stehen. Alle Stürmer aus dem Mittelkreis rennen dann dahin und versuchen den Ball zu bekommen. Ähnlich wie beim American Football. 

Früher kannte man die Anstöße nach vorne nur, dass zum Links-/ oder Rechtsaussen ein Pass geschlagen wurde. Heute wird ja fast nur noch zurück gespielt.

Was wichtig war bei dieser Situation zum Stellungsspiel Anstoß: Der Schiedsrichter sollte den Spielern beim Anstoß nicht, oder auch sonst nicht, im Weg stehen!

Was nach wie vor beim Fussballverband Mittelrhein fehlt ist das Deeskalation Training für Schiedsrichter.

Ein aktueller Kommentar per Email eines aus Vertraulichkeit ungenannten Lesers, einem Obmann:

„Deeskalationstraining (wie z.B. Millimetertraining) ist sehr sehr teuer. Kreise und Verbände haben dafür kein Geld. Der DFB jedoch schon – dieses Geld wird jedoch woanders eingesetzt. Mal schauen, der Bernd hat noch 2 Jahre Zeit in dieser Legislaturperiode, dann wird er an seinen Taten gemessen. Immerhin haben wir einen ersten Anfang mit dem Jahr des Schiedsrichters…

Es soll auch eine Spesenerhöhung zum Sommer kommen, allerdings ist diese verglichen mit der Erhöhung aus Bayern der totale Witz. Unser Beirat diskutiert ernsthaft um 1-2€, während Bayern einfach üppig erhöht. Dieses heterogene Feld der Bezahlung in ganz Deutschland ist der Sache nicht dienlich – auch hier könnte Bernd Neuendorf einiges von oben „bewegen“ – wird aber nicht kommen!“

Anton Dinslaken

Dipl. Kaufmann Anton Dinslaken ist neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Schiedsrichter zudem Mitglied im Bundesverband der Fachjournalisten e.V. (Bdfj).

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