Schiedsrichter im Mitelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 33. Spieltag  3. Liga

Schiedsrichter im Mitelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 33. Spieltag 3. Liga

12. April 2022 0 Von Reiner Kuhn

[fs] In der 3. Liga war wieder einiges los. Es geht um knifflige Strafraumszenen, drei Platzverweise und einen aufmerksamen Assistenten.

SC Freiburg II 1:2 TSV 1860 München (SR: Nicolas Winter)

Sandrino Braun-Schumacher lief Marcel Bär in die Hacken. Dabei verhinderte der Freiburger eine klare Torchance und wurde durch Schiedsrichter Nicolas Winter mit der roten Karte vom Feld verwiesen. Trotz des nicht allzu intensiven Foulspiels war der Kontakt ursächlich für den Sturz. Korrekte Entscheidung! [TV-Bilder – ab 00:30 Minute]

Sascha Risch hielt gegen Richard Neudecker drüber und erhielt die gelb-rote Karte. Dieser Platzverweis mutete hart dann, da es zum einen der zweite Platzverweis war und zum andern die Ampelkarte binnen einer Minute erfolgte. Ansonsten gab es hier aber nicht allzu viele Gegenargumente. Korrekter Platzverweis! [TV-Bilder – ab 03:20 Minute]

1.FC Saarbrücken 0:0 SV Waldhof Manmheim (SR: Christian Dingert)

Julian Günther-Schmidt ersprintete einen schlechten Rückpass und fiel über den herausstürzenden Keeper Timo Königsmann. Schiedsrichter Christian Dingert entschied sofort auf Strafstoß für Saarbrücken. Diese Szene war durchaus schwer einzuordnen, denn streng genommen fädelte der Saarbrücker hier ein. Läuft er aber weiter durch wäre es zum unweigerlich harten Kontakt gekommen, sodass man hier schon von einem strafstoßwürdigen Gesamtablauf sprechen kann. Insgesamt eine strenge aber noch vertretbare Entscheidung. Er kann sich aber glücklich schätzen,  dass er den Strafstoß verschossen hat, sonst wäre der Aufschrei größer gewesen. [TV-Bilder – ab 01:20 Minute]

In der Schlussminute forderte Saarbrücken erneut Strafstoß, hier pfiff Dingert aber nicht. Ein strafbares Handspiel lag auch nicht vor, da Alexander Rossipal seinen Arm bestmöglich anlegte. [TV-Bilder – ab 02:09:00 Minute]

1.FC Magdeburg 4:2 Viktoria Köln (SR: Dr. Riem Hussein)

Sirlord Conteh eroberte den Ball im Mittelfeld nach hartem Einsatz gegen Patrick Sontheimer, sodass Baris Atik in der Folge zum 4:1 einschieben konnte. Schiedsrichterin Dr. Riem Hussein sah beim vorausgehenden Zweikampf kein Foulspiel und lag damit auch absolut richtig. Conteh war einfach entschlossener und bewegte sich nur nach vorne zum Ball. Ein Kontakt mit Sontheimer war unausweichlich, aber handelsüblich. [TV-Bilder – ab 02:30 Minute]

Würzburger Kickers 0:1 1.FC Kaiserslautern (SR: Mitja Stegemann)

Alexander Winkler grätschte David Kopacz im Mittelfeld rüde um und sah hierfür die gelbe Karte. Richtige Wahl, da der Ball noch in der Nähe war und das Trefferbild mehr einem Beinstellen gleichte. [TV-Bilder – ab 40:30 Minute]

David Kopacz schubste Dominik Schad in einer Unterbrechung unnötig zu Boden. Schiedsrichter Mitja Stegemann zeigte die gelbe Karte, zunächst aber dem falschen Spieler. Assistent Luca Schlosser korrigierte aber schnell, sodass hier alles korrekt lief. Gut aufgepasst! [TV-Bilder – ab 02:22:00 Minute]

Nach Schlusspfiff wurde es nochmal unschön, als Würzburgs Coach Ralf Santelli komplett die Beherrschung verlor und das Unparteischengespann bis zu den Katakompen verfolgte. Schiedsrichter Stegemann ließ sich das nicht bieten und zeigte die rote Karte. Wenn man Lippen lesen möchte, kann man das in den TV-Bildern gerne tun. Unmögliches Verhalten! [TV-Bilder – ab 02:26:30 Minute]

VfL Osnabrück – SC Verl (SR: Dr. Max Burda)

Viktor Sapina traf im Strafraumduell auf Marc Heider und Schiedsrichter Dr. Max Burda gab Strafstoß für Osnabrück. Die Frage war, wer wen traf. Das kann so beantwortet werden, dass beide hier nur Füße trafen. Deshalb wurde der bestraft, der als erstes hinlangte und das war Sapina. Somit war der Strafstoß korrekt. [TV-Bilder – ab 03:20 Minute]

[fs]

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