Siebert mit britischem Abend

Siebert mit britischem Abend

9. Januar 2021 0 Von IG Schiedsrichter

(red/ss) Der BVB meldet sich im Kampf um die Meisterschaft zurück. Dank einer besonders starken zweiten Halbzeit konnte sich die Mannschaft von Trainer Terzic auf Leipzig verdient mit 3:1 durchsetzen. Die Tore erzielten Jadon Sancho (55.) und Erling Haaland (71. & 84.) In der 90. Minute machte Sörloth noch den Anschlusstreffer für RB. Schiedsrichter Siebert leitete die Partie souverän mit der Grafschen (weiten) Linie.

Zum Topspiel nach Leipzig schickte Lutz Michael Fröhlich FIFA-Schiedsrichter Daniel Siebert aus Berlin. Ihm assistierten wie gewohnt Lasse Koslowski und Jan Seidel. Als Vierter Offizieller wurde Norbert Grudzinski eingeteilt. In Köln beobachteten Sören Storks mit Frederick Assmuth das Geschehen in der Red Bull Arena.

RB trat von Beginn an sehr dominant auf, sodass den Gastgebern die ersten Minuten gehörten. Schiedsrichter Daniel Siebert hatte zu Beginn nicht allzu viel zu tun und ließ in gewohnter Manier viel laufen. Nach 12 Minuten regte sich Erling Haaland massiv über eine Abseits-Entscheidung des SRA auf, doch Jan Seidel hatte Recht, der Norweger war einen halben Schritt im Abseits. In der 15. Minute bekam der BVB einen Freistoß im Mittelfeld, Haidara kam von hinten an, zog erst am ausführenden Spieler und stellte sich dann vor den Ball. Trotz der Anweisung der DFB-Schiedsrichter-Führung zu Beginn des Jahres 2020 gibt es dafür allgemein in der Bundesliga kaum noch Gelb. Die erste Verwarnung sprach Siebert gegen den Dortmunder Delaney in der 32. Minute aus. Dieser hielt Forsberg erst und zog ihn schließlich am Trikot zu Boden. Eine gute Einstiegskarte! Die Gäste aus Dortmund wurden im Laufe der ersten Halbzeit besser, sodass die Partie auch spielerisch immer ausgeglichener wurde. Nach 45 + 2 Minuten ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Kabinen.

Nach der Pause hat der BVB in der 49. Minute die erste Chance. Reuss Schuss konnte Gulacsi aus wenigen Metern klasse zum Eckball parieren. Die Dortmunder kamen eindeutig besser aus der Pause und gingen in der 55. Minute verdient durch Sancho in Führung. Haaland machte über die rechte Seite richtig Tempo und gab dann in die Mitte ab zu Reus, der perfekt weiterleitete zu Sancho. Der Brite schloss souverän und unhaltbar für Gulacsi ins kurze Eck ab. Und der BVB machte weiter und gab auf dem Platz richtig Gas! Die Offensive der Gäste glänzte zeitweise mit wunderschönen Kombinationen. Nach guten 64 Minuten hatte Haaland die riesen Chance auf das 2:0. Gluacsi konnte den Schuss aus kurzer Distanz Weltklasse an die Latte lenken. Super Aktion des Keepers. Aber die Antwort von RB kam postwendend! Olmo tauchte im Dortmunder Strafraum auf, sein Schuss landete am Pfosten. Danach kam offensiv von den Leipzigern allerdings wieder sehr wenig. Und so kam der BVB nach einem klasse Dribbling von Haaland und ein paar Zwischenstationen, durch den Norweger per Kopf zum 2:0. Eine super Aktion vom Dortmunder Stürmer! Die zweite gelbe Karte der Partie sah Akanji in der 74. Minute für ein Foul kurz vor dem Strafraum. Den direkten Freistoß aus sehr gefährlicher Position setzte Angelino in die Mauer. Die Leipziger kamen auch nach dem erneuten Gegentreffer nicht mehr in diese zweite Halbzeit hinein, sodass Haaland in der 84. Minute sogar noch einen für die BVB draufsetzte. In der 90. Minute gelang RB noch der Anschlusstreffer durch Sörloth, der erst per Kopf an Bürki scheiterte und dann aber gekonnt nachsetzte. Nach 3 Minuten Nachspielzeit blieb es beim verdienten 3:1 Auswärtssieg für die Dortmunder, die nur noch 5 Punkte hinter dem Spitzenreiter Bayern München liegen. RB verpasste durch die Heimniederlage den Sprung auf die Tabellenspitze, der Rückstand auf Bayern München beträgt weiterhin 2 Punkte.

Fazit: Eine gute Leistung von Daniel Siebert in einem normal zu leitenden Bundesliga-Topspiel. Mit seiner sehr weiten Linie ist er auf den Spuren von Manuel Gräfe unterwegs, auch wenn ihm zeitweise noch ein bisschen die Akzeptanz fehlte. Insgesamt passte die Zweikampfbewertung über die gesamte Partie hinweg.

Von: Simon Schmidt.

VAR korrigiert 2 von 4 Dankert-Elfmeter

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