Tore, Platzverweis und Diskussionen

Tore, Platzverweis und Diskussionen

23. November 2019 0 Von IG Schiedsrichter

Tore, Platzverweis und Diskussionen um einen Treffer und eine nichtgegebene Rote Karte gab es am heutigen Samstagnachmittag in den Spielen der Bundesliga. Unsere Einschätzungen zu den bisher gesehenen Szenen der Konferenz:

Eintracht Frankfurt 0:2 VfL Wolfsburg (SR: Daniel Siebert)

Der Platzverweis für Wolfsburgs Marcel Tisserand kurz vor der Pause hatte für das weitere Spiel keine Auswirkungen. Die Frankfurter verloren mit 0:2.

Im Luftduell mit Gonçalo Paciência fuhr Tisserand im Mittelfeld den Ellenbogen aus und traf den Stürmer der SGE am Kopf. Schiri Siebert zögerte nicht lange und schickte den bereits verwarnten Verteidiger in die Kabine.  Hier sprechen wir Schiedsrichter vom Arm als Werkzeug, da keine Schlagbewegung vorhanden war. Er hat ihn lediglich rücksichtslos getroffen.

Die erste Verwarnung für ihn wirkte etwas hart, weil er den Ball nur kurz in der Hand hielt, aber vollkommen korrekt, weil er damit einen schnellen Gegenangriff der Hessen unterband. Das darf man sich nicht erlauben, den Ball in die Hand nehme, nachdem Freistoß für den Gegner gegeben wurde.

Dost traf, stand beim Schuss aber im Abseits: Kostić vernaschte William an der linken Grundlinie und spielte flach in die Mitte. Dost befördert das Leder technisch anspruchsvoll mit der Hacke ins kurze Eck, doch der Treffer zählte aufgrund der Abseitsposition zurecht nicht!

Fortuna Düsseldorf 0:4 FC Bayern München (SR: Frank Willenborg)

Benjamin Pavard erzielte nach zehn Minuten die Führung für die Bayern. Müller führte einen Eckball schnell aus und legte zurück auf Kimmich. Der Sechser sah, dass sich Pavard am kurzen Pfosten freilief und gab die Kugel stramm vor das Tor. Pavard berührte das Leder noch ganz leicht, das Ding rutschte komplett durch und ging flach ins lange Eck. Doch da gab es Diskussionen. Müller war einen Schritt im Abseits, er war aktiv, sollte der Flankenempfänger sein, der Düsseldorfer musste den Ball klären. Der geklärte Ball ging ins Aus. Irrtümlicherweise gab das Gespann einen Eckstoß. Das war falsch. Es hätte hier den Abstoß geben müssen und eben nicht den Eckstoß, woraus dann das 1:0 entstand. Unglücklich, jeder nichts für den Video-Assistenten, da es laut Ansicht der Regelhüter keine schwerwiegende Fehlentscheidung ist.

Willenborg hatte ein eigentlich einfaches Spiel zu leiten, aber er verschonte Düsseldorfs Rouven Hennings nach einem Foulspiel von hinten aufs Sprunggelenk vor Rot. Er geht überhaupt nicht zum Ball, steigt mit Risiko da ein. Alaba hat großes Glück, dass er nicht schwerer verletzt wurde. Den Düsseldorfer womöglich, dass er nicht das volle Gewicht drauf hatte, aber das sollte schon mit Rot bestraft werden.

Die weiteren Ergebnisse:
Werder Bremen 1:2 Schalke 04
Bayer Leverkusen 1:1 SC Freiburg
Union Berlin 2:0 Bor. M’Gladbach

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