Video | Champions League-Latenight mit Damir Skomina

Video | Champions League-Latenight mit Damir Skomina

23. August 2017 0 Von IG Schiedsrichter

Team Skomina

Nachdem bereits Szymon Marciniak im Hinspiel sehr viel zu tun hatte, wurde der erfahrene slowenische Schiedsrichter Damir Skomina mit der Leitung des Rückspiels betraut. Wir schauen uns verschiedene Szenen noch mal genauer an. 

Skomina startete sehr gut in die Partie mit einer perfekten Einstiegskarte, gegen Seri der in der 7. Minute ein taktisches Foul im Mittelkreis begeht und damit den Lauf seines Gegenspielers stoppt. Absolut richtige Entscheidung.

Kritischer wurde es allerdings etwas in der 19. Minute, als Nizzas Dante seinen Ellenbogen einsetzt. Skomina läuft zu ihm und ermahnt ihn (mit einer für meine Begriffe aggressiven Körpersprache). Wie im Video zu sehen ist der Ellenbogen rausgestreckt und Dante trifft seinen Gegner voll. Hier fehlt ganz klar eine Verwarnung, die hätte Damir Skomina aussprechen müssen.

Es war keine besonders spannende Partie, sodass über längere Zeit nichts los war. Es kam allerdings in der 60. Minute zu einer Strafraumsituation, als Nizza nach einem Handelfmeter verlangte. Skomina ließ berechtigterweise weiterspielen: die Hand lag an, es ist niemals ein absichtliches und somit auch kein strafbares Handspiel. Weiterspielen war die absolut korrekte Entscheidung in dieser Situation. Es kam auch zu einer Situation mit hohem Bein in der 70. Minute, in dem Skomina durchaus die Gelbe Karte hätte ziehen können.

Doch gegen Ende des Spiels schien es so auszusehen als ob die Konzentration bei Skomina etwas nachließ. So gab es neben einer korrekten gelben Karte nach taktischem Foul in der 86. Minute, zwei weitere Situationen die wir uns genauer anschauen werden: in der 82. Minute geht Pierre Lees-Melou von hinten in den Zweikampf und trifft seinen Gegner an der Wade. Skomina zückte nur die gelbe Karte, man hätte allerdings in dieser Situation durchaus auch die Rote Karte geben können, wenn nicht sogar müssen. Auch in der 86. Minute kam es zu einer Situation in der eine Karte erforderlich gewesen wäre: der Ghoulam tritt seinen Gegenspieler mit Kraft auf den Fuß, Skomina pfiff nur ab und ließ die Karte stecken. Auch hier wäre mindestens die Gelbe Karte obligatorisch gewesen.

Insgesamt behielt Damir Skomina allerdings jederzeit die Kontrolle in einem Spiel das von Anfang an keine besondere Spannung bot und auch daher leicht zu leiten war. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass die Spielleitung von Fehlern getrübt war.

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