Videobeweis im Dauereinsatz: Sören Storks nicht zu beneiden

Videobeweis im Dauereinsatz: Sören Storks nicht zu beneiden

15. Februar 2020 1 Von IG Schiedsrichter

Mit einem Handspiel vor der Torerzielung und einer Schutzhand die es nicht mehr gibt. Weghorst winkte ab und es passierte nichts. Unsere Analyse mit fünf gesehenen Szenen aus der Bundesliga-Konferenz:

TSG Hoffenheim 2:3 VfL Wolfsburg (SR: Sören Storks)

Elfmeter für die Wölfe! Schlager brachte das Leder von knapp rechts im Strafraum in die Mitte. Rudy grätschte dazwischen und wurde am Arm getroffen, der vom Körper nach oben abgespreizt ist. Gemäß neuem Regelwerk ein Elfmeter wie es im Buche steht. Von daher ist die Entscheidung in Ordnung.

Abseits

Videobeweis: Der Treffer zählte nicht! Nach einer Flanke von links setzte sich Weghorst im Luftduell stark durch. Den Kopfball konnte Baumann mit einer super Reaktion gerade noch halten. Allerdings nur klatschen lassen und Mehmedi staubte aus kürzester Distanz ab. Der Schweizer stand beim Kopfballduell seines Offensivkollegen jedoch knapp im Abseits. Dem Video-Assistenten ist dies nicht entgangen.

In der 50. Minute erneut Videobeweis: Mbabu war zunächst leicht ausgerutscht, aber Hübner holte den Außenverteidiger letzten Endes von den Beinen. Nach Betrachtung der Bilder, und Storks ließ sich lange Zeit, entschied er auf Strafstoß für Wolfsburg. Für mich korrekt. Auch wenn es ein unglückliches Foulspiel, aber Hübner traf ihn am Standbein und holte ihn  so von den Beinen.

Schutzhand gibt es nicht mehr

Nur acht Minuten später griff Video-Assistent Deniz Aytekin bei einem möglichen Handspiel wieder ein. Robert Skov übernahm Verantwortung und trat zum Freistoß an. Der Däne versuchte es direkt über die Mauer. Wegharst war dazwischen, allerdings mit seinem Arm. Nach Ansicht der Bilder entschied Storks wieder zu Recht auf Elfmeter.Weghorst hatte durch das Blocken des Balls mit dem Arm einen Torschuss verhindert, demzufolge gab es Elfmeter und Gelb. Guter Eingriff von Deniz Aytekin.

Nach der Elfmeter-Entscheidung hatte Weghorst, wie damals Pléa, heftig reklamiert, sich über seine Gelbe Karte beschwert und die Entscheidung des Schiris durch Abwinken als lächerlich zum Ausdruck gebracht. Wenn wir schon eine neue Anweisung geben, gilt die für ALLE und Storks reagiert nicht. Hier hat der Ref einfach keine Eier und hat ihn nicht mit Gelb/Rot vom Platz gestellt. Das ist inkonsequent und hilft uns allen Schiedsrichtern nicht weiter.

SC Paderborn 1:2 Hertha BSC Berlin (SR: Bibiana Steinhaus)

Hertha bejubelte das vermeintliche 2:0, doch es zählte nicht. Neuzugang Matheus Cunha brachte den Ball im Tor unter, aber bei der Ballannahme von Vorlagengeber Krzysztof Piątek war die Hand im Spiel. Wenn der Ball direkt vor einem Tor an die Hand geht, darf das Tor nicht zählen. Richtige Entscheidung!

RB Leipzig 3:0 SV Werder Bremen (SR: Benjamin Cortus)

Per Freistoß gingen Sachsen mit 2:0 in Führung. Nach Olmos Flanke von der linken Fahne schraubte sich Patrik Schick an der mittigen Fünfmeterkante am höchsten und nickte zentral auf den Bremer Kasten. Pavlenka war zwar mit der rechten Hand dran, verlängerte aber in die Maschen. Wie jedes Tor wurde auch dieses vom Video-Assistenten überprüft, da Schick vor leicht gerempelt hatte. Cortus ließ zunächst weiterlaufen, da ihm vermutlich der kleine Rempler nicht ausgereicht hat und dann musste die Entscheidung nach Überprüfung stehen bleiben, weil es keine klare offensichtliche Fehlentscheidung ist. Es gibt sicherlich Schiedsrichter, die da auf Foul entscheiden würden, aber das muss er dann direkt selbst entscheiden, sonst muss -wie geschehen- die Platz-Entscheidung stehen bleiben. ür mich ist das vor dem 2:0 für Leipzig kein zwingend zu ahndetes Foulspiel. Wollen wir das jetzt wirklich abpfeifen? Die sollen ihren Körper mal unter Spannung bringen und dagegen halten. Ich bin sowieso immer der dafür, in dem Alter mal länger stehen zu bleiben. Ob das im Mittelfeld oder im Strafraum ist, dass sich jeder fallen lässt, auf einen Pfiff wartet und was schinden will. Früher wurde man dafür angeprangert, heute nennt man das Schlitzohrigkeit. Gut, dass der Schiri dort nicht reingefallen ist.

 

 

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