Unter der Plattform „X“ (ehemals Twitter) wurde vor wenigen Tagen ein Schreiben gepostet, dessen Inhalt das gesamte deutsche Schiedsrichterwesen, einschließlich dem Vorsitzenden Knut Kircher, in niederträchtiger Weise verunglimpft, verbunden mit einer Hasstirade gegen alle Schiedsrichter der Bundesligen.
Wer kritisiert, soll dazu stehen
Das Schreiben wurde ohne Namensnennung amonym veröffentlicht. Leider gibt es bisher kein Gesetz, dass die Nennung des Absenders zur Pflicht macht. So können Kommentare unter dubiosen anonymen Bezeichnungen eingestellt werden.
Die IG Schiedsrichter ist der Sache unverzüglich nachgegangen. Es gibt keine Hinweise die eine Echtheit des offenen Briefes naheliegen. Bei den Recherchen wurde ein Fanclub bzw. Fangruppe mit der Bezeichnung „Vertikalpass„, die dem Verein VfB Stuttgart nahe stehen soll, ermittelt. In unmittelbarem Zusammenhang steht der Name Sebastian Rose aus Stuttgart. Er wurde von der IG Schiedsrichter angeschrieben und um Stellungnahme zur Sache gebeten. Eine Antwort ist ausgeblieben.
IG-Mitarbeiter Dieter Albrecht, ehemals zwei Jahrzehnte als Schiedsrichter tätig, zeigt sich tief erschüttert von derartigem Hass auf alle deutschen Schiedsrichter, die absolut strafrelevant sind.
Die IG Schiedsrichter verurteilt in aller Schärfe das Verhalten von Personen, die dem Sport mit derartigem Verhalten abträglich sind. Wir fordern den Gesetzgeber auf, dass in allen Social-Media-Plattformen die Nennung des Klarnamens gesetzlich zur Pflicht gemacht wird, Zuwiderhandlungen mit harten Konsequenzen sanktioniert werden.
