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Patrick Ittrich wird neuer Schiedsrichterexperte bei Sky/RTL

Patrick Ittrich wird neuer Schiedsrichter-Experte bei Sky und RTL

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere bleibt Patrick Ittrich dem Fußball erhalten – künftig allerdings vor der Kamera. Der 47-Jährige wird zur Saison 2026/27 neuer Schiedsrichter-Experte bei Sky und RTL. Die Rolle ist für ihn allerdings nicht neu: Bei der WM 2026 überzeugte Ittrich bereits als Regel- und Schiedsrichterexperte bei MagentaTV mit sachlichen, verständlichen und zugleich kritischen Analysen.

Patrick Ittrich tauscht die Pfeife gegen das Mikrofon. Nach dem Ende seiner Karriere als Bundesliga-Schiedsrichter übernimmt der Hamburger zur neuen Saison eine neue Aufgabe als TV-Experte. Bei Sky und RTL soll er künftig strittige Spielszenen, Regelentscheidungen und insbesondere VAR-Situationen analysieren und für die Zuschauer verständlich erklären.

Dass Ittrich diese Aufgabe beherrscht, hat er gerade erst bei der Weltmeisterschaft 2026 unter Beweis gestellt. Bei MagentaTV war er bereits zum vierten Mal bei einem großen Turnier als Schiedsrichterexperte im Einsatz. Seine Art kam dabei beim Publikum gut an: Ittrich erklärte komplexe Regelsituationen sachlich und verständlich, scheute sich aber gleichzeitig nicht davor, Entscheidungen von Schiedsrichtern oder Vorgaben des Regelgebers kritisch zu hinterfragen.

Dabei machte Ittrich deutlich, wie er seine Rolle versteht: Nicht Entscheidungen verteidigen, sondern sie erklären, Hintergründe einordnen und auch Kritik zulassen. Genau diese Mischung aus Fachwissen, Klarheit und kritischer Distanz dürfte nun auch seine Arbeit bei Sky und RTL prägen.

Bei der WM wurde dies mehrfach deutlich. So kritisierte Ittrich die Auswirkungen der neuen Vorgaben zur Nettospielzeit deutlich und stellte fest, die Änderungen würden bislang kaum den gewünschten Effekt erzielen. Bei anderen Entscheidungen ging er noch härter mit seinen ehemaligen Kollegen ins Gericht und bezeichnete etwa die Leistung des usbekischen Schiedsrichters Ilgiz Tantashev im WM-Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay als die „schlechteste Leistung dieser WM“.

Auch beim aberkannten Tor von Jonathan Tah gegen Paraguay lieferte Ittrich eine detaillierte Analyse aus Schiedsrichtersicht und erklärte, warum er den VAR-Eingriff für nicht gerechtfertigt hielt.

Genau diese Kombination dürfte für Sky und RTL interessant sein: Ittrich kennt die Perspektive des Schiedsrichters aus eigener Erfahrung, ist aber nicht darauf festgelegt, Entscheidungen seiner ehemaligen Kollegen automatisch zu verteidigen.

Seine aktive Bundesliga-Laufbahn hatte Ittrich nach der Saison 2025/26 beendet. Seit 2016 leitete er Spiele in der Bundesliga und kommt auf 94 Einsätze in Deutschlands höchster Spielklasse. Nun folgt der Wechsel auf die andere Seite.

Für die Zuschauer dürfte sich dabei wenig ändern: Ittrich bleibt derjenige, der erklären soll, was auf dem Platz passiert ist – nur künftig nicht mehr mit der Pfeife, sondern mit dem Mikrofon.

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