Ein Schiedsrichter-Debüt sorgt diesmal für die Schlagzeile in der 3. Liga: Max Kluge steht nach seinem ersten Einsatz im Profifußball an der Spitze unserer Bewertung. Dahinter folgen Felix Grund und Luca Sambil auf den Plätzen zwei und drei.
Für Diskussionen sorgte dagegen Niclas Rose, dessen Spielleitung bei Duisburg gegen Würzburg deutlich kritischer ausfällt.
Platz 1: Max Kluge
Auf Platz eins steht diesmal Max Kluge aus Falkenau. Der 23-Jährige feierte beim Duell zwischen Großaspach und Ingolstadt sein Debüt im Profifußball – und hinterließ dabei einen starken Eindruck.
Von Beginn an trat Kluge selbstbewusst auf und überzeugte mit einer ruhigen und klaren Spielleitung. Auch bei intensiveren Zweikämpfen behielt der Debütant seine Linie bei und sorgte dafür, dass die Partie trotz der körperlichen Spielweise nicht aus dem Ruder lief.
Besonders hervorzuheben ist die korrekte Gelb-Rote Karte gegen Ingolstadts Keanan Bennetts wegen wiederholten Foulspiels. Insgesamt war es ein überzeugender Debüt-Auftritt von Max Kluge, der die Partie beim 2:0-Sieg der Ingolstädter souverän leitete und damit einen starken ersten Eindruck hinterließ.
Platz 2: Felix Grund
Auf Platz zwei folgt der Bayerische Schiedsrichter Felix Grund, der am Samstag am Tivoli die Partie zwischen Alemannia Aachen und dem SV Meppen leitete.
Beim 3:0 der Meppener zeigte Grund eine insgesamt sehr überzeugende Spielleitung. Trotz intensiver Zweikämpfe und einer zunehmend frustrierten Aachener Mannschaft bewahrte er eine klare Linie und wirkte jederzeit aufmerksam.
Bei den Verwarnungen bewies Grund ein gutes Gespür und griff konsequent ein, wenn die Intensität der Zweikämpfe die Grenze überschritt. Auch die Elfmeterforderung der Aachener in der 31. Minute bewertete Grund korrekt und ließ sich von den Protesten nicht beeinflussen.
Insgesamt war es ein souveräner und unaufgeregter Auftritt von Felix Grund, der die Partie am Tivoli sicher über die Bühne brachte.
Platz 3: Luca Sambil
Den dritten Platz vergeben wir diesmal an Luca Sambil. Der junge Schiedsrichter wirkte in seiner Partie phasenweise noch etwas nervös und nicht immer ganz sicher in seinem Auftreten.
Entscheidende Fehlentscheidungen waren bei ihm jedoch nicht auszumachen. Trotz seiner Nervosität behielt Sambil die Partie insgesamt unter Kontrolle und leistete sich keinen klaren Fehler, der den Spielverlauf maßgeblich beeinflusste.
Gerade im Vergleich zu anderen Auftritten an diesem Spieltag spricht das für Sambil. Für einen noch jungen Schiedsrichter ist es eine Leistung, auf der sich aufbauen lässt.
Niclas Rose sorgt für Kritik
Deutlich kritischer fällt unsere Bewertung von Niclas Rose aus. Der Schiedsrichter aus Satow leitete die Partie zwischen dem MSV Duisburg und den Würzburger Kickers.
Eine konsequente Linie war bei Rose nicht durchgehend zu erkennen. Bei einem taktischen Foul beließ es der Schiedsrichter zunächst bei einer Ermahnung, anstatt die Gelbe Karte zu zeigen. Wenig später verwarnte er Sussek, weil dieser den Pfiff offenbar nicht gehört hatte. Überhaupt war der Pfiff des Schiedsrichters im Spielverlauf mehrfach nur schwer zu hören.
Noch schwerer wiegt eine weitere Szene: Rose hätte aus unserer Sicht eine Gelb-Rote Karte zeigen müssen. Damit hätte sich seine ohnehin nicht überzeugende Spielleitung auch in einer personellen Konsequenz niedergeschlagen.
Große spielentscheidende Fehlentscheidungen blieben zwar aus, dennoch fehlte Rose in mehreren Situationen die nötige Präsenz und Konsequenz. Teilweise entstand der Eindruck, dass ihm der Mut fehlte, Entscheidungen konsequent durchzuziehen.
Unser Podium
🥇 Max Kluge
🥈 Felix Grund
🥉 Luca Sambil
Ein bemerkenswertes Podium mit zwei jungen Schiedsrichtern. Besonders Max Kluge darf nach seinem gelungenen Profidebüt auf einen starken Start in seine Karriere zurückblicken. Gleichzeitig zeigt der Auftritt von Niclas Rose, dass auch ein insgesamt nicht spielentscheidender Auftritt deutlich Luft nach oben lassen kann.
