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Martin Petersen im Mittelpunkt mehrerer strittiger Szenen.

Strittige Szenen: Petersen im Fokus

Vier Szenen, reichlich Diskussionsstoff und zweimal der Videobeweis im Mittelpunkt: Beim Bundesliga-Samstag und dem Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Elversberg (3:4) gab es gleich mehrere Situationen, die genauer hingeschaut werden mussten. Während in Bremen ein zunächst gegebener Elfmeter nach VAR-Check zurückgenommen wurde, erwies sich ein vermeintliches Handspiel in Gladbach als korrekt entschieden. Für Diskussionen sorgte dagegen ein falscher Einwurf vor dem Gladbacher Führungstreffer – eine Szene, bei der der VAR allerdings machtlos war. Und auch die Gelb-Rote Karte für Elversbergs Coach Vincent Wagner bot Gesprächsstoff. Wir schauen auf die strittigen Szenen im Rahmen der Konferenz.

Werder Bremen – RB Leipzig 3:0 (SR: Benjamin Brand)

Hier spielt der Bremer den Ball.

Szene 1: Arthur wollte einen Rückpass auf Hein spielen, der allerdings viel zu kurz geriet. Nkunku spekulierte, ging dazwischen und wurde anschließend von Hein zu Fall gebracht. Der SVW-Keeper spielte zwar zunächst den Ball, doch der Unparteiische zeigte sofort auf den Punkt. Große Proteste folgten – und der VAR schaltete sich ein. Sören Storks überprüfte die Szene und erkannte auf den Bildern klar: Hein trifft zunächst deutlich den Ball und wehrt ihn zur Ecke ab, bevor es zum Kontakt mit Nkunku kommt. Eine gute Szene für den Videobeweis: Auf den ersten Blick sah es nach einem klaren Elfmeter aus. Die Wiederholung zeigte jedoch eindeutig, dass der Torwart zuerst den Ball spielte. Richtige Entscheidung nach VAR-Check: kein Foul, kein Elfmeter – Ecke statt Strafstoß.

Borussia Mönchengladbach – SV Elversberg 3:4 (SR: Martin Petersen)

Szene 2: Die Fohlen-Fans schrien auf, als eine Flanke von Honorat scheinbar den Arm von Pinckert traf. Doch die Wiederholung klärte die Szene schnell auf: Ullrich köpfte den Ball aus kurzer Distanz an den Arm des Elversbergers, der mit dem Rücken zur Szene stand und den Ball überhaupt nicht im Blick hatte. Pinckert hatte keine realistische Möglichkeit, auf den Ball zu reagieren. Seine Armhaltung war zudem eine natürliche Folge seiner Bewegung. Kein strafbares Handspiel – und damit auch kein Elfmeter. Die Entscheidung des Unparteiischen war absolut richtig.

Szene 3: Strittige Szene als Ausgangspunkt des Führungstreffers (2:1). Kleindienst war hier klar der letzte Spieler am Ball – der Einwurf hätte folglich Elversberg zugesprochen werden müssen. Stattdessen bekamen die Gladbacher den Ball und führten den Einwurf aus. Aus genau diesem Angriff entstand anschließend der Treffer für Borussia. Eine ärgerliche Fehlentscheidung mit großer Auswirkung, die zunächst wegen Meckerns Gelb für Wagner einbrachte. Der VAR konnte allerdings nicht eingreifen: Einwurfentscheidungen gehören nicht zum überprüfbaren Bereich des Videobeweises. Zudem können Entscheidungen über Einwürfe grundsätzlich nicht nachträglich korrigiert werden. Fazit: Der Einwurf hätte Elversberg gehören müssen – der daraus entstandene Treffer ist jedoch kein Fall für den VAR.

Szene 4: Mit dem Pausenpfiff war die Szene noch nicht vorbei. Vincent Wagner betrat anschließend aufgebracht und in deutlich konfrontativer Haltung das Spielfeld um noch einmal auf Schiedsrichter Petersen zu. Sein Protest gegen die Entscheidung wurde mit der zweiten Gelben Karte geahndet – Gelb-Rot für den Elversberg-Coach. Eine durchaus markante Szene, die regeltechnisch allerdings keine Diskussion zulässt: Protestieren beziehungsweise Meckern gegenüber dem Spieloffiziellen kann auch für einen Teamoffiziellen mit Gelb bestraft werden. Die zweite Verwarnung im selben Spiel zieht den Feldverweis nach sich. Die Regeln erlauben ausdrücklich auch während der Halbzeitpause das Zeigen von Gelben und Roten Karten. Unterm Strich: Petersen bleibt konsequent – Gelb-Rot ist hier die korrekte Entscheidung.

 

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. G. Fuchs

    Zu Szene 3: Nicht nachvollziehbar, warum 4 Offizielle diesen klaren Fehler nicht sehen/wahrnehmen. Und wie ich die Szene 4 im Fernsehen wahrgenommen habe i.V.m. der Aussage von Petersen, das es keine Aggression, böse Worte etc. gab, aber der Trainer sei „in seine Richtung“ gegangen, für ihn die Begründung für gelb/rot war ist nicht konsequent, sondern peinlich. Aber gegen einen kleinen Dorfverein kann man ja mal den ganzen harten Sheriff raushängen lassen…

  2. Harald Kuhla

    Die Arroganz dieses Schiris ist schon mehr als extrem. So kann man seine Fehler auch rechtfertigen. Wenn man dann noch die Begründung hört, nur schlimm. Für so etwas gibt es Coaching.

  3. Christoph Schleunung

    Petersen ist arrogant und überfordert und hat sich nicht im Griff
    Anstatt Selbstkritik zu üben, weil seine Schiri Truppe eine klare Fehlentscheidung begeht, die auch noch zu einem Tor führt, reagiert er völlig überzogen mit Gelb Rot. Einfach nur peinlich. Nach dieser Leistung am heutigen Tag, die sich nahtlos an andere Verfehlungen reiht, sollte ihm eigentlich einmal eine gelb-rote Karte zugeteilt werden. Dann hätte er mal Zeit an einem Wochenende über seine Leistung nachzudenken.

  4. Hans-Joachim Kuhn

    Wo lag der Unterschied des Gehens des Elversberger Trainers zu dem hysterischen Umringens des Schoedsrichters nach Abpfiff durch mehrere Bayernspieler auf Schslke, allen voran Kimmich und Kane? Natürlich kein Wort hierzu vom Schirischutzverein

  5. Stefan

    Zu Szene3: Ich erwarte, dass mindestens 1 von 3 weiteren des Gespanns auf dem Feld die Situation anders wahrnehmen, als SR P. und dies auch kommunizieren.. wozu können sie das sonst ?!
    Die Situation zeigt wieder einmal, dass die Einschränkung des VAR auf begrenzte Situationen blödsinnig ist – ab Ende zählt bei einem Tor, ob vorher etwas regelwidrig war, egal ob Foul, Hand, oder der unberechtigte Einwurf. Die Challenge einer Entscheidung durch die Mannschaften ( bei falscher Challenge z..B. gg. einen Wechsel) hätte das verhindert, wenn der VAR schon nicht eingreifen darf (wer glaubt, dass ein fehlender VAR Eingriff die Autorität des ST schützt, irrt gewaltig).
    Sterne 4: die aufgebrachte und konfrontierende Haltung von V.W. Suche ich in der c-ten Wh immer noch !
    Wenn das die 2. gelbe Karte war, haben die BL Schiris ca. 55 mal pro Spieltag versagt, da sie identische Aktionen von Spielern und Offiziellen nicht ahnden.
    Die Karte hält kaum einen Quervergleich stand, als 2. Karte darf so etwas einem BL Schiri im Debütjahr passieren, … für mich eine überzogene Schutzreaktion, im Umfeld des eigenen Fehlers und selbst in der eigenen Argumentation von M.R. nicht haltbar, ich kann keine Unsportlichkeit erkennen – die des SR Gespanns im Vorfeld war unsportlicher und vermeidbar. Eine Relation oder Fingerspitzengefühl waren weder auf dem Feld, noch im Nachgang erkennbar – ein Bärendienst !!

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