Alles vorbei HSV – Heidenheim und Nürnberg in der Relegation

Alles vorbei HSV – Heidenheim und Nürnberg in der Relegation

28. Juni 2020 0 Von IG Schiedsrichter

Holstein Kiel 1:1 1.FC Nürnberg (Sven Jablonski) 

Es ging gut los für den FCN. Erst kam die Meldung aus Fürth, dass das Kleeblatt gegen den KSC führt, dann machte der FCN selber nach einem Freistoß die Führung gegen Kiel. Erras stieg am höchsten und köpfte im Zentrum die Flanke in den Kasten von Gelios. Doch Kiel gab nicht auf und kam zu Chancen. In der 18. Minute konnte Mathenia einen Schuss von Lauterbach nur noch mit einer klasse Parade parieren. Nach 37 Minuten hatte der FCN zwei Riesen Chancen durch Dovedan und Hack beide verfehlten jedoch das Tor. Kurz vor der Pause wird Dovedan kurz vor dem Kieler Strafraum auf den Fuß gestiegen, super gesehen von Jablonski. Geis setzte den darauffolgenden Freistoß an die Latte. Was für eine Möglichkeit für den Club. Es blieb bis zur Pause bei der knappen Führung für die Nürnberger.

Beide Teams kamen aggressiv aus den Kabinen. In der 51. Minute hatte Kiel die Chance auf den Ausgleich nachdem Mathenia der Ball wieder aus der Hand gesprungen war. Iyohas traf allerdings das Tor aus sehr spitzem Winkel nicht. Kurz darauf gab es dann die erste Verwarnung in der Partie. Der Nürnberger Sörensen sah Gelb von Sven Jablonski für ein taktisches Foul. Vollkommend in Ordnung. Den Freistoß parierte Mathenia klasse. Nach einer Stunde sah Handwerker Gelb für ein rücksichtsloses Foulspiel an der Seitenlinie. Auch diese Verwarnung ist vollkommend richtig. Dann machte der KSC die Führung in Fürth, sodass der FCN gewinnen müsste um den 15. Platz zu halten. Der FCN gab weiter offensiv Gas und kam immer wieder vor das Kieler Tor. In der 66. Minute wurde es wieder gefährlich vor dem Tor Mathenias. Da konnte der FCN gerade noch klären. Kurz darauf gab es den riesen Schock für den Club. Kiel erzielt den Ausgleich durch einen Kopfball von Lauterbach. Damit stand der FCN auf dem Relegationsplatz 16. Der FCN setzte alles auf Sieg kam aber nicht wirklich zu zwingenden Chancen. Nach 80 Minuten unterbindet Mühl einen Konter von Holstein hier hätte die gelbe Karte kommen müssen. In der 88. Minute sieht Valentini noch Gelb, die ist in Ordnung. In der 90. Minute ist der Ball im Tor von Mathenia, doch es lag eine klare Abseitsposition vor. Gut gesehen von SRA 2 Fynn Kohn. Der Club setzte alles auf Sieg, spielte sehr hoch und war lange vor dem Kieler Tor. Gut gesehen von SRA 1 Henry Müller, das der Kopfball von Sörensen in der 2. Minute Nachspielzeit nicht hinter der Linie war. Dann kam Kiel zu einem Konter dieser landete aber am Pfosten. Nach 5 Minute wieder ein Konter wieder am Pfosten! Es blieb am Ende beim 1:1, der 1. FC Nürnberg muss in die Relegation.

Fazit: Eine gute Leistung von Sven Jablonski, der das normal zu leitende Spiel stets unter Kontrolle hatte. Einziges Manko: die fehlende gelbe Karte für Lukas Mühl.

HSV 1:2 SV Sandhausen (SR: Frank Willenborg) 

Frank Willenborg ließ sehr intensive Zweikämpfe zu, behielt das Spiel aber immer souverän im Griff. Die erste Halbzeit bot nicht einmal Anlass für eine Einstiegsverwarnung, was auch an einem unglaublichen schwachen HSV lag, der nie in richtig die Zweikämpfe kam.

Nach einer Stunde dann die erste erwähnenswerte Situation. Aaron Hunt kommt im Strafraum gegen Tim Kister zu Fall und in der Folge wird auch noch Jatta von Zhirov getroffen. Willenborg bekam dann ein Signal vom VAR Schlager und schaute sich die Szenen selbst nochmal an. Der Zweikampf zwischen Kister und Hunt konnte schnell abgehakt werden, doch Zhirov schlug bei seinen Klärungsversuch am Ball vorbei und traf Jatta an der Hüfte. Den folgenden Strafstoß verwandelte Hunt zum Anschlusstreffer. Die erste Verwarnung sah Sandhausens Scheu für ein Foul im Mittelfeld. Kurz darauf sah mit Linsmayer der nächste Akteur die gelbe Karte, weil er nach einem Pfiff den Ball weg schoss.

In der 83. Minute entschied Frank Willenborg erneut auf Strafstoß, als Vagnoman völlig unnötig Türpitz abgrätschte. Behrens verwandelte den Elfmeter zur Vorentscheidung. Gegen Ende wurde der HSV noch gedemütigt. Das Endergebnis von 5:1 ist hart, aber für spielfreudige Sandhäuser absolut verdient. Das letzte Tor von Diekmeier war noch einmal ein klassisches Vorteiltor, also hier auch wieder gut vom Schiedsrichter.

Fazit: Frank Willenborg zeigte eine sehr souveräne Vorstellung in einem Spiel, dass ihn überraschenderweise vor keine großen Herausforderungen stellte.

Arminia Bielefeld 3:0 1. FC Heidenheim (SR: Manuel Gräfe)

In der 34. Minute überwand Kleindienst nach einer Freistoßflanke DSC-Ortega aus halblinken zwölf Metern mit einem präzisen Kopfball. Die Freude der Gäste wehrte aber nur kurz, da direkt auf Abseits entschieden wurde, was auch auf Video-Assistent Robert Kampka bestätigt wurde.

Hannover 96 1:0 VfL Bochum (SR: Rene Rohde)

Gleich die erste Standardsituation nutzten die Hausherren . Dominik Kaiser trat einen Freistoß von der linken Seite. Im Zentrum wurde Keeper Patrick Drewes von Waldemar Anton irritiert, konnte den Ball nicht festhalten. Timo Hübers setzte nach, köpfte die Kugel an die Querlatte. Noch immer bekamen die Bochumer das Ding nicht weg. So setzte John Guidetti seinen Kopfball ins rechte Eck. Doch die Sache wurde von VAR Sven Waschitzki überprüft. Und tatsächlich befand sich John Guidetti beim Kopfall von Tiomo Hübers in Abseitsposition. Das blieb auch den Video-Schiedsrichtern nicht verborgen und folgerichtig wurde dem Treffer durch die VAR-Entscheidung die Anerkennung verweigert. Waschitzki und sein Assistent Christian Gittelmann überstimmten Rene Rohde auf dem Platz.

Greuther Fürth 1:2 Karlsruher SC (SR: Marco Fritz)

Elfmeter für Karlsruhe! Das macht Seguin richtig schlecht, der im Zweikampf Wanitzek an der Strafraumgrenze in die Hacken gerät und den Spieler der Badener damit zu Fall bringt. Nicht ganz unstrittig, da die Berührung auch außerhalb des Strafraums gewesen sein könnte. Nach VAR-Überprüfung wird der Strafstoß allerdings gegeben.

SV Wehen Wiesbaden 5:3 FC St. Pauli (SR: Christian Dingert)

Elfmeter für die Hausherren! Aigner hatte auf der rechten Seite zu viel Platz und ging in das Eins gegen Eins mit Ohlsson, der den Ex-Frankfurter zu plump abräumt. Der Schwede stellte den Fuß raus und brache Aigner zu Fall – klarer Elfmeter.

VfB Stuttgart 1:2 SV Darmstadt (SR: Bibiana Steinhaus)

Platzverweis für Victor Palson, eine dumme Karte! Eine Minute nach seiner Verwarnung fälschte der Isländer einen Distanzschuss mit dem nach oben gehaltenen  abgespreizten Arm ab – eine harte aber berechtigte zweite Gelbe Karte.

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