Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 37. Spieltag | 3. Liga

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 37. Spieltag | 3. Liga

8. Mai 2022 0 Von Felix Stark

Der vorletzte Drittligaspieltag bot eine „Fair-Play“-Aktion. Daneben wurden zwei Strafstöße verpasst und einige Situationen in guter Teamarbeit treffend gelöst.

SV Meppen 3:2 Eintracht Braunschweig (SR: Florian Lechner)

Michael Schultz grätschte bereits nach wenigen Sekunden im eigenen Strafraum Mike Feigenspann um. Schiedsrichter Florian Lechner war zu früher Spielzeit hellwach und gab völlig zurecht den Strafstoß für Meppen. [TV-Bilder – ab 00:30 Minute]

Max Dombrowka bekam einen Schuss vor dem eigenen Strafraum an den Arm und erhielt hierfür von Schiedsrichter Lechner die gelb-rote Karte. Das mutete hart an, war aber absolut korrekt, da er mit dem strafbaren Handspiel einen Torschuss geblockt hat. [TV-Bilder – 03:00 Minute]

1.FC Saarbrücken 1:1 FSV Zwickau (SR: Alexander Sather)

Max Jansen ging im Duell mit Lukas Boeder zu Boden, sodass Schiedsrichter Alexander Sather auf Strafstoß für Zwickau entschied. Allerdings löste der vermeintlich Gefoulte die Situation auf und bewog Sather dazu, den Strafstoß zurückzunehmen. Großen Respekt für den Zwickauer, beim Stand von 1:0 für den Gegner das zuzugeben. Wichtig hierbei, dass es nun auch keine gelbe Karte wegen des Täuschungsversuches des Zwickauers geben kann, da die Unsportlichkeit keine Wirkung mehr hatte. [TV-Bilder – ab 02:40 Minute]

Mike Könnecke kam im Saarbrücker Strafraum nach Zweikampf mit Mario Müller zu Fall, Schiedsrichter Sather ließ aber weiterlaufen. Hier lag aber ein Foulspiel vor, da der Saarbrücker zu spät kam und so nicht mehr an den Ball kam, dafür aber den Gegner umrannte. Es hätte damit einen Strafstoß für Zwickau geben müssen. [TV-Bilder – ab 01:48:10 Minute]

Luca Horn legte zurück auf Johan Gomez und wurde derweil von Bjarne Thoelke im Strafraum abgeräumt. Sather ließ den Vorteil gut laufen, sodass der Zwickauer den Ausgleich erzielen konnte. Assistent Stefan Zielsdorf erfasste zudem korrekt, dass Vorlagengeber Horn nicht im Abseits war. [TV-Bilder – ab 01:53:50 Minute]

Borussia Dortmund II 1:2 SC Verl (SR: Dr. Martin Thomsen)

Der bereits verwarnte Richmond Tachie kam im Mittelfeld gegen Aaron Berzel deutlich zu spät und trat diesem vors Schienbein. Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen blieb keine andere Wahl, als den Dortmunder mit der gelb-roten Karte vom Feld zu schicken. [TV-Bilder – ab 02:55 Minute]

Aaron Berzel sprang zum Kopfball, verfehlte diesen und spielte danach das Spielgerät mit dem Arm. Schiedsrichter Thomsen entschied zu Recht auf Strafstoß für Dortmund. Verls Torwart Niclas Thiede schoss dann vor der Ausführung den Ball von Strafstoßpunkt und holte sich hierfür die gelbe Karte. Sowohl bei der Unsportlichkeit, als auch beim Ort des Handspiels funktionierte die Gespannsarbeit sehr gut, da Assistent Johannes Schipke beides korrekt erfasste. [TV-Bilder – ab 03:20 Minute]

MSV Duisburg 1:0 SC Freiburg II (SR: Konrad Oldhafer)

Hugo Siquet bekam einen Ball im eigenen Strafraum an die Hand, Schiedsrichter Konrad Oldhafer ließ das Spiel aber weiterlaufen. Zu Unrecht, da der Freiburger mit weit abgestrecktem Arm seine Körperfläche strafbar vergrößerte. Es hätte Strafstoß für Duisburg geben müssen. [TV-Bilder – ab 01:40 Minute]

1.FC Magdeburg 4:0 TSV 1860 München (SR: Dr. Matthias Jöllenbeck)

Jason Ceka ging im Münchener Strafraum nach Berührung von Fabian Greilinger zu Boden, erhielt von Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck aber keinen Strafstoß. Der Magdeburger ging hier einfach viel zu leicht zu Boden, denn auch nach Ansicht der TV-Bilder war hier kein Kontakt zu sehen, der ausschlaggebend für den Sturz gewesen sein konnte. Korrekt, hier weiterlaufen zu lassen. [TV-Bilder – ab 27:30 Minute]

Würzburger Kickers 1:2 Hallescher FC (SR: Dr. Riem Hussein)

Tobias Kraulich schob Elias Huth im eigenen Strafraum mit dem Arm weg, sodass Schiedsrichterin Dr. Riem Hussein auf Strafstoß für Halle entschied. Das war eine recht graue Situation und auf dem Niveau eher nicht zu pfeifen, da der Arm schon rausging, aber kein übermäßiges Schubsen oder Stoßen zu sehen war. Dann stellt sich nämlich darüber hinaus die Frage, ob der Würzburger hier eine klare Torchance verhindert hat. Das ist dann wiederum eher zu bejahen, sodass es bei Pfiff die rote Karte geben müsste. [TV-Bilder – ab 01:00 Minute]

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