Bremen rettet sich mit Kantersieg in die Relegation – Starker Osmers glänzt

Bremen rettet sich mit Kantersieg in die Relegation – Starker Osmers glänzt

27. Juni 2020 0 Von IG Schiedsrichter

Werder Bremen hat sich durch einen Kantersieg gegen Köln am 34. Spieltag in der Bundesliga noch in die Relegation gerettet. Dagegen steigt Fortuna Düsseldorf nach der Niederlage bei Union Berlin in die 2. Bundesliga ab. Den letzten Platz in der Champions League sicherte sich Gladbach. Dortmund wurde von Kramaric abgeschossen. Der FC Bayern knackte die 100-Tore-Marke und die Torjägerkanone schnappte sich wieder mal Robert Lewandowski.

1.FC Union Berlin 2:0 Fortuna Düsseldorf (SR: Harm Osmers)

Im Vorfeld dieser Partie wurde viel über die Ansetzung von Harm Osmers diskutiert, das dieser in Bremen geboren ist. Für uns eine schwachsinnige Diskussion (Osmers leitete vor wenigen Wochen auch Bremen gegen Bayern), die den Schiedsrichter schon im Vorfeld dieser Partie in schlechtes Licht stellen soll.

In der 11. Minute gab es die erste knifflige Situation für Osmers nach einem Tackling zwischen Felix Kroos und Erik Thommy. Osmers gab einen Freistoß für die Düsseldorfer, weswegen sich der Berliner aufregte und den Ball aufnahm und wegrollte. Hier wäre Weiterspielen die bessere Entscheidung gewesen, Kroos spielt den Ball und kann nach seiner Reaktion aber froh sein nicht die gelbe Karte gesehen zu haben. Im weiteren Spielverlauf machte Düsseldorf Druck, man merkte den Rheinländern an, dass sie sich unbedingt mit einem eigenen Sieg den Relegationsplatz sichern wollten. In der 23. Minute gab es dann die Nachricht aus Bremen: Werder ging durch Osako mit 1:0 gegen Köln in Führung. Und dann ist der Ball im Düsseldorfer Tor! Osmers bekommt das Signal auf die Uhr und gab den Treffer, der Ball war klar im Tor von Kastenmeier. Anthony Ujah tunnelt den Schlussmann im Gestochere, Bodzek kann erst hinter der Linie den Ball rauskratzen. In der 27. und 29. Minute machte Bremen den Doppelpack, es stand 3:0 in Bremen. Union blieb aggressiv und störte Fortuna auch gerne man mit Foulspielen. Diese fahrlässigen Fouls bewertete Osmers korrekt. In 45. Minute hatte Union eine weitere Chance nach der Balleroberung in den Düsseldorfer Abwehrreihen zieht Prömel ab, Kastenmeier kann gerade noch parieren. Osmers arbeitete viel mit Ermahnungen, ein richtig gelbwürdiges Foul war aber unter den 12 (10 von Union) in der ersten Halbzeit nicht dabei. Mit der 1:0 Führung für Union ging es nach 3 Minuten Nachspielzeit in die Kabinen, Düsseldorf wäre zu diesem Zeitpunkt abgestiegen.

Union spielte nach der Pause weiter sehr aggressiv, war richtig motiviert und das zahlte sich in der 54. Minute aus! Ayhan machte einen unglücklichen Kopfball und legte Union den Ball damit vor. Gentner schließt zum 2:0 ab. 2 Minuten darauf macht Werder auch noch das 4 und 5:0, Düsseldorf hätte drei Tore gebraucht. Und Union machte weiter, Düsseldorf wirkte frustriert und machtlos. In der 69. Minute hatte dann zunächst Hennings die Chance zum Anschlusstreffer für die Fortuna, dann noch Suttner, dessen Freistoß an die Latte abgefälscht wird. In der 73. Minute gab Osmers die erste gelbe Karte für den Düsseldorfer Kownacki nach hartem reklamieren. Die vollkommend korrekte Entscheidung! Kownacki bekam sogar ein Foul davor gepfiffen. Nach 84 Minuten wieder eine Chance für die Düsseldorfer, Ayhan köpft knapp am rechten Pfosten vorbei. Zwei Minuten später wollten die Gäste dann noch einen Elfmeter, der Ball landete aber nach einem Eckball am Kopf von Ujah, Osmers bewertete die Szene komplett richtig! Die Fortuna spielte sehr offensiv riskierte alles, Union kam dann zu Kontern. In der 90. Minute war die Sache dann endgültig vorbei für die Gäste, Abdullahi machte das 3:0. Am Ende gewinnt Union mit 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf, die durch den 6:1 Sieg von Werder gegen Köln auf Tabellenplatz 17 rutschen und damit nächste Saison den Weg in der 2. Bundesliga antreten müssen.

Fazit: Eine gute Leistung von Harm Osmers, der allen Kritikern und den Medien beweist, dass man sowas sogar wenn man in Bremen geboren ist, ruhig und souverän pfeifen kann.

SV Werder Bremen 6:1 1. FC Köln (SR: Bastian Dankert)

Bastian Dankert war in diesem wichtigen Spiel hoch konzentriert und erledigte seine Aufgaben sehr souverän.
Nach 5 Minuten stieg Gebre Selaisse Jakobs auf den Fuß. Dankert beließ es bei einer Ermahnung, was gerade noch okay war. Er wählte eine lockere Linie, war aber trotzdem weiter präsent. In der 29. Minute sah Mark Uth nach einem Fußfeger im Mittelfeld die erste Verwarnung. Kurz darauf reklamierten die Bremer Handspiel von Toni Leistner. Hier lag möglicherweise etwas strafbares vor, blieb aber auch unerheblich, da Werder weiterspielte und das 3:0 erzielte. Vor der Pause fiel Mark Uth noch über Torwart Pavlenka und traf diesen mit dem Knie am Kopf. Hier lag keinerlei Absicht vor und mit einer kurzen Entschuldigung war es abgehakt.
Nach der Pause wurde es nochmal etwas intensiver. Zunöchst hielt Kevin Vogt seinen Gegner fest und wurde verwarnt, ehe Ehizibue für ein Frustfoul an der Seitenlinie die gelbe Karte sah. Die Partie war früh entschieden und der Rest des Spiels plätscherte unter den Augen des guten Schiedsrichters Bastian Dankert dem Ende entgegen.

Borussia Mönchengladbach 2:0 Hertha BSC (SR: Deniz Aytekin)

Kuriose Gelbe! Gladbach bekam einen Freistoß aus 17 Metern. Aytekin lief in Richtung Hertha-Tor, um die Linie einzuzeichnen, während Kramer – was auch immer er sich hier dachte – den Freistoß einfach ausführte und dem Schiedsrichter das Spielgerät ins Kreuz jagte. Aytekin zeigte ihm dafür die Gelbe Karte. Der Freistoß war gesperrt.

VfL Wolfsburg 0:4 FC Bayern München (SR: Patrick Ittrich)

In der 43. Minute bat der Schiedsrichter Koen Caasteels darum mit dem Abstoß ein weinig zu warten. Der Unparteiische besprach sich mit dem Video-Assistenten da der Keeper einen Heber von Serge Gnabry außerhalb des Strafraums womöglich mit der Hand vereitelt hatte. Doch nach kurzer Pause gings weiter, es war mehr die Brust als der Arm.

Kurz vor der Pause zappelte der Ball im Netz! Kevin Mbabu flankte von rechts auf den zweiten Pfosten wo sich Daniel Ginczek drückte im Laufduell mit unfairen Mitteln gegen Odriozola herunter und zwang den Spanier zum Eigentor. Korrekte Entscheidung, da nur der Münchner am Ball war.

Klarer Elfmeter für die Bayern!  Josuha Guilavogui säbelte im eigenen Strafraum Mickaël Cuisance um. Der Wolfsburger sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb/Rot nach einem klaren ballorientieren Foulspiel im Strafraum und der Verhinderung einer klaren Torchance.

Borussia Dortmund 0:4 TSG Hoffenheim (SR: Guido Winkmann)

Kurz nach der Pause gab es Strafstoß für Hoffenheim! Nach einem hohen Anspiel vom linken Flügel ging Dabbur nach einem harten Oberkörpereinsatz von Hummels zu Boden. Harter Elfmeter, aber keine klare und offensichtliche Fehlentscheidung. Der Stoß am Oberkörper war vorhanden. Die Beurteilung der Zweikämpfe liegt im Ermessen des Schiedsrichters.

FC Augsburg 1:2 RB Leipzig (SR: Felix Brych)

Kein Rot nach Videobeweis! Max flog wegen einer vermeintlichen Notbremse mit Rot vom Platz, nach einem blitzsauberen Zweikampf wo der Ball gespielt wurde, Max verschwand schon in der Kabine. Doch der VAR hatte genau im Keller von Köln hingeschaut und schickte Brych zur eigenen Betrachtung an den den Monitor. Der Schiedsrichter machte dann das einzig richtige und nahm den Platzverweis zurück. Nicht auszudenken, wenn es bei der Roten geblieben wäre…

Bayer Leverkusen 1:0 FSV Mainz 05 (SR: Benjamin Cortus)

Nach einem Zweikampf von Wirtz und St. Juste kam Diaby im Strafraum zur Ablage zu Baumgartlinger, der direkt in die Mitte gab. Volland wollte in Bedrängnis  abnehmen, traf den Ball jedoch nicht, der aber dennoch neben den rechten Pfosten ins rechte Toreck trudelte. Doch die Maizer reklamierten vehement ein Foulspiel in der Entstehung des Tores. Referee Benjamin Cortus sah sich die Szene noch einmal in der Review Area selbst an und gab den Treffer  nicht, da Wirtz St. Juste auf den Fuß gestiegen war. Gutes Auge von Video-Assistenten Tobias Stieler.

 

Share This: