Eine Frage der Transparenz

Eine Frage der Transparenz

9. März 2019 0 Von IG Schiedsrichter

Im Zuge einer Analyse zum Bundesligaspiel Stuttgart gegen Bremen, versuche ich mich an eine Analyse. Viele Situation hatte der Schiedsrichter und Videoassistent zu bewerten. Für mich hat Martin Petersen eine von Beginn an zu kleinliche Linie gewählt. Speziell in der ersten Hälfte gab er Gelb, wo es eigentlich nicht nötig wäre, wenn er mit der geforderten großzügigen Linie eingestiegen wäre. Das war wohl auch der Grund, warum sich Petersen beim Videobeweis selbst unter Druck setzte.

Das 1:1 – greift Pizarro da aktiv ein oder bleibt er passiv?

Das 1:1 ist für mich Abseits, weil Pizarro beim Abspiel mit der Fußspitze schon deutlich im Abseits steht. Deutlich deshalb, weil Abseits sind faktische Entscheidungen, da sind schon fünf Zentimeter deutlich im Abseits. Pizarro bekommt zwar nicht Ball, greift aber aktiv ein in dem er die kleine Bewegung zum Ball macht. Schön wäre es gewesen, wenn uns die DFL, wie sonst auch immer, uns kalibrierte Linien zur Verfügung gestellt hätte, aber so ist es schon das erste Geschmäckle. Eins aber: Das ist keine Entscheidung für Assistenten Eduard Beitinger. Das ist ausschliesslich Angelegenheit des Video-Assistenten.

Elfmeter nach Videobeweis?

Im Zuge der Situation kam Kruse zu Fall. Diese Szene schaute sich Martin Petersen nochmal an und entschied beim Zweikampf von Kruse und Caliguiri auf den Strafstoß. Ganz schwere Entscheidung für den Referee. Ob eine klare Fehlentscheidung vorlag, ist zumindest nicht mit Sicherheit zu sagen.

Hier hat Günter Perl eingegriffen, weil es wohl Petersen nicht gesehen hat. Er schaute es sich an und gab den Elfmeter. Ob es tatsächliche die klare offensichtliche Fehlentscheidung ist, darüber kann man streiten. Für mich ist es aber eine richtige und korrekte Entscheidung von Schieds- und Video-Schiedsrichter. Weil es Petersen nicht sah. Es gibt ein Kontakt unten ein Zupfen und oben. Normalerweise sagt man immer, „nicht jeder Kontakt ist ein Elfmeter“. Hier aber schon. Im vollen Lauf reicht die kleinste Berührung um einen Spieler zu Fall zu bringen. Auf jeden Fall passt der Pfiff zu der ansich kleinlichen Linie. Und das meine ich was ich oben sagte. Wenn Petersen eine großzügige Linie gewählt hätte, hätte es wohl nicht gereicht. Strittige Entscheidung, aber keine Fehlentscheidung. Nur wenn er den Strafstoß gibt, muss der Spieler auch verwarnt werden

Warum wurden uns keine Bilder gezeigt, die zur Entscheidungsfindung führten?

In jedem Fall war es wieder einmal keine Werbung für den Videobeweis und der DFB tat alles, um Fans gegen diesen aufzubringen. Warum wurden keine überführenden Bilder im TV gezeigt? Ich habe beim Elfmeter keine Bilder gesehen, welches das Foul belegte. Aufgrund der gezeigten Bilder, konnte es Petersen nicht entschieden haben. Warum wurden diese nicht gezeigt. Für die Transparenz der Stadion- und TV-Zuschauer ist es unbedingt erforderlich, dass Bilder die zur Entscheidung führten auf den Leinwänden gezeigt werden oder der vierte Offizielle bekommt die Möglichkeit auf Knopfdruck Stadiondurchsagen zu machen, natürlich erst nachdem die Entscheidung des Schiedsrichters getroffen wurde. Zum Beispiel: „Nach Videoüberüfung stand er Abseits, weil er aktiv eingriff.“ Aber wenn man natürlich alles im im Videokeller entscheidet und nur das Schiedsrichterteam mit einbindet, wird man auch keine Akzeptanz und Transparenz erreichen.

Schiedsrichter aus Stuttgart pfeift Schalke-Spiel?

Natürlich kann man angesichts der vielen strittigen Entscheidungen, die auch zu Ungunsten der Schalker ausfielen, von einer ünglücklichen Ansetzungen sprechen. Grundsätzlich werden aber Schiedsrichter-Ansetzungen nur nach Landesverband ausgewählt und nicht wegen solcher Spielereien. Man geht ja nicht davon, dass ein Schiedsrichter wegen dem Wohnort einen Verein der mit dem anderen im Abstiegskampf nicht benachteilt. Ein Schiri muss immer neutral sein sonst kann er die Koffer packen.

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