Revanche im DFB-Pokal: Bayer dreht Partie gegen Frankfurt

Revanche im DFB-Pokal: Bayer dreht Partie gegen Frankfurt

13. Januar 2021 0 Von IG Schiedsrichter

Bayer Leverkusen hat sich für das Achtelfinale des DFB-Pokals qualifiziert. Dank Doppelpacker Diaby und eines Abseitstreffers rang die Werkself Eintracht Frankfurt nach Rückstand mit 4:1 nieder und erreichte die nächste Runde – das auch noch in Unterzahl. Im Achtelfinale wartet nun Rot-Weiss Essen.

Mit der Spielleitung beauftragt wurde ein Schiedsrichtergespann das von FIFA-Schiedsrichter Christian Dingert angeführt wird. Bei diesem Pokalspiel unterstützten ihn Benedikt Kempkes und Timo Gerach sowie der vierte Offizielle Dr. Robert Kampka.

Von: Felix Stark

Nachdem es in der Vergangenheit immer ein Problem von Eintracht Frankfurt war, früh in Rückstand zu geraten, waren sie es im Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen selbst, die früh in Führung gingen. Bereits nach fünf Minuten schloss Armin Younes nach einer schönen Kombination ab und traf zur Führung.

Es entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem sich beide Mannschaften eine Menge Chancen erspielten.
Schiedsrichter Christian Dingert wurde das erste Mal tätig, als er den lautstark meckernden Torschützen Younes zurechtweisen musste. Das erste härtere Foul leistete sich Kerem Demirbay, der gegen Younes zu spät kam und ihn am Fuß traf. Die Ermahnung war gerade noch in Ordnung und auch beim Foul von Aymen Barkok, der wenig später gegen Lars Bender zu spät kam, angemessen. Wenig später gab es einen Handelfmeter: Erik Durm sprang in eine Flanke und bekam den Ball an den Oberarm, welcher in Richtung Ball ging, die Körperfläche verbreiterte und sich über Schulterhöhe befand. Christian Dingert zögerte deshalb keine Sekunde und entschied zu Recht auf Strafstoß für Leverkusen. Lucas Alario trat an und verwandelte souverän zum 1:1-Ausgleich. Kurz vor der Pause sah Martin Hinteregger die erste gelbe Karte des Spiels, nachdem er im Zweikampf zu spät kam und sich danach vehement beschwerte.

Kurz nach der Pause trat Demirbay einen Freistoß perfekt in den Strafraum auf den Kopf von Edmond Tapsoba, der vollkommen unbewacht zur Leverkusener Führung traf. Allerdings befand sich der Torschütze dabei minimal im Abseits! Allerdings war das für Assistent Timo Gerach extrem schwer zu erkennen. Einen VAR gibt es in dieser Runde noch nicht und so blieb der Treffer der Werkself bestehen. Die Eintracht bemühte sich, zu antworten und Torschütze Tapsoba machte einen dieser Angriffe zunichte, indem er André Silva kurz vor dem Strafraum auf den Fuß trat. Natürlich zog das eine Verwarnung nach sich. Die Wekself blieb auch in der Folge aktiv: Aymen Barkok versuchte mehrere Male, Nadiem Amiri zu Fall zu bringen, doch der schaffte es trotzdem, den Ball auf Moussa Diaby durchzustecken, der auf 3:1 stellte. Gute Vorteilsauslegung von Dingert. Wenig später bot sich der Eintracht dann die Chance, in der Schlussphase noch zurückzuschlagen: Jonathan Tah verfolgte den durchgebrochenen André Silva und rempelte diesen leicht in den Rücken. Da Silva im Zeitpunkt des Fouls allein auf weiter Flur war, also eine klare Torchance inne hatte, zeigte Dingert dem Leverkusener zu Recht die Rote Karte. Auch Lars Bender erarbeitete sich noch einen Platz auf der Notizkarte des Referees, als er sich beim Freistoß zu wiederholten Male zu viel zeit ließ. Den Deckel machte Moussa Diaby auf das Spiel, als er in der eigenen Hälfte startete, allen davon lief und zum 4:1 einschob.

Am Ende zog Bayer Leverkusen verdient in die nächste Runde ein. Das Ergebnis fiel am Ende etwas zu hoch aus, aber die Werkself war in den entscheidenden Situationen griffiger und hatte auch das nötige Spielglück.

Fazit: Schiedsrichter Christian Dingert verlebte einen recht arbeitsreichen Abend und machte seine Sache ordentlich. In einer wichtigen Situation, nämlich in der Entstehung des Leverkusener Führungstreffers, lag das Gespann allerdings daneben. [TV-Bilder]

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