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Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 19. Spieltag | 3. Liga

Am 19. Spieltag der 3. Liga stand der Winter im Fokus. Zahlreiche freiwillige Helfer mussten die Plätze räumen um diesen vom Schnee zu befreien. In Elversberg sorgte der Winter im Fokus und in Duisburg gabs Diskussionen um einen Platzverweis.

SV Elversberg – FC Ingolstadt (SR: Nicolas Winter)

Szene 1: Manuel Feil legte einen Ball von der Torauslinie zurück zu Luca Schnellbacher, der zum 1:0 einschob. Ingolstadt reklamierte, der Ball hätte die Linie bereits überschritten, Assistent Roman Potemkin signalisierte aber, das Tor sei korrekt erzielt worden. Es gibt keine Perspektive, in der ein vollständiges Überschreiten der Torauslinie erkennbar wäre. Damit ist die Entscheidung, das Tor anzuerkennen, korrekt. [TV-Bilder – ab 35:30 Minute]

Szene 2:  Calvin Brackelmann brachte Nick Woltemade zu Fall, worauf Schiedsrichter Nicolas Winter auf Strafstoß für Elversberg entschied. Das war eine klare Fehlentscheidung, da zum einen Brackelmann den Ball spielte und zum anderem Woltemade zuvor seinen Ellenbogen einsetzte, um sich Dennis Linsmayer vom Laib zu halten. Für diesen schmerzhaften Gesichtstreffer hätte der Elversberger gar verwarnt werden müssen. [TV-Bilder – ab 36:50 Minute]

Szene 3: Der bereits verwarnte Lukas Pinckert kam gegen Hans Nunoo Sarpei deutlich zu spät und ließ den Ingolstädter rabiat auflaufen. Schiedsrichter Winter zeigte dem Elversberger die gelb-rote Karte. Richtige Entscheidung nach diesem rücksichtslosen Foulspiel. [TV-Bilder – ab 01:44:00 Minute]

Szene 4: Calvin Brackelmann umklammerte Nick Woltemade und fiel ihm am Ende in die Hacken. Winter gab den nächsten Strafstoß für Elversberg und zeigte dem Ingolstädter die gelb-rote Karte. Korrekte Entscheidung, den Strafstoß zu geben. Auch die Kartenwahl war richtig, da Woltemade eine klare Torchance inne hatte und solche Vergehen im Beinbereich in der Praxis generell als ballorientiert angesehen werden. [TV-Bilder – 01:50:30 Minute]

Szene 5: Moussa Doumbouya erzielte das vermeintliche 4:3, Assistent Potemkin signalisierte allerdings eine strafbare Abseitsposition. Dabei lag er allerdings deutlich daneben. Sicher handelte es sich um eine herausfordernde Gegenbewegung, eine derart deutlich legale Position des Angreifers sollte auf diesem Niveau aber erkannt werden! TV-Minute – ab 02:05:20 Minute]

VfB Oldenburg – Dynamo Dresden (SR: Dr. Max Burda)

Szene 6: Patrick Möschl ging im Duell mit Max Kulke zu Boden und Schiedsrichter Dr. Max Burda gab Freistoß für Oldenburg. Aus diesem Standard entstand das Führungstor der Hausherren, was die vermeintlich harmlose Situation doch wieder interessant macht. Es handelte sich dabei nämlich um eine deutliche Schwalbe, sodass hier die Verwarnung für den Oldenburger angebracht gewesen wäre. [TV-Bilder – ab 33:50 Minute]

Szene 7: Dominique Ndure grätschte Jonathan Meier rabiat um und erhielt hierfür die gelbe Karte. Großzügige, aber noch vertretbare Entscheidung von Burda, es bei der Verwarnung zu belassen, da Ndure von der Seite kam und der Fuß am Boden blieb. [TV-Bilder – ab 57:50 Minute]

SV Meppen – SC Freiburg II (SR: Timo Gerach)

Szene 8: Steffen Puttkammer grätschte im eigenen Strafraum Merlin Röhl um, worauf Schiedsrichter Timo Gerach auf Strafstoß für Freiburg entschieden. Klare Entscheidung, da man von der Hintertorperspektive aus sehr gut sehen konnte, dass der Ball geradeaus weiter rollte und nur der Gegner getroffen wurde. [TV-Bilder – ab 27:00 Minute]

Szene 9: Marvin Pourie köpfte einen Ball gegen die Latte. Kurz darauf landete das Spielgerät im Freiburger Tor, Assistent Tobias Endriß signalisierte aber eine strafbare Abseitsposition. Die Szene ist sehr knifflig aufzulösen, da keine guten TV-Perspektiven vorliegen und mehrere Spieler beteiligt waren. Es ist wohl so, dass das Tor nicht zählte, weil Lukas Mazagg, der beim ursprünglichen Kopfball von Pourie im Abseits stand, zum Ball grätschte und damit aktiv wurde. [TV-Bilder – ab 37:30 Minute]

SC Verl – RW Essen (SR: Sven Jablonski)

Szene 10: Oliver Batista Meier verstolperte am eigenen Strafraum einen Ball und grätschte dann gegen Felix Bastians, welcher theatralisch zu Boden ging. Schiedsrichter Sven Jablonski gab den Strafstoß für Essen. Sehr gut gemachte, aber dennoch extrem unsportliche Schwalbe von Bastians, welcher ohne nachweisbaren Kontakt zu Boden ging. Es hätte damit die Verwarnung für den Essener geben müssen. [TV-Bilder – ab 57:00 Minute]

MSV Duisburg – SV Waldhof Mannheim (SR: Florian Exner)

Der bereits verwarnte Joshua Bitter grätschte im Mittelfeld gegen Adrian Lebeau und sah daraufhin von Schiedsrichter Florian Exner die gelb-rote Karte. Das war eindeutig falsch, da der Duisburger klar den Ball spielte. [TV-Bilder – ab 02:00 Minute]

Felix Stark

Felix Stark aus Ingolstadt studiert Jura. In seiner Freizeit ist er leidenschaftlicher Fußball-Schiedsrichter, gehört zum Lehrteam seiner Schiedsrichtergruppe und ist Teil des IG Schiedsrichter-Kompetenzteam, wo er die Spieltagsanalyse der 2. und 3. Liga übernimmt.

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