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FIFA-Präsiden Gianni Infantino und sein europäischer Kollege Aleksander Ceferin.

Drei Kontinentalverbände wollen FIFA-Präsident Infantino stürzen

Was passiert in der FIFA? Drei der einflussreichsten Kontinentalverbände stellen sich gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino und wollen einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin, AFC-Präsident Salman bin Ibrahim al Khalifa und Concacaf-Präsident Victor Montagliani verfolgen einen gemeinsamen Plan, um eine erneute Amtszeit Infantinos über das Jahr 2027 hinaus zu verhindern. Ihre Verbände verfügen zusammen über eine komfortable Zweidrittelmehrheit und damit über eine Stimmenzahl, die Infantinos erneute Wahl verhindern kann.

Führung im Fußball ist kein dauerhafter Besitz. Drei Kontinentalverbände der FIFA schmieden an einem gemeinsam vereinbarten Plan. Es geht um die Verhinderung der erneuten Wiederwahl des äußerst umstrittenen Präsidenten Gianni Infantino im Jahr 2027. Die Präsidenten Alexsandr Ceferin (UEFA, Europa) Salman bin Ibrahim al Chalifa (AFC, Asien) und Victor Montagliani (Concacaf, Nord- Mittelamerika und Karibik) wollen Infantino stürzen. Dessen Auftreten vor und während der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hat das Vertrauen in den Schweizer mit dessem selbstherrlichen Gebaren nachhaltig zerstört und deutlichen Widerstand hervorgerufen. Auch das unterwürfige Verhalten gegenüber dem US-Präsidenten Trump hat den Weltfußball zusätzlich geschadet.

Die drei mächtigen Präsidenten fordern in ihrem gemeinsamen Schreiben einen Neuanfang, natürlich ohne Infantino. Dieser lässt keine Absichten erkennen, freiwillig auf das höchste Amt im Weltverband zu verzichten. Eine Abwahl wäre möglich. Insgesamt vereinigen die drei Davhverbände bei Geschlossenheit ihrer Mitgliedsstaaten 143 der 211 Stimmen auf sich. Das sind 67,7 Prozent und damit eine eindeutige Zweidrittelmehrheit. Infantino könnte kein Vorhaben mehr durchsetzen. Gegebenenfalls wollen die drei Verbände ganz ausscheren und eigene Wettbewerbe durchführen.

Hauptgrund war die Absicht Infantinos Anteile der FIFA an Sponsoren zu verkaufen. Dem Schweizer geht es schon seit langer Zeit nicht in erster Linie um den Fußball, einzig und allein um finanzielle Belange. Als möglicher Herausforderer wird der Name Montagliani genannt, der jedoch eine Widerwahl in seinem eigenen Verband anstrebt. Ceferin hatte bei seiner Wahl 2023 bereits angekündigt, für eine – nach den geänderten Statuten – mögliche Widerwahl in der UEFA, aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Das letzte Wort scheint aber noch nicht gesprochen zu sein. Der beliebte Slowene wird von einem Großteil der UEFA-Mitglieder gebeten, vor allem aufgrund seiner großen Erfahrungen in den vergangenen zehn Jahren seiner Amtzeit, noch ein weiteres Mal zu kandidieren.

Dieter Albrecht

42 Jahre freier Mitarbeiter beim Stader Tageblatt und Sport-Informations-Dienst, Köln, als Journalist. 20 Jahre aktiv als Schiedsrichter bis zur 5. Liga.

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