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Quelle: SLC Management

Ergebnis Studie Amateur Fussball Barometer Schiedsrichter

Das Ergebnis der Amateur Barometer Fussball Studie zu den Schiedsrichtern liegt vor. Gemäß der Publikation unter Fussball.de https://www.fussball.de/newsdetail/petersen-und-stach-pfeifen-mit-aytekin/-/article-id/249538#!/  haben mehr wie 8.000 Personen teilgenommen, davon 39 % aktive Schiedsrichter.  (errechnet) = 3.120 Kollegen. Um das Original der Studie im Download als PDF runter zu laden auf den Link im Fussball.de Artikel klicken.

„Die allgemeine Wahrnehmung rund um Schiedsrichter*innen ist allerdings häufig von negativen Aspekten geprägt. In der Umfrage werten 85 Prozent der aktiven Schiris den mangelnden Respekt von Zuschauer*innen als Problem, 79 Prozent vermissen ebenso bei Spieler*innen und Trainer*innen Respekt und Wertschätzung. Auch von den Personen, die nicht als Schiedsrichter*innen tätig sind, geben im Rahmen der Umfrage rund 80 Prozent an, dass sie bereits negative Erfahrungen mit respektlosem Verhalten gegenüber Referees gemacht haben. Insgesamt nahmen an der Umfrage fast 8000 Personen teil, knapp 39 Prozent davon aktive Schiedsrichter*innen“.

Mehr wie die Hälfte der befragten aktiven Schiedsrichter gibt mit 54.4 % Voting (errechnet = von 3.120 Kollegen = 1.688) bei Problemen eine zu geringe Vergütung (Aufwandsentschädigung) an. 41,4 % beklagen weitere finanzielle Vorteile.

Mehr wie die Hälfte, bei der Problem Auflistung an Platz 3, das zeigt doch deutlich Handlungsbedarf.

Hoffen wir mal für das ausgerufene Jahr des Schiedsrichter, dass es in den Themenbereichen

  • Mangel an Respekt / Wertschätzung von Zuschauer*innen,
  • Mangel an Respekt / Wertschätzung von Spieler*innen &
    Trainer*innen,
  • Mangel an Respekt / Wertschätzung vom Verband / DFB,
  • Gewalt gegen Schiedsrichter*innen,
  • Mangel an Respekt / Wertschätzung vom Verein,

durch die aktuell gestartete Kampagne vom DFB und den Verbänden eine deutliche Verbesserung geben wird.

Für den Schutz der Schiedsrichter, Änderungen bzw. restriktive Verschärfungen der jeweiligen Rechts-/ und Verfahrensordnungen sind definitiv die Verbände zuständig. Dito für die Erhöhung der Vergütung (Aufwandsentschädigung). Für die PR Massnahme, den Schiedsrichter und das Hobby positiv in Szene zu setzen, ist die jetzt gestartete Kampagne gut.

Die neue derzeit laufende Respekt Initiative vom DFB und den Verbänden finden wir gut,
haben wir als IG in 2022 beim Streikaufruf schon genau diese PR Aktion als Forderung gestellt.

 

Die Initiative wird zum Start bereits überschattet von neuen Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter. Der Kicker berichtet kritisch.

https://www.kicker.de/schiedsrichter-gewaltvorfaelle-ueberschatten-neue-dfb-initiative-943331/artikel

 

Schutz der Schiedsrichter: Die Forderungen der IG Schiedsrichter liegen auch auf dem Tisch.

Tätlichkeiten gegen Schiedsichter und Assistenten müssen mit einer Mindeststrafe von 3 Jahren – in schweren Fällen bis zu 8 Jahren Sperrstrafe bestraft werden. Das Thema Gewalt gegen Schiedsrichter läuft aus dem Ruder. Die Heftigkeit nimmt deutlich zu. Die Rechts-/ und Verfahrensordnungen in den jeweiligen Verbänden sollten dringend geändert werden.

Aktuell wurde wieder ein Fall aus Hamburg bekannt. Der Schiedsrichter Kollege musste ins Krankenhaus.

Die Aufwandsentschädigungen = Spesen in den jeweiligen Verbänden driften auseinander. Uns sind 40.00 Euro plus Fahrtkosten für Kreisliga Spiele bekannt. Genau so wie nur 19.00 Euro plus Fahrtkosten in anderen Verbänden.

Ein Schiedsrichter ist ein Schiedsrichter. Das ist ja im Schiedsrichterwesen vergleichbar mit dem Westen und dem Osten. Sind nicht alle Deutsche? Sind nicht alle Schiedsrichter im DFB gleich? Warum schaffen es Verbände den Kollegen 40 Euro zu zahlen, wie wird das finanziert?,  und andere bieten nur 19 Euro an? Die Kollegen in den 19 Euro Verbänden müssen sich doch verarscht vorkommen. Als Schiedsrichter zweiter Klasse.

Zum Thema Schiedsrichter und Ehrenamt. Ist das Hobby Schiedsrichter noch ein Ehrenamt?

  • Schiedsrichter laufen meist beitragsfrei im Verein,
  • Schiedsrichter erhalten Trikot Ausstattung oder Geld (Handgeld) vom Verein
  • Schiedsrichter erhalten Spesen = Aufwandsentschädigung nach dem Spiel,
  • Schiedsrichter bekommen freien Eintritt zu allen Spielen im DFB Gebiet.

Sind diese Positionen nicht schon eine Bezahlung?

Wertschätzung, Respekt, Gewalt, Aufwandsentschädigung,

das sind die Themen, wo sich der DFB und die Verbände im Jahr des Schiedsrichter zu Gedanken machen sollten.

Hier weiter lesen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anton Dinslaken

Dipl. Kaufmann Anton Dinslaken ist neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Schiedsrichter zudem Mitglied im Bundesverband der Fachjournalisten e.V. (Bdfj).

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Holger

    Es kommt eine Große AKTRAKTIVITÄTSSTEIGERUNG AB DEM 01.07.2023 gibt es 5 Euro mehr pro Spiel beim FVM ja beschlossen in den Arbeitsgruppen Fussball und es wird dann umgesetzt in den FVM Kreisen . Dadurch bessern sich etwas die Finanzielle Bedingungen der Spesrn pro Spiel Regelung ja. Der Rest an den Rahmenbedingungen wird evtl noch in Arbeitsgruppen dran getüftelt evtl.Es geht wieder voran wir schauen positiv Vorraus ☕️

  2. Andreas

    Dann werden jetzt die Neulinge herbei strömen

  3. Bernd Kelp

    Habe fünf Euro mehr in der Tasche, beleidigt, bespuckt und erniedrigt. Tolle Lösung! Applaus, Applaus.

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