Der Norweger Espen Eskas leitet am Donnerstagabend das dritte Nations-League-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien. Für das Team von Bundestrainer Jürgen Klopp geht es nach dem Fehlstart bereits um wichtige Punkte. Kapitän Joshua Kimmich fehlt – dafür dürfte Nico Schlotterbeck wieder eine Rolle spielen.
Wenn Deutschland am Donnerstagabend um 20.45 Uhr in der Münchner Allianz Arena Serbien empfängt, kommt ein Unparteiischer zum Einsatz, der mit deutschen Mannschaften bereits einige Erfahrungen gesammelt hat: Espen Eskas aus Norwegen wurde von der UEFA mit der Leitung der Begegnung beauftragt.
An den Seitenlinien unterstützen ihn seine Landsleute Jan Erik Engan und Alf Olav Rossland, als Vierter Offizieller ist Sigurd Kringstad angesetzt. Am Monitor übernimmt der Portugiese Tiago Martins die Aufgabe des Video-Assistenten, unterstützt wird er vom Norweger Kristoffer Hagenes.
Eskas kennt die deutsche Nationalmannschaft
Für Eskas ist es keineswegs die erste Begegnung mit dem deutschen Fußball. Eine besonders erfreuliche Erinnerung aus deutscher Sicht stammt aus dem Dezember 2023: Der Norweger leitete das Finale der U17-Weltmeisterschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Die deutsche Mannschaft gewann nach Elfmeterschießen und krönte sich zum Weltmeister.
Auch die A-Nationalmannschaft kennt Eskas bereits. Im September 2025 leitete er in Köln das WM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Nordirland, das die DFB-Auswahl mit 3:1 gewann. Bereits im März 2024 war er zudem beim Länderspiel Deutschlands gegen die Niederlande im Einsatz.
Mit inzwischen reichlich internationaler Erfahrung gehört der 38-Jährige zu den etablierten europäischen Unparteiischen.
Deutschland nach Fehlstart bereits unter Zugzwang
Sportlich könnte die Ausgangslage für die deutsche Mannschaft deutlich angenehmer sein. Auf das 1:1 zum Auftakt in Amsterdam gegen die Niederlande folgte beim ersten Heimspiel unter Jürgen Klopp eine 0:1-Niederlage gegen Griechenland. Damit steht Deutschland nach zwei Partien lediglich bei einem Punkt.
Entsprechend wichtig wird das Duell mit Serbien. Will die DFB-Elf den Anschluss in der Gruppe nicht frühzeitig verlieren, sollte in München möglichst der erste Sieg der laufenden Nations-League-Saison her.
Dabei muss Klopp allerdings auf seinen Kapitän verzichten. Joshua Kimmich wurde nach dem Griechenland-Spiel aus dem Kader genommen und steht gegen Serbien nicht zur Verfügung.
Dafür dürfte Nico Schlotterbeck wieder ins Team rücken. Der Dortmunder war gegen Griechenland aufgrund der UEFA-Kaderbeschränkung nicht in den Spieltagskader aufgenommen worden. Klopp hatte bereits angekündigt, den Innenverteidiger für die zweite Hälfte dieses Länderspielfensters wieder einzuplanen.
Die Partie in München ist gleichzeitig der Auftakt des zweiten Kaderblocks: Klopp hatte für seine ersten vier Nations-League-Partien insgesamt 44 Spieler nominiert und wechselt zwischen den ersten beiden und den folgenden Begegnungen einen Großteil seines Aufgebots aus.
Anstoß um 20.45 Uhr – live im ZDF
Angepfiffen wird die Begegnung am Donnerstag, 1. Oktober, um 20.45 Uhr in der Allianz Arena in München. Das ZDF überträgt live, die Sendung beginnt bereits um 20.15 Uhr.
Für Deutschland geht es nach dem holprigen Start um deutlich mehr als nur einen gelungenen Auftritt vor heimischem Publikum. Und für Espen Eskas ist es ein weiteres Kapitel einer inzwischen erstaunlich langen Verbindung zu deutschen Nationalmannschaften.
