Bei einem Jugendfußballspiel bedroht ein Vater den 15-jährigen Schiedsrichter offenbar mit dem Tod. „Das ist Alltag“, sagt Obmann Goran Culjak vom Schiedsrichterverband Frankfurt am Main. „Wir haben Abbrüche im Wochenrhythmus.“ Er fordert: „Die Landesverbände müssen handeln.“
Der KSO Goran Culjak aus Frankfurt macht in einem Interview mit der (hier klicken>>>) „Welt“ auf die Situation von Gewalt im Amateurfussball, insbesondere gegen die Schiedsrichter, aufmerksam.
Das Video
Zudem wurde in Dortmund ein 19-Jähriger Schiedsrichter (hier klicken>>>) bei einem Amateurspiel tätlich angegriffen.
In allen Verbänden des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) kracht es gewaltig – und das ausgerechnet im initierten Jahr der Schiedsrichter. Wir wissen nicht wie der DFB in der Statistik Gewalt den Überblick behält. Die Statistik muss doch explodieren.
So kann es nicht weitergehen!
Es muss endlich von den Verbänden gehandelt werden. Restriktive Strafen müssen in die Rechts-und Verfahrensordnungen der Verbände zum Schutz der Schiedsrichter rein. Jeder Spieler, Trainer, Funktionär und auch Verein muss wissen. Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter werden nicht mehr geduldet.
Muss denn ein Schiedsrichter bluten, ins Krankenhaus eingeliefert werden, womöglich noch tot auf dem Platz liegen?
Dieses ganze Gelaber zieht sich schon viel zu lange hin. Einfach bundeseinheitlich festlegen: Tätlichkeiten gegen Schiris ist eine lebenslängliche Sperre, eine hohe Geldstrafe für den für seine Spieler verantwortlichen Verein, Punktabzug ohne wenn und aber, im Extremfall ist der Verein bzw. die Mannschaft auszuschließen. Gnadenlos muss das erfolgen. Und es ist auf jeden Fall eine Strafanzeige zu stellen und der DFB muss hierfür auch die Kosten übernehmen. Und die Regeln müssen auch geändert werden. Nur der Spielführer darf mit dem Schiri reden und zwar in einem angemessen Ton. Rudelbildung um den Schiri und ständiges Belabern ist sofort gelb oder gleich gelb rot wenn es weiter geht oder auch rot. Trainer, Offizielle und sonstige die auf der Bank sitzen werden sofort mit rot auf die Tribüne katapultiert wenn sie den Mund aufmachen und reklamieren. Sofort knallhart durchgreifen. Prävention in Ehren, aber es ist besser ohne Skrupel hier endlich durchzugreifen.
Lieber Rolf Scheib,
wenn das alles so einfach wäre. Jeder Verband im DFB hat eine Rechts-/ und Verfahrensordnung bzw. Strafordnung.
Im Regelfall muss der jeweilige Verbandstag auf Antrag einer Änderung zustimmen.Wir rennen also sprichwörtlich gegen Windmühlen an.
DFB-VERBANDSSTRUKTUR
Der DFB ist als mitgliederstärkster deutscher Sportfachverband eine gesellschaftliche Institution und eines der größten sozialen Netzwerke Deutschlands. Er besteht de facto aus 27 Mitgliedsverbänden, Aufbau und Struktur gleichen einer Pyramide. An deren Spitze steht die DFB-Zentralverwaltung in Frankfurt am Main, der als nächste Stufe die DFL e.V. sowie die fünf Regionalverbände Nord, West, Süd, Südwest und Nordost folgen. Die Regionalverbände setzen sich aus 21 Landesverbänden zusammen, die ihrerseits in Bezirke beziehungsweise Kreise gegliedert sind, denen wiederum die Vereine mit ihren Mitgliedern angeschlossen sind.
Das ist das Problem. Ein Sportgericht ist nicht mit der Justiz zu vergleichen. Die Strafmöglichkeiten sind in der Rechts- und Verfahrensordnung geregelt, die sich in den Landesverbänden noch stark unterscheidet, wie von Anton Dinslaken bereits im Vergleich aufgezeigt worden ist. Platzsperren auf Dauer können nur die Vereine aussprechen, weil nur sie die Durchsetzung überwachen können. Die Lösung: Es muss eine einheitliche RuVO durch den DFB geben.
Liebe Dieter Albrecht,
bis dato war ich von der förderalen Struktur der Verbände im DFB ausgegangen.
D.h. die Verbände ändern jeder für sich ihre RuVO.
In der Tat das Strafgesetzbuch ist für ganz Deutschland gültig. Unter Beteiligung der Länder erlassen.
Deine Idee der DFB müsste sowas sprich RuVO Strafordnung für alle raus geben ist klasse.
Den Ansatz werde ich weiter verfolgen.
Wäre ein Weg das endlich Mal das Thema gut geregelt werden kann