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Gert Mauersberger Abteilungsleiter Schiedsrichter beim FC Bayern. [Foto: FCB]

Schiedsrichter-Freikarten für CL-Topspiele beim FC Bayern nicht im freien Handel

Wir freuen uns als IG Schiedsrichter zu der sehr umfangreichen und detaillierten Rückmeldung von Gert Mauersberger, Abteilungsleiter Schiedsrichter des FC Bayern München e.V. zum FAQ für Schiedsrichter-Freikarten in Köln und Leverkusen. Danke Gerd für die Mail. Freuen uns auch darüber, dass unsere Artikel auch in Bayern gelesen werden.

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Seine Mitteilung im Wortlaut

„Liebe Schiedsrichterkameraden,

mit Interesse habe ich den Artikel hinsichtlich der Vergabe von Schiedsrichter-Tickets mit meinem lieben Freund und Mitstreiter Kabil Azizi gelesen.

Da ich das innerhalb unserer Schiedsrichter-Arbeitsgemeinschaft der BuLi-Obleute kommuniziert habe, weiß Kabil das auch. Es ist auch verständlich, dass er nach dem first-come / first-serve Prinzip arbeitet. Das können wir hier nicht.

Bei Spielen wie PSG oder jetzt auch ManCity haben wir über 2.000 Anfragen für 300 Tickets. Diese Spiele sehen wir als Belohnungs-Spiele. Da möchten wir die Kamerad*innen belohnen, die sich in größere Maße für unseren Sport einsetzen. Sei es als höherklassige Schiedsrichter, als GSO. Als Einteiler oder Ansetzer. Diese filtern wir für solche Spiele vorab heraus und machen damit sehr gute Erfahrungen. Auch meine eigenen Schiedsrichter waren not amused, als ich neulich in einem internen Rundschreiben angekündigt habe, dass Kameraden aus unseren eigenen Reihen nicht damit rechnen müssen, für solche Spiele ein Ticket zu erhalten, wenn sie nur 2 oder 5 Spiele in der Saison pfeifen. Für solche Spiele geben ich auch keine Tickets an 13- oder 15-jährige Schiris, die angeblich ohne Begleitperson z.B. aus Norddeutschland in der Schulzeit zu einem abendlichen CL-Spiel fahren wollen. Da habe ich zu große Bedenken, dass hier das Taschengeld aufgebessert werden soll. Im Gegensatz zu fast allen anderen Vereinen stellt der FC Bayern auch für die CL-Spiele schon seit Jahrzehnten jeweils 300 SR-Tickets zur Verfügung. Unsere Handhabung ist übrigens auch mit dem Präsidium des BFV abgestimmt und findet dort ausdrücklich Unterstützung.

Das Thema ist sehr komplex und jeder Verein muß das so lösen, wie es für ihn passt. Wir haben die Schiedsrichterkasse aufgelöst, weil es immer dieselben Schiedsrichter waren, die dort als erste auftauchten und zudem die Umstände unwürdig waren. Da wurde vor besonders interessanten Spielen z.T. übernachtet, es lagen am anderen Tag zerbrochene Wein- und Bierflaschen herum, dazu deutlich sichtbare Spuren von Urin und Fäkalien, das konnte so nicht weitergehen. So haben wir das Portal beim BFV geschaffen und damit läuft es jetzt in geordneten Bahnen.

Schiedsrichter, die z.B. am Samstag um die Mittagszeit ein Spiel der Junioren-Bundesliga an unserem Campus leiten, hätten keine Chance, sich anschließend noch für ein Spiel an der Kasse anzustellen. So können wir auch diesen noch Tickets zur Verfügung stellen.

Ihr seht, das Tema ist sehr vielschichtig und deshalb arbeiten wir auch in unserer AG daran.

Mit besten sportlichen Grüßen

Gert Mauersberger, Abteilungsleiter Schiedsrichter!“

Weitere Infos: https://fcbayern.com/schiedsrichter/de

Anton Dinslaken

Dipl. Kaufmann Anton Dinslaken ist neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Schiedsrichter zudem Mitglied im Bundesverband der Fachjournalisten e.V. (Bdfj).

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